
Am Samstag, 10. Januar 2026, richtet sich der Blick der regionalen Fußballszene nach Beelitz. In der Sporthalle der Diesterweg-Grundschule wird das 28. Beelitzer Hallenmasters ausgetragen – ein Turnier, das seit fast drei Jahrzehnten für Kontinuität, Wettbewerb und emotionale Höhepunkte steht. Zehn Mannschaften, ein klar strukturierter Modus und die lange Ehrentafel der Sieger bilden den Rahmen für einen Hallentag, der sportliche Spannung bis in den späten Abend verspricht.
Ein Turnier mit gewachsener Geschichte
Das Beelitzer Hallenmasters ist weit mehr als ein gewöhnliches Vorbereitungsturnier. Seit 1997 werden hier Hallensieger ermittelt, und die Liste der bisherigen Gewinner liest sich wie ein Spiegel regionaler Fußballgeschichte. Vereine wie die SG Blau-Weiß Beelitz, der FSV Babelsberg, ESV Lok Seddin oder Fortuna Babelsberg haben dem Turnier über Jahre hinweg ihren Stempel aufgedrückt. Allein die SG Blau-Weiß Beelitz taucht mehrfach auf der Ehrentafel auf und unterstreicht damit die enge Verbindung zwischen Gastgeber und Turniertradition.
Der sportliche Rahmen in Beelitz
Austragungsort ist die Sporthalle der Diesterweg-Grundschule in Beelitz. Dort wird mit zehn Minuten Spielzeit pro Partie ein kompakter, intensiver Hallenfußball geboten, der kaum Raum für taktisches Abtasten lässt. Jede Aktion zählt, jeder Fehler wirkt unmittelbar. Genau diese Bedingungen haben das Hallenmasters über Jahre hinweg zu einem Prüfstein für Konzentration, Effizienz und Nervenstärke gemacht.
Zwei Gruppen als Fundament
Das Turnier beginnt mit zwei Vorrundengruppen zu je fünf Mannschaften. In der Gruppe A treffen der KFV Wittbrietzen, die SG Blau-Weiß Beelitz, der FC Blau-Weiß Stücken 1979, der FSV Babelsberg 74 II und die SG 1910 Woltersdorf aufeinander. Die Gruppe B ist mit dem Borkheider SV 1990, dem ESV Lok Seddin, der SG Blau-Weiß Altes Lager sowie zwei Mannschaften der SG Blau-Weiß Beelitz besetzt. Gespielt wird im Modus „Jeder gegen jeden“, wodurch jede Mannschaft vier Vorrundenspiele bestreitet.
Der Weg in die Finalrunde
Die beiden bestplatzierten Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für das Halbfinale und kämpfen anschließend um die Plätze eins bis vier. Ab diesem Zeitpunkt gilt das klassische K.-o.-Prinzip: Verlieren ist gleichbedeutend mit dem Abschied vom Titelrennen. Die restlichen Mannschaften bleiben dennoch im Wettbewerb und spielen gegen die gleichplatzierten Teams der anderen Gruppe die Plätze fünf bis zehn aus. Dadurch bleibt der sportliche Wert jeder Platzierung erhalten.
Entscheidungen vom Punkt
Ein zentrales Element des Beelitzer Hallenmasters ist das Neunmeterschießen. Enden Halbfinals, das Spiel um Platz drei oder das Finale nach regulärer Spielzeit unentschieden, entscheidet der Punkt. Auch einige Platzierungsspiele werden auf diese Weise entschieden. Diese Regel verleiht dem Turnier eine zusätzliche emotionale Schärfe, denn zwischen Weiterkommen und Ausscheiden liegen oft nur wenige präzise Abschlüsse.
Individuelle Auszeichnungen mit Gewicht
Neben dem Mannschaftserfolg stehen auch individuelle Leistungen im Fokus. Ausgezeichnet werden der beste Torschütze, der beste Spieler und der beste Torwart des Turniers. Diese Ehrungen haben beim Beelitzer Hallenmasters traditionell einen hohen Stellenwert, weil sie nicht nur Zahlen, sondern Einfluss und Präsenz auf dem Spielfeld würdigen.
Ein Abend mit klarer Dramaturgie
Der Spielplan führt vom frühen Abend bis zum Finale in dichter Abfolge durch den Turniertag. Nach einer intensiven Vorrunde verdichtet sich der Wettbewerb in den Halbfinals, ehe Platzierungsspiele und das Endspiel den sportlichen Schlusspunkt setzen. Gerade diese Dramaturgie sorgt dafür, dass die Spannung nicht abflacht, sondern mit jedem Spiel zunimmt.
Tradition als Verpflichtung
Das Beelitzer Hallenmasters lebt von seiner Vergangenheit, aber es ruht sich nicht auf ihr aus. Jeder neue Turniertag schreibt die Geschichte fort, fügt Namen hinzu und schafft neue Erinnerungen. Für die teilnehmenden Mannschaften bedeutet das: Wer in Beelitz gewinnt, reiht sich ein in eine lange Folge von Siegern – und wer scheitert, weiß, wie schmal der Grat in dieser Halle ist.
Ein Turnier mit regionaler Strahlkraft
Mit seinem klaren Modus, der starken Einbindung des Gastgebers und der gewachsenen Historie ist das 28. Beelitzer Hallenmasters ein Fixpunkt im winterlichen Fußballkalender. Es verbindet sportlichen Ehrgeiz mit Tradition und schafft einen Rahmen, in dem Hallenfußball seine ganze Intensität entfalten kann. Wenn am Ende der Sieger feststeht, wird Beelitz einmal mehr gezeigt haben, warum dieses Turnier seit Jahrzehnten Bestand hat.