
Deutlich mehr Blicke als üblich, richten sich am Samstag auf das Isar-Loisach-Stadion. Weniger wegen des vorletzten Heimspiels des BCF Wolfratshausen im höherklassigen Fußball. Vielmehr haben die jüngsten Entwicklungen rund um den früheren Bayernligisten ein hohes Interesse und in gewisser Weise auch eine Erwartungshaltung . Ehe es aber abends zu der Jahresversammlung und den mit Spannung erwarteten Neuwahlen der Abteilung kommt, ist für die Fußballer die Pflicht auf dem Platz zu erledigen. Gegner ist der SV Raisting, der unbedingt einen weiteren Sieg benötigt, um sich die Bezirksliga-Abstiegszone mit den vier Relegationsplätzen vom Leib zu halten.
Über allem aber steht die Versammlung. Entsprechend nervös war Lulzim Kuqi bereits am Freitag. Wird er der neue Chef der Farcheter Fußballer? Kann gut sein. Den beim „ausnahmslos positiven Feedback“, das der BCF-Trainer auf die Berichterstattung vom Donnerstag erhielt, war seinen Aussagen nach auch Zustimmung von Amtsinhaber Helmut Forster dabei. Währenddessen griff Kuqi der kommenden Saison bereits vor. Zwar ist noch kein neuer Übungsleiter fixiert; einige Probespieler (dem Vernehmen nach mitunter aus höheren Spielklassen) lud der 45-Jährige aber dennoch schon mal ein. „Sonst haben wir nicht mehr die Gelegenheit dazu“, sagt der Coach mit Blick auf die bevorstehende Sommerpause.
Die Probanden dürfen freilich gegen den SVR nicht mitmachen. Gleichwohl erhofft sich Kuqi eine Synergiewirkung. Mit 20 Spielern höherer Güte trainieren zu können, soll sein Signal an die bestehende Elf aussenden, was theoretisch möglich wäre. Gegen Raisting geht es allein um die Praxis: „Wir wollen punkten“, stellt der Coach klar. Eigentlich hatte er gehofft, die Elf von Hannes Franz wäre bereits in einem sicheren Hafen eingelaufen. Nach dem 0:0 beim SV Bad Heilbrunn ist aber noch Bedarf da. „Ich weiß nicht, ob das ein Vorteil für uns ist“, unkt Kuqi. Die Aufstellung orientiert sich an jener der Vorwoche. Daniel Sangermano laborierte unter der Woche an einer Erkältung; hinzu stoßen dagegen die Abwehrspieler Nicolas Onyia und Hatmi Berisha.