
Zum Abschluss des 22. Spieltags tritt Bayer Leverkusen im Montagsspiel (18 Uhr/Sport1) im Volksparkstadion beim Hamburger SV an. Da verwunderte der Gruß etwas, den Valentina Mädl, Katharina Piljic und Julia Mickenhagen nach dem 1:0 gegen Jena in die Hansestadt schickten. „Bis bald, Pauli“, lautete er. Aber keine Sorge: Den drei Leverkusenerinnen ist sehr wohl bewusst, welchem Hamburger Verein sie gegenüberstehen werden. Mit „Pauli“ meinten sie die ursprüngliche Teamkollegin Paulina Bartz.
Die Junioren-Nationalspielerin wechselte im Winter leihweise bis Saisonende zum HSV. Dort kommt sie trotz ihres pikanten Spitznamens bestens zurecht, erhält viel Spielzeit und hat unlängst ihren ersten Treffer erzielt. Trotz längerem Vertrag unterm Bayer-Kreuz, vielfältiger freundschaftlicher Bande und großer Wiedersehensfreude dürfen die Leverkusenerinnen am Montag naturgemäß nicht auf Zurückhaltung ihrer Leihgabe hoffen. „Wir wollen gewinnen. Auf dem Platz gibt es dann keine Freundschaften mehr“, kündigt sie an.
Für das dritte Aufeinandertreffen nach dem knappen Erfolg im Hinspiel und dem ärgerlichen Ausscheiden im Pokal erwartet Bayer-Coach Roberto Pätzold einmal mehr „ein umkämpftes Spiel, in dem uns nichts geschenkt wird“. Um nach Frankfurts Sieg in Köln die Restchance auf Platz 3 zu wahren, ist ein Sieg dringend nötig – und fest eingeplant. „Das wird ein hartes Stück Arbeit, aber unser Anspruch, gewinnen zu wollen, ist klar“, betont der Übungsleiter.
Er kann in Hamburg wieder auf Loreen Bender setzen. Das Mittelfeld-Talent kehrt nach Gelbsperre zurück in den Kader. Noch fraglich ist, ob die Chinesin Shen Menglu und die Französin Juliette Vidal (beide zuletzt mit muskulären Problemen) zur Verfügung stehen. Sicher fehlen werden Caroline Kehrer (Meniskus-Operation), Amy Wrigge (Kreuzbandriss) und die beiden Torhüterinnen Friederike Repohl (Innenband-Teilriss) und Charlotte Voll (Aufbautraining).