
Während die Gastgeber mit einem Dreier bis auf den direkten Konkurrenten hätten aufschließen können, bot sich Schalkau die Chance, sich mit einem Auswärtssieg etwas Luft im engen Kreis der Abstiegskandidaten zu verschaffen.
Nach dem Seitenwechsel war den Hausherren immerhin anzumerken, dass sie sich nicht kampflos ergeben wollten. Mit mehr Aggressivität in den Zweikämpfen gestalteten sie die Partie phasenweise ausgeglichener. Stefan Wacker hatte mit einem gehaltenen Abschluss sogar eine gute Möglichkeit, während auf der Gegenseite Marvin Jakob einen Rückpass über das Tor jagte. Doch mit dem fünften Gegentreffer war auch der letzte Widerstand gebrochen. Und erneut hieß der Hauptdarsteller: Jannik Träger. Nachdem Robin Waches Abschluss noch pariert worden war, stand der Schalkauer goldrichtig und staubte zum 0:5 ab. Eine längere Eckballserie der Blau-Weißen blieb zwar ohne Ertrag, doch wenig später erhöhte Marvin Jakob nach dem nächsten Geschenk der Heimelf – ein abgewehrter Kopfball landete direkt vor seinen Füßen – auf 0:6. Dass Philipp Lehr anschließend sogar noch einen an Träger verursachten Foulstrafstoß vergab, fiel da kaum noch ins Gewicht. In der Schlussphase schnupperten die Gastgeber zumindest noch am Ehrentreffer. Doch auch dabei fehlte das nötige Glück: Zunächst rettete Henrik Vogel stark nach einem Heber von Maik Bielawny auf das verlassene Tor, anschließend scheiterte Sebastian Kraft mit einem Abschluss an der Latte.
Fazit: Schalkau landet einen enorm wichtigen Auswärtssieg im Abstiegskampf und setzt mit dem klaren Erfolg ein deutliches Lebenszeichen. Mann des Tages war ohne Frage Jannik Träger, der die völlig überforderte Heim-Defensive mit mehreren Torbeteiligungen im Alleingang auseinander nahm. Für die Gastgeber wird die Luft im Tabellenkeller dagegen immer dünner.