
Mit einem hart erarbeiteten 2:1-Auswärtssieg beim 1. FC Union Berlin hat der VfL Wolfsburg seine lange Durststrecke beendet. In der Alten Försterei überzeugten die Niedersachsen vor allem durch Effizienz und defensive Stabilität – und verschafften sich im Tabellenkeller wieder Luft.
Die Mannschaft von Dieter Hecking erwischte einen idealen Start und ging früh durch einen Distanzschuss von Patrick Wimmer in Führung. Auch im weiteren Verlauf zeigte sich Wolfsburg abgeklärt: Trotz zwischenzeitlicher Druckphasen der Gastgeber verteidigten die Gäste diszipliniert und nahmen die knappe Führung mit in die Pause.
Kurz nach Wiederanpfiff folgte der nächste Wirkungstreffer. Dzenan Pejcinovic erhöhte ebenfalls aus der Distanz – ein Doppelschlag, der sinnbildlich für die Effizienz der Wölfe an diesem Tag stand. Zwei Weitschusstore in einer Partie sind für Wolfsburg eine Seltenheit, zuletzt gelang dies vor rund zwei Jahren.
Im zweiten Durchgang zog sich Wolfsburg zunehmend zurück und überließ Union mehr Spielanteile. Die Berliner drängten vor allem über Flanken und Standards, scheiterten jedoch immer wieder am glänzend aufgelegten Kamil Grabara. Der VfL-Keeper avancierte mit mehreren starken Paraden zum entscheidenden Rückhalt und wurde später von den Fans folgerichtig zum Spieler des Spiels gewählt.
Der späte Anschlusstreffer durch Oliver Burke sorgte zwar für eine hektische Schlussphase, änderte jedoch nichts am Ausgang der Partie. Wolfsburg verteidigte leidenschaftlich und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.
Neben dem sportlichen Erfolg sorgte ein Jubiläum für besondere Aufmerksamkeit: Maximilian Arnold absolvierte seinen 400. Bundesligaeinsatz – alle im Trikot der Wolfsburger. Eine außergewöhnliche Konstanz, die ihn in einen exklusiven Kreis von Spielern einreiht, die diese Marke für nur einen Verein erreicht haben.
Der Erfolg beendet nicht nur eine Serie von zwölf sieglosen Spielen, sondern könnte auch eine psychologische Wende einleiten. Wolfsburg verkürzt den Abstand auf den Relegationsplatz und sendet ein wichtiges Signal im Saisonendspurt: Die Mannschaft lebt – und ist im Kampf um den Klassenerhalt wieder voll dabei.