FC Östringen II - VfB Bretten II 2:2 (1:1)
Beim Kampf gegen den Abstieg zwei weitere Punkte verschenkt
Nur wenige treue Zuschauer wollten sich zur ungewohnten Zeit am Samstagnachmittag die Begegnung zweier Reserveteams der Kreisliga Bruchsal anschauen.
Während auf der Auswechselbank des VfB Bretten sieben Ergänzungsspieler auf der Bank Platz nahmen, signalisierten derer vier inkl. Spielertrainer Antoni Sallustio die kritische Situation im finalen Endspurt, die Ligazugehörigkeit zu halten.
Nach einer viertelstündigen Abtastphase führte ein weiter Abschlag von Patrik Göbel zu Philipp Leimenstoll, der seine Bewacher abschüttelte und den herauseilenden Brettener Torhüter in der 19. Minute mit einem sehenswerten Lupfer zur 1:0 Führung überwand.
Eine halbe Stunde später konnte sich Marius Bentheimer auf der linken Seite absetzen. Seine Flanke erreichte den freistehenden Leimenstoll, dessen Schuss zu hoch angesetzt, über das Torgebälk strich.
Eine Minute später lief über die rechte Seite ein Angriff des VfB Bretten, bei dem für den schon geschlagenen Östringer Keeper Maximilan Hohlweck der linke Torpfosten rettete.
Zehn Minuten vor Halbzeitpfiff des Spielleiters Uwe Kemm, dessen teils sehr junge Linienrichter immer wieder große Schwierigkeiten hatten, die Abseitsregel richtig auszulegen, konnte man eine Aktion des TW Hohlweck nur als Foul werten. Den fälligen Strafstoß verwandelte Maximilan Köhler unhaltbar zum 1:1 Halbzeitstand.
Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte Östringen eine Riesenmöglichkeit durch Benjamin Sailer, dessen Schuss Brettens Schlussmann nur nach vorne abwehren konnte. Den Abpraller zur 2:1 Führung nahm der Schiedsrichter zum Entsetzen des vermeintlichen Kopfballschützen Leimenstoll wegen einer Abseitsstellung zurück.
In der 48. Minute konnte sich Sydney Wystrach auf der linken Seite durchsetzen und auf Leimenstoll auflegen, doch er hatte wiederum Pech, als er den Ball knapp am rechten Pfosten vorbeidrückte.
In der 68. Minute führte die im Spiel schönste Kombination zur ersehnten 2:1 Führung. Julian Just, der in der 54. für den verletzten Arne Jung eingewechselt wurde, gab dem Spiel neue Impulse. Sein Zuspiel, nach einem im Mittelfeld gewonnenen Zweikampf, leitete Bentheimer nach rechts auf Leimenstoll weiter, der das Spielgerät am langen Eck nur noch einschieben musste.
Drei Minuten später war die umjubelte Führung wieder dahin, denn nach mehrfacher Abwehr der Brettener Schussversuche überraschte Köhler erneut Hohlweck dieses Mal in der kurzen Ecke.
Drei Minuten vor Spielende wurde Kapitän Tim Koch im Strafraum bei einem Abwehrversuch des Brettener Torwarts mit der Faust im Gesicht getroffen. Trotz klarer Sicht auf das Spielgeschehen blieb unerklärlicherweise der Elfmeterpfiff des 23. Mannes aus.
Im Gegenzug fiel dann fast noch der Führungstreffer für die Melanchthonstädter , als eine weite Flanke von rechts nur knapp am langen Eck verpasst wurde. Zumindest wiederholte sich das Trauma aus dem letzten Auwärtsspiel in Neuthard nicht, als man schon einen schon sicher geglaubten Punkt herschenkte
(R.J./E.O.)