
Auch im vierten Anlauf nach der Winterpause bleibt der BCF Wolfratshausen ohne Punktgewinn. Fast schon erwartbar fiel die Niederlage beim MTV 1879 München mit 0:5 auch wieder deftig aus. Erschreckend zu beobachten war lediglich, wie die Farcheter einen lange Zeit ideenlosen Gegner mit unkonventionellen Mitteln ins Laufen brachten.
Knapp eine halbe Stunde wehrten sich die Gäste mit ihren bescheidenen personellen Mitteln auf beeindruckende Weise. „Bis zum 0:1 waren wir auf Augenhöhe“, urteilt Trainer Lulzim Kuqi. Dann aber folgten lustige Fehler in kurzer Abfolge. Bei einem Zusammenprall von Dominik Zaczyk und Leon Remmelberger blieben beide Akteure mit Schmerzen am Boden liegen. Der MTV spielte weiter, zog in Person von Philipp Skodic in den Strafraum und kam durch eine Ungeschicklichkeit von Nicholas Onyia zum Strafstoß. „Er muss nur mitgehen und den Gegenspieler zustellen“, ärgert sich Kuqi über den überzogenen Aktionismus seines Innenverteidigers.
Vor dem 0:2 führte der BCF einen Freistoß nahe der Mittellinie aus. Als der Ball wie ein Bumerang zurückkam, lief nach leicht verunglücktem Kopfball von Zackzyk MTV-Spielertrainer Alex Kaltner plötzlich alleine auf das Wolfratshauser Tor zu. Ursprünglich waren drei Mann als Absicherung vorgesehen. Doch was blieb, war einzig Armin Kuqi und dessen Geschwindigkeitsdefizit gegen Kaltner.
Kurz nach der Pause fiel das 0:3, weil sich nach einer Flanke aus dem Halbfeld partout niemand für Francisco Afonso zuständig fühlte. „Keiner hatte ihn auf dem Schirm“, monierte Kuqi. Damit war einmal mehr eine Niederlage besiegelt. Insoweit schade, als die Flößerstädter vor den Gegentoren zwei gute Möglichkeiten durch Daniel Sangermano und Beni Kuqi hatten. Hintenraus nutzten die Münchner dann zwei Gegenstöße, um das Resultat noch nach oben zu schrauben. „Darauf haben sie spekuliert, weil wir weiter versucht haben, nach vorn zu spielen“, erläutert der Coach. Trotz des klaren Ergebnisses war die Farcheter Rumpftruppe zeitweise annähernd auf Höhe des Geschehens. Sah auch Kuqi so: „Bitter, da wäre heute mehr drin gewesen.“