2026-04-23T13:43:33.969Z

Der Spieltag

Beim TSV Landsberg wird schon gefeiert

Bayernligist ist von der Aufstiegskonkurrenz nicht mehr einzuholen +++ Gruber wird zu Kottern-Schreck +++ Abstiegsentscheidung noch vertagt

von Walter Brugger · Heute, 21:15 Uhr · 0 Leser
Der direkte Regionalliga-Aufstieg ist dem TSV Landsberg nicht mehr zu nehmen, entsprechend groß war der Jubel nach dem 1:1 gegen 1860 München II.
Der direkte Regionalliga-Aufstieg ist dem TSV Landsberg nicht mehr zu nehmen, entsprechend groß war der Jubel nach dem 1:1 gegen 1860 München II. – Foto: Maximilian Merkl

Das Gipfeltreffen der Bayernliga Süd hatte zwar keinen Sieger, doch der TSV Landsberg konnte trotzdem feiern. Denn nach dem 1:1 gegen den nicht aufstiegsberechtigten Spitzenreiter 1860 München II und dem 1:1 zwischen dem SV Kirchanschöring und TuS Geretsried tags darauf sind die Lechstädter sportlich nicht mehr einholbar. Die Entscheidung über den Abstiegs ist noch vertagt, denn das Schlusslicht Türkgücü München überraschte mit dem 0:0 gegen den FC Pipinsried und kann theoretisch noch die Relegation erreichen. So gut wie sicher ist, dass die Süd-Staffel zwei Festabsteiger hat. Denn im Vergleich mit der Nord-Gruppe hinken die Süd-Kellerkinder nach Punkten deutlich hinterher.

Der Mallorca-Trip ist beim TSV Landsberg schon in der Planung, doch bevor es soweit ist, mussten die Lechstädter im Spitzenspiel hart arbeiten. Erst um 21.40 Uhr, also mehr als zweieinhalb Stunden nach dem Anpfiff, wurde die von zwei Verletzungen überschattete Partie gegen den TSV 1860 München II abgepfiffen.
Erst rumpelten bei einer Abwehraktion die Landsberger Kilian Pittrich und Benito Alisanovic in der Luft mit den Köpfen zusammen. Pittrich musste letztlich vom Platz, Alisanovic machte mit einem „Turban“ weiter. Die Landsberger steckten den Schreckmoment außerordentlich gut weg und hatten bis zur Pause die besseren Chancen.
Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit gelang Maximilian Berwein das 1:0. Als die Abwehr ein einziges Mal nicht konsequent genug, gelang den Junglöwen durch Noah Klose der Ausgleich. Dramatisch wurde es nur fünf Minuten später: Es war ein ganz normaler Zweikampf, der aber für Münchens Max Jägerbauer dramatisch endete: Er blieb mit einer schweren Schulterverletzung liegen und das Spiel musste unterbrochen werden. Schiedsrichter Patrick Krettek schickte die Teams schließlich in die Kabine und alle warteten auf den Rettungswagen, der schnell eintraf, aber es dauerte, ehe der Münchner abtransportiert werden konnte. Erst danach konnte die Partie fortgeführt werden. (mm) Lokalsport LT
Schiedsrichter: Patrick Krettek (Neuburg/Donau) - Zuschauer: 1450
Tore: 1:0 Maximilian Berwein (46.), 1:1 Noah Klose (58.)

Für den TSV Kottern gab es mit dem 1:4 gegen den TSV Nördlingen wieder einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. „Nach dem Rückstand ist es uns nicht mehr gelungen, die gleiche Energie auf den Platz zu bringen, wie in den letzten Wochen. Aber es ist klar, dass man bei dem Programm, das wir zuletzt absolviert haben, einfach durchmarschierst. Aber damit ist auch die Rechnerei vorbei und ist klar, dass wir alle drei noch ausstehenden Spiele gewinnen müssen für die Chance des direkten Klassenerhalts“, war Kotterns Trainer Andreas Maier bewusst.
Die Oberallgäuer kamen gut in die Partie und hatten durch Roland Fichtl und Christopher Duchardt zwei gute Chancen zur Führung, Dann aber verloren sie ihre Linie. Das 0:1 durch den Kopfball von Nördlingens Torjäger Simon Gruber kam quasi aus dem Nichts, noch vor der Pause legte Gruber das 0:2 nach. Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte Kottern die Chance zum Anschluss, aber Nördlingens Keeper Daniel Martin konnte beim Freistoß von Matthias Jocham noch klären (53.). Auch der Kopfball von Duchardt ging knapp am Tor vorbei (69.). Alexander Schröter hatte auf der Gegenseite mehr Erfolg– 0:3). In der Schlussphase verkürzte zwar Kotterns Kapitän Jocham mit einem Distanzschuss, nur drei Minuten später wurde Simon Gruber mit dem 1:4 endgültig zum „Kottern-Schreck“. (beß, red)
Schiedsrichter: Maximilian Hafeneder (Holzkirchen) - Zuschauer: 250
Tore: 0:1 Simon Gruber (29.), 0:2 Simon Gruber (45.), 0:3 Alexander Schröter (70.), 1:3 Matthias Jocham (85.), 1:4 Simon Gruber (88.)

