2026-02-09T08:36:21.830Z

Allgemeines

Belkahia trifft als Ex-Löwe auf 1860: „Habe das Trikot mit Stolz getragen“

Zugang beim TSV Havelse

von Daniel Michel · 12.09.2025, 11:20 Uhr · 0 Leser
Semi Belkahia (r.) spielte fünf Jahre für den TSV 1860 München.
Semi Belkahia (r.) spielte fünf Jahre für den TSV 1860 München. – Foto: IMAGO/Oryk HAIST

Semi Belkahia diente fünf Jahre dem TSV 1860 München. Der Defensivspieler hat jetzt beim TSV Havelse angeheuert. Die Begegnung erfolgt am Sonntag.

München – Ex-Löwen-Spieler Semi Belkahia hat einen neuen Vertrag beim TSV Havelse unterzeichnet. „Semi gehört von seinen Anlagen zu den besten Innenverteidigern der 3. Liga“, lobte Havelse-Sportdirektor Florian Riedel. Zuvor war Belkahia bei Arminia Bielefeld unter Vertrag. Aufgrund einer langen Verletzungspause und dem unglaublichen Run der Ostwestfalen konnte Belkahia in Bielefeld nicht mit in die 2. Liga gehen.

Nun startet der gebürtige Münchner einen Neuanfang im Norden. Der 26-Jährige spricht im exklusiven Interview mit Absolut Fussball, dem Fußball-Portal vom Home of Sports, über seinen Neuanfang und seine schöne Zeit zwischen 2018 und 2023 (81 Pflichtspiele, fünf Tore) beim TSV 1860 München. Denn, wie es der Zufall will, wird Belkahia am Sonntag sein erstes Spiel mit Havelse im Grünwalder Stadion bestreiten (zum Live-Ticker).

Semi, welche Angebote hatten Sie zuletzt vorliegen – und warum haben Sie sich letztendlich für den TSV Havelse entschieden?
Semi Belkahia: Über den Sommer habe ich mir einige Optionen aus dem Ausland angesehen. In Osteuropa, in Asien oder Südamerika. Schließlich habe ich mich dazu entschieden, in Deutschland bleiben zu wollen. Trainer Samir Ferchichi hat sich zudem seit Wochen sehr stark um mich bemüht, das gab den Ausschlag, mich letztlich für den TSV Havelse zu entscheiden.
Sie befanden sich zuletzt in einer schwierigen Phase, Sie waren verletzt und kamen dann bei Zweitliga-Aufsteiger und Pokal-Finalist Arminia Bielefeld kaum mehr zum Zug. Wie geht es Ihnen nun körperlich?
Seit über einem Jahr habe ich keine Trainingseinheit verletzungsbedingt verpasst. Arminia Bielefeld hat eine außergewöhnliche Saison 2024/25 gespielt. Da war es schwer, den Trainer davon zu überzeugen, seine Pläne zu ändern. Aber ich war mit meinen Trainingsleistungen stets sehr zufrieden und fühle mich topfit, auch wenn ich länger keine 90 Minuten mehr gespielt habe. Umso mehr freue ich mich jetzt auf den Start in der 3. Liga
Obwohl es in der 3. Liga zur Sache geht, kommen Sie als Verteidiger in der Regel ohne Strafkarten aus. Was ist in dieser Hinsicht Ihr Erfolgsgeheimnis?
In der Sommerpause habe ich für mich einen neuen Sprint-Bestwert von 34,7 km/h aufgestellt. Durch Schnelligkeit, gute Positionierung und das richtige Antizipieren von gefährlichen Situationen kann ich oft schneller an den Ball gelangen und muss mich nicht in unnötige Zweikampfsituationen verwickeln lassen.
Am Sonntag geht es nun mit Havelse gegen Ihren Ex-Klub 1860 München. Sie sind gebürtiger Münchner: Welche Emotionen verbinden Sie noch mit den Löwen?
Mein Debüt für den TSV Havelse in München gegen 1860 zu geben, das ist etwas Besonderes für mich (mögliche Aufstellung). Meine Familie und Freunde werden im Grünwalder Stadion sein. Die Löwen-Fans zählen für mich zu den besten in Deutschland – und ich habe das Trikot immer mit Stolz getragen. Ich wünsche dem Verein alles Gute, obwohl ich natürlich die drei Punkte am liebsten nach Niedersachsen mitnehmen möchte.
Wie wollen Sie denn mit Havelse im Grünwalder Stadion bestehen?
Wir müssen den Kampf annehmen und müssen als erstes am Ball sein. Wir haben gute Spieler in der Mannschaft und wir werden unsere Chance bekommen. Wenn wir sie nutzen, können wir etwas aus München mitnehmen.
Einer Ihrer Förderer bei 1860 war Trainer Michael Köllner. Was haben Sie von ihm gelernt?
Ich habe gelernt, dass harte Arbeit immer Talent schlägt, es ist nie anders herum. Und wenn harte Arbeit und Talent Hand in Hand gehen, dann stehen grenzenlose Möglichkeiten offen. Ich bin deshalb sehr motiviert und fest davon überzeugt, dass ich meine Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft habe.
1860 gilt als einer der Favoriten auf den Aufstieg in die 2. Liga. Trauen Sie den Löwen diesen Erfolg 2025/26 zu?
Der Verein gehört aufgrund seiner Historie, Infrastruktur und seines Potenzials definitiv in die 2. Bundesliga. Ich wünsche ihm, dass er sein Potenzial ausschöpft. Das sage ich als Ex-Spieler und Münchner – nur am Sonntag sollen die drei Punkte nach Havelse gehen.