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Beim SV Budberg ist die erste Torhüter-Entscheidung gefallen

Die Fußballer starten beim 1. FC Lintfort in ihre dritte Landesliga-Saison. Die Trainer ziehen ein Vorbereitungsfazit und erklären, womit sie rechnen.

von Fabian Kleintges-Topoll · 15.08.2025, 15:30 Uhr · 0 Leser
Kampf um den Platz zwischen den Pfosten zwischen Lorenz Delgado und Marc Anders.
Kampf um den Platz zwischen den Pfosten zwischen Lorenz Delgado und Marc Anders. – Foto: Spielerprofil

In der Generalprobe am vergangenen Sonntag beim Düsseldorfer Landesligisten SG Unterrath (0:2) lief der SV Budberg mit einer Startelf auf, die so auch am ersten Spieltag am kommenden Wochenende auf dem Kunstrasenplatz stehen könnte.

Tim Wilke rechtzeitig aus dem Urlaub zurück

Niklas Ueberfeld und Felix Weyhofen dürften beim Landesligisten auf den Außenverteidigerpositionen ebenso gesetzt sein wie die Routiniers Mike Terfloth und Fynn Eckhardt auf der Doppelsechs. Im offensiven Dreiermittelfeld hinter der einzigen gesetzten Spitze, Moritz Paul, wird es wohl auf Lennart Hahn, Neuzugang Alessandro Hochbaum und Oliver Nowak hinauslaufen. Dem neuen Angreifer Ceyhun Dagdemir sowie Florian Mordt könnte zum Start nur die Jokerrolle bleiben.

Spannender wird die Besetzung der Innenverteidigung. Dort kämpfen Tim Beerenberg und Laurin Severith, die in Unterrath beginnen durften, sowie Kapitän Jan Luca Häselhoff und Devin Warnke um die beiden zu vergebenen Plätze.

Komplett offen war das Rennen um die Nummer eins. Im Endspurt der Vorsaison hatte Lorenz Delgado, fußballerisch mit leichten Vorteilen, beim Thema Lautstärke aber noch Luft nach oben, den langjährigen Stammkeeper Marc Anders, auf der Linie der stärkere Mann, aus dem Kasten verdrängt.

Tim Wilke, der in der Nacht auf Samstag rechtzeitig aus dem USA-Urlaub zurückkommt, hat zwischen den Pfosten die Qual der Wahl und vertraut voll auf das Urteil seines Torwarttrainers Volker Prangen. Beide Torhüter wechselten sich im Verlauf der Vorbereitung komplett ab.

Weil sich Delgado im Test gegen den VfL Tönisberg Ende Juli wieder an der Schulter verletzte und seitdem pausiert, wird Anders das Tor hüten. „Marc hat in den vergangenen Jahren immer bewiesen, dass er uns helfen kann und war auch in den Testspielen sehr stabil“, so Wilke und ergänzt zu seinem Luxusproblem auf der Linie: „Wenn beide fit sind und ich auf andere Vereine schaue, sind wir da mit zwei sehr guten Torhütern super aufgestellt.“

In den vergangenen zwei Wochen inklusive der Spielvorbereitung für das Lintfort-Derby hatte Matthias Prinz noch die Verantwortung an der Seitenlinie übernommen. Am Samstag kehrt der Co-Trainer dann ins zweite Glied zurück. Tim Wilke blickt auf eine intensive Vorbereitung mit hohem Konkurrenzkampf zurück. „Anders als in den Vorjahren sind wir sehr zufrieden. Wir sind froh, dass es endlich losgeht. Im Derby wird jeder versuchen, ohne den gewohnten Rhythmus über Intensität ins Spiel zu kommen. Unnötige Fehler wie in Unterrath müssen wir vermeiden“, sagt der Coach.

Zum Personal: Der Ex-Budberger André Rieger ist nach seiner Verletzung noch keine Option, Furkan Baydar ist noch rotgesperrt. Simon Schwarz und Julian Klement fallen ebenfalls aus. Beim SVB fehlen die Langzeitverletzten Jonas Twardzik und Jamie van de Loo. Vier der letzten fünf Duelle gingen an die Mannschaft von Tim Wilke.

Mimouni auf der Trainerbank in Lintfort

Beim 1. FC Lintfort weht zur neuen Spielzeit ein frischer Wind. Mit Mohamed El Mimouni hat ein neuer Trainer übernommen, der vor einer großen Aufgabe steht: Nach 17 Abgängen und 18 Neuzugängen, darunter auch vier A-Jugendliche, hat der Klub einen kompletten Umbruch hinter sich. „So eine Konstellation ist kompliziert, da kann noch nicht alles funktionieren“, sagt der 42-Jährige.

In den zehn Testspielen hat der neue FCL-Coach daher viel ausprobiert. Die Baustellen wurden deutlich: Besonders die Innenverteidigung ist dünn besetzt, dazu fehlt der Mannschaft noch ein „dreckiger“ Typ, der in engen Spielen dazwischen haut.

Die beiden Jahre im Abstiegskampf unter Meik Bodden waren zermürbend. El Mimouni will die Mannschaft nun wieder aufwecken: „Es geht darum, dass alle Bock haben, zu kämpfen. Die Zuschauer sollen gerne wieder auf die Anlage kommen und.“ Als Schlüssel sieht er Disziplin, klare Führungsstrukturen und den Teamgeist.

Der neue Coach kennt die Liga zwar noch nicht im Detail, weiß aber um die Schwere der ersten Aufgabe: Mit dem SVB kommt ein physisch starker und eingespielter Gegner. „Es wird ein intensives Spiel, sie werden sicherlich auch Rot-Weiß Oberhausen schon im Hinterkopf haben“, hofft El Mimouni, dessen Ziel klar formuliert ist. „Wir wollen unter die ersten Zehn und hier wieder etwas aufbauen. Wir haben eines der besten Trainingsgelände am Niederrhein. Jetzt liegt es an uns, daraus etwas zu machen, sagt El Mimouni.