
Jetzt braucht es das Wunder von Gebensbach. Geplant ist die Rettung der SpVgg Unterhaching II erst einmal als Spielfilm in Überlänge. Der Noch-Fußball-Bayernligist braucht im letzten Relegationsspiel bei der DJK Gebenbach nach der 0:2-Heimniederlage einen Sieg mit zwei Toren Unterschied, um sich in die Verlängerung zu retten.
„Wir haben immer noch eine Chance, auch wenn sie klein ist“, sagt der Hachinger Trainer Marc Endres. Für sein junges Team gibt es schon kleine Hoffnungsschimmer. Es sollte Mut machen, dass sie im ersten Duell spielerische Vorteile hatte und auch Monsterchancen. Die wird sie auch im zweiten Spiel bekommen. Gebenbach hat auch in der ersten Relegationsrunde zu Hause verloren, wobei den Oberpfälzern ein neuerliches 1:2 wie gegen Ammerthal reichen würde.
Marc Endres gibt seinen Jungs mit auf den Weg, dass man Geduld haben muss. „Wir müssen die Null halten“, formuliert er das erste Ziel. Und dann möglichst ein Tor erzielen: „Wenn wir in Führung gehen, dann wird das Spiel für den Gegner richtig eklig.“ Dieses 1:0 reiche auch zur Not in der 85. Minute. Der Matchplan zielt klar darauf ab, mit zwei Toren Unterschied zu gewinnen und die Verlängerung zu erreichen.
Dann wird die Relegation zum Drama-Spielfilm mit Überlänge, den die Hachinger im Hinterkopf haben. In einer Verlängerung könnten sie gegen die ältere, aber eben erfahrene Mannschaft Vorteile haben. Das junge Hachinger Team arbeitet unter Profibedingungen und daraus Kapital schlagen. Es ist davon auszugehen, dass die SpVgg vor einer Riesenkulisse viel Ballbesitz haben wird und dann gilt es, kühlen Kopf zu bewahren und den Gegner ein Stück weit totzulaufen.
Personell wird sich nichts ändern. Marc Endres macht deutlich, dass er in Gebenbach genau auf den gleichen Kader setzt wie im Hinspiