
Die SG Mehr-Niel/Wyler-Zyfflich befindet sich wie alle anderen Teams im Kreis Kleve in der Sommerpause. Aber auch bei der Spielgemeinschaft aus Kranenburg läuft die Vorbereitung auf die neue Saison in der Kreisliga C auf Hochtouren. Kurz vor dem Trainingsstart hat der Verein einen neuen Trainer verpflichtet. Und der neue Mann kennt den C-Liga-Fußball ganz genau.
Rolf Eschenbrücher hat nun das Sagen. Er ist Nachfolger des zum Saisonende ausgeschiedenen Spielertrainers Hubert Vos. Eschenbrücher wechselte vom Ligarivalen SV Schottheide-Frasselt an den Mehrer Feldweg. Er wurde in Schottheide von Jo Voß, dem Ex-Trainer der SGE Bedburg-Hau, beerbt. Vor einigen Jahren coachte Rolf Eschenbrücher die zweite Mannschaft des SV Nütterden. „Das kam jetzt sehr kurzfristig, denn vor etwa zwei Wochen erhielt ich den Anruf aus Mehr, ob ich nicht neuer Trainer dort werden könnte. Ich hatte mir nach dem Abschied aus Schottheide eigentlich private Sachen vorgenommen, wie zum Beispiel am meinen Oldtimerauto herumzuschrauben. Aber ganz ohne Fußball geht es nicht“, sagt Rolf Eschenbrücher, der beruflichals Polizeibeamter unterwegs ist. „So habe ich dann zugesagt und freue mich auf die neue Aufgabe.
Nicht nur auf der Trainerbank hat es Änderungen gegeben. Viele wichtige Leistungsträger haben die SG verlassen – wie Kevin Adomeit (SSV Reichswalde), Jude Zoum (1. FC Kleve II), Adil Mednouni, Justin Häusler und Torjäger André Ketelaer, der 112 Treffer in den vergangenen vier Spielzeiten erzielt hat. Mednouni, Häusler und Ketelaer haben sich dem B-Ligisten SV Rheinwacht Erfgen angeschlossen, bei dem der ehemalige Trainer der Vereinigten, Peter Fehlemann, nun das Kommando übernommen hat.
In der abgelaufenen Spielzeit erreichte die SG Mehr-Niel/Wyler-Zyfflich in der Gruppe eins mit 53 Punkten, aber weit abgeschlagen hinter dem Führungstrio, den vierten Tabellenplatz. Der Verein wird in der neuen Saison nur noch eine Mannschaft für den Spielbetrieb melden. Das zweite Team, das als Neuner-Mannschaft jahrelang aktiv war, wird zurückgezogen. So hat Rolf Eschenbrücher einen großen Kader von etwa 25 Spielern zur Verfügung.
„Wir wollen daraus jetzt eine vernünftige Mannschaft formen. Uns sind ja auch über 60 Treffer weggebrochen, die die drei Akteure, die nach Erfgen gewechselt sind, erzielt haben. Das wird schon eine interessante Herausforderung“, sagt Eschenbrücher.
Die SG Mehr-Niel/Wyler- Zyfflich, die schon zum „Inventar“ der Kreisliga C gehört, zählte in den vergangenen Spielzeiten immer zum erweiterten Favoritenkreis auf die Meisterschaft. Aber zumeist hatte mindestens ein anderes Team die Nase vorn. „Wir geben als Saisonziel aus, dass wir auf Augenhöhe mit den Spitzenteams konkurrieren wollen. Meine Titelfavoriten sind mein ehemaliger Klub SV Schottheide-Frasselt, der einestarke Mannschaft auf die Beine gestellt hat, die SV Bedburg-Hau II sowie mit Abstrichen der B-Liga-Absteiger DJK Rhenania Kleve“, sagt Eschenbrücher, der bislang mit der Trainingsbeteiligung sehr zufrieden ist.