Nichts wurde es mit dem erwarteten Sieg des FC Pipinsried beim Schlusslicht Türkgücü München, der FCP musste sich mit einem 0:0 begnügen. Trainer Roman Langer vermisste bei seinen Schützlingen den letzten Punch, den Willen, dieses Spiel für sich zu entscheiden. Dazu kam auch noch Pech, als Florian Gebert an den Pfosten köpfte (10.). so blieb Türkgücü im Spiel und hätte seinerseits durch Philipp Denic in Führung gehen können, dcoh Keeper Enrique Bösl stoppte den Sololauf des Münchners (20.). Pipinsried blieb bemüht, hatte bei einem weiteren Pfostenschuss von Benedikt Wiegert (87.) auch im zweiten Abschnitt noch etwas Pech.
Schiedsrichter: Xaver Fabisch (München) - Zuschauer: 30

Während der FC SF Schwaig mit dem 4:0-Sieg die allerletzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigte, taumelt Türkspor Augsburg der Landesliga entgegen. Schon zur Pause war die Partie so gut wie entschieden, nachdem Schwaigs Torjäger Raffael Ascher einen Doppelpack geschnürt hatte. Gleich nach Wiederanpfiff legte Daniel Gaedke das dritte Schwaiger Tor nach. Türkspor, das nach der Winterpause nur zwei von 30 möglichen Punkte für sich verbuchen konnte, fing sich kurz vor Schluss noch den vierten Gegentreffer durch Felix Günzel.
Schiedsrichter: Stefan Treiber (Neuburg/Donau) - Zuschauer: 50
Tore: 0:1 Raffael Ascher (10.), 0:2 Raffael Ascher (30.), 0:3 Daniel Gaedke (47.), 0:4 Felix Günzel (88.)

Der Moment der Entscheidung in Erlbach: Maximilian Sammereier hatte Gundelfingens Torhüter Tobias Werdich per Elfmeter überwunden.
Der Moment der Entscheidung in Erlbach: Maximilian Sammereier hatte Gundelfingens Torhüter Tobias Werdich per Elfmeter überwunden. – Foto: Walter Brugger

Nach dem 1:0-Sieg des SV Erlbach gegen den FC Gundelfingen sprachen sowohl SVE-Coach Lukas Lechner als auch FCG-Trainer Thomas Rudolph von einem hochklassigen, intensiven Bayernliga-Duell. Der Regionalliga-Aspirant war den Tick griffiger, während Rudolph davon sprach, „dass wir nach intensiven Wochen im Kopf nicht ganz frisch waren.“ Und letztlich auch in den Beinen.
Nach torloser erster Halbzeit sollten die ersten Minuten nach Wiederanpfiff die Entscheidung bringen. Nach einem Zweikampf zwischen Niklas Fink und Erlbachs Sebastian Hager gab es Elfmeter für die Oberbayern. Wobei sich die Stimmung nun hochschaukelte. FCG-Keeper Tobias Werdich versuchte den Schützen durch das hin und her Hüpfen auf der Linie zu irritieren, doch Maximilian Sammereier schob den Ball unbeeindruckt ins Netz. Ganz gelassen nahm er die Situation allerdings nicht, sondern ging noch gestenreich Richtung Werdich – und löste damit eine Rudelbildung aus. Als Referee Stefan Dorfner alle Streithähne getrennt hatte, gab es für Werdich und Sammereier noch jeweils Gelb.
So blieb die Partie spannend, die Gundelfinger mobilisierten alle Kräfte und drängten in der Schlussphase. Die beste Chance hatte Jeremias Seibold mit einem Flugkopfball (90.).
Schiedsrichter: Stefan Dorfner (Falkenfels) - Zuschauer: 441
Tor: 1:0 Maximilian Sammereier (49./Foulelfmeter)