2026-04-01T09:09:12.390Z

Allgemeines

Beller will von Bayernliga nichts hören - Personeller Umbruch steht an

Trotz einer glänzenden Ausgangsposition drückt Seebachs Coach auf die Euphoriebremse

von Thomas Seidl · Heute, 12:00 Uhr · 0 Leser
Wolfgang Beller ist mit seinem Team auf dem besten Weg, Landesliga-Vizemeister zu werden
Wolfgang Beller ist mit seinem Team auf dem besten Weg, Landesliga-Vizemeister zu werden – Foto: Michael Birkner

Verlinkte Inhalte

präsentiert von
ZF BKK

Der TSV Seebach ist nach der Winterpause noch ungeschlagen, hat 13 von 15 möglichen Punkten geholt und damit den zweiten Tabellenplatz gefestigt. In den Saisonendspurt - Hauner, Weiderer & Co. haben noch neun Partien zu bestreiten - gehen die Rot-Schwarzen mit einer glänzenden Ausgangsposition. 2024 wurden die Kicker aus dem Deggendorfer Stadtgebiet bereits Vizemeister und zwei Jahre später scheint eine Wiederholung dieses tollen Erfolgs möglich.

Von solchen Gedankenspielen will Seebachs Coach Wolfgang Beller jedoch überhaupt nichts hören: "Es ist noch viel zu früh, um sich mit solchen Dingen zu beschäftigen. Wir haben ein hartes Restprogramm, spielen unter anderem daheim noch gegen den souveränen Tabellenführer Landshut und das sehr starke Lam. Zudem stehen schwierige Auswärtsspiele wie beim amtierenden Vizemeister Luhe-Wildenau und in Passau auf dem Programm. Die Partien gegen die abstiegsbedrohten Teams werden auch keine Selbstläufer, das haben wir in dieser Saison schon einige Mal erlebt. In Tegernheim haben wir beispielsweise verloren, in Etzenricht und Teisbach jeweils erst in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielt. Daher sind wir gut beraten, weiter von Spiel zu Spiel schauen. Damit sind wir bislang gut gefahren und das werden wir auch weiter so handhaben."



Von der Qualität seiner Truppe ist der ehemalige Bundesliga-Assistenzcoach des FC Augsburg, FC Schalke 04 und VfB Stuttgart überzeugt: "Wir haben einen hervorragende Mannschaft, die nur schwer zu schlagen ist. Außerdem hatten wir eine sehr ordentliche Vorbereitung und sind gut aus den Startlöchern gekommen. Natürlich ist es unser Ziel, das Maximum herauszuholen und wir werden alles geben, um unsere aktuelle Position zu verteidigen." Dennoch weiß Beller, dass im Endspurt noch viel passieren kann: "In dieser Klasse gibt es viele Unwägbarkeiten. An etlichen Spieltagen sind uns beispielsweise sehr kurzfristig noch wichtige Akteure ausgefallen - zuletzt in Eggenfelden unser Mittelstürmer Patrick Pfisterer."


Mittelstürmer Patrick Pfisterer (Mitte) machen Rückenprobleme zu schaffen
Mittelstürmer Patrick Pfisterer (Mitte) machen Rückenprobleme zu schaffen – Foto: Harry Rindler



Die personelle Situation bereitet dem Aiterhofener mittlerweile wieder ein paar Sorgenfalten. Neben den Dauerpatienten Christoph Beck, Alexander Heindl und Thomas Lösl wird auch Patryk Richert wegen eines Bänderrisses im Sprunggelenk mehrere Wochen fehlen. Martin Kauschinger steht momentan nicht zur Verfügung. Patrick Pfisterer plagt sich mit massiven Rückenproblemen herum. "Im Offensivbereich sind wir aktuell sehr dünn besetzt", informiert Beller, der mit seiner Truppe ein knackiges Programm zu meistern hat. Im April stehen sechs Matches auf dem Terminplan. Können Kapitän Sandro Nickl und seine Mitstreiter die kommenden Aufgaben einigermaßen erfolgreich meistern, winkt die Saisonverlängerung.


Ob der TSV Seebach auch eine Etage höher konkurrenzfähig wäre, wollte Wolfgang Beller nicht beantworten. Einen kleinen Einblick in die Planungen gab der 61-Jährige dennoch: "Wir werden im Sommer einen doch etwas größeren Umbruch haben, weil sich unter anderem ein paar ältere Spieler verabschieden. Das gehört im Fußball aber auch mal dazu. Wir werden die Lücken mit Neuzugängen schließen und wieder ein gutes Team haben."