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Bemerode dominiert, bleibt aber torlos gegen Ilten

Trainer Ramy Hundt hadert mit fehlender Durchschlagskraft in torlosem Remis

von NV · 04.11.2024, 14:39 Uhr · 0 Leser
– Foto: Bernd Oberbeck

Trotz eines kontrollierten Spiels und deutlichem Ballbesitz bleibt der TSV Bemerode im Heimspiel gegen den MTV Ilten torlos. Trainer Ramy Hundt sieht eine dominante Leistung seines Teams, ist jedoch enttäuscht über den ausbleibenden Sieg. „Es war ein verrücktes Spiel – taktisch wie inhaltlich“, resümierte Hundt.

"Eine dominante und reife Leistung, aber das letzte Quäntchen fehlt"

„Wir hatten 65 % Ballbesitz, das ist auch im Amateurbereich ein hoher Wert“, betonte Hundt die Kontrolle seiner Mannschaft. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase von fünf Minuten übernahm Bemerode die Spielkontrolle und verlagerte das Geschehen in die Hälfte von Ilten. Hundt beschrieb das Spiel als „dominant“ und „reif“, bemängelte jedoch die fehlende Durchschlagskraft im Angriff: „Wir waren in vielen Aktionen gefährlich, aber der letzte Pass war nicht sauber.“ Dreimal verpasste es Bemerode, aus guten Standards Kapital zu schlagen, und auch aus kurzer Distanz scheiterte ein Abschluss am Iltener Schlussmann.

Auch ein vermeintliches Tor kurz vor der Halbzeit zählte nicht, da es wegen Abseits abgepfiffen wurde – „leider die korrekte Entscheidung“, musste Hundt anerkennen. Seine Mannschaft sei dennoch „mit einem guten Gefühl“ in die Pause gegangen.

Gute Gegenpressing-Arbeit ohne Belohnung

Nach der Pause blieb Bemerode weiter dominant und zeigte sich stark im Gegenpressing. „Wir haben viele Situationen richtig gemacht, kamen oft in die Box, doch Ilten hat sehr gut verteidigt“, analysierte der Trainer. Besonders die Box-Verteidigung des Gegners lobte er ausdrücklich als „herausragend an diesem Tag“.

Mit fortschreitender Spielzeit schwand jedoch die Präzision, und Ilten fand zunehmend zu Konterchancen, die sie allerdings ungenutzt ließen. „Bis zur 75. Minute hatten wir das Spiel im Griff, dann ließen die Kräfte nach und das Spiel wurde offener“, so Hundt. Ein Schuss in der 88. Minute und eine Großchance in der Nachspielzeit hätten fast den ersehnten Sieg gebracht, doch die Abschlüsse verfehlten das Ziel knapp.

Hundts Fazit fiel entsprechend gemischt aus: „Ein Punkt, mit dem wir leben müssen, der aber eigentlich zu wenig ist.“