
Im Nachholspiel des 17. Spieltages der NOFV Oberliga Nord empfängt der FSV Optik Rathenow am morgigen Mittwochabend den offensivstarken SV Sparta Lichtenberg. Nach fünf Spielen ohne Sieg und nur einem Punkt in der Rückrunde braucht Optik dringend ein Erfolgserlebnis, um die gefährliche Nähe zu den Abstiegsrängen zu verlassen. Sparta reist mit reichlich Torpower an, offenbart aber über die Saison hinweg auch Defensivschwächen. Eine Chance, die Rathenow nutzen will.
Offensive Sorgen und ein Jubiläum
Die Realität für den FSV Optik Rathenow ist klar: Die Rückrunde läuft bislang enttäuschend. Rathenow steht in der zweiten Saisonhälfte noch ohne Sieg da und hat erst einen Punkt geholt. Seit fünf Spielen wartet das Team von Ingo Kahlisch auf einen Dreier, die Abstiegszone rückt dabei unaufhaltsam näher. Immerhin gelang beim jüngsten 1:2 bei F.C. Hansa Rostock II ein Treffer, nachdem Optik in den beiden Partien zuvor ohne eigenes Tor geblieben war.
Die Offensive des FSV Optik Rathenow ist in dieser Saison weiterhin die schwächste der Liga, nach 19 Spielen stehen lediglich 25 erzielte Tore zu Buche. Das Tor von Yohji Irvan Koré zum 1:2 in der 84. Minute war spät, aber ein wichtiges Signal dafür, dass Rathenow offensiv noch Lebenszeichen senden kann.
Inmitten der sportlich schwierigen Lage gab es dennoch einen besonderen Moment: Yunus Solak bestritt in Rostock sein 50. Pflichtspiel für Optik.
Sparta kommt mit Torpower – und wackelnder Defensive
Der SV Sparta Lichtenberg reist mit beeindruckender Offensivform nach Rathenow. In der Rückrunde erzielte Sparta in vier Spielen zwölf Tore und unterstreicht damit seine gefährliche Wucht nach vorne. Insgesamt hat Sparta in 20 Saisonspielen 49 Tore geschossen, kassierte aber auch 50 Gegentreffer. Ein klarer Hinweis darauf, dass die Defensive der Lichtenberger verwundbar ist.
Um den Gästen morgen gefährlich werden zu können, muss Optik jedoch unbedingt verhindern, ähnlich früh in Rückstand zu geraten wie am Vergangenen Sonntag. Bereits nach neun Minuten musste man den ersten Treffer Bennet Peters hinnehmen und fand sich erneut mit dem Rücken zur Wand.
Erinnerungen ans Hinspiel und die Chance zur Revanche
Das Hinspiel war aus Rathenower Sicht ein bitterer Nachmittag. Der SV Sparta Lichtenberg dominierte zu Hause und gewann mit 4:0, die Tore erzielten Etienne Nikol, Dominic Schmüser, Daniel Hänsch und Nikolas Meyer. Für den FSV Optik Rathenow war es eines der deutlicheren Resultate der Saison und gleichzeitig eine Mahnung, wie gnadenlos Sparta seine Chancen verwerten kann.
Noch ist das rettende Ufer aber in absoluter Schlagdistanz, Dynamo Schwerin (22 Punkte), Berliner AK (23 Punkte) und TeBe Berlin (ebenfalls 23 Punkte) könnten mit einem Sieg allesamt überholt werden. Umso größer ist nun der Wille, im heimischen Stadion eine Reaktion zu zeigen, den Negativlauf von fünf sieglosen Spielen zu beenden und mit drei Punkten im Gepäck bis auf Platz 11 zu springen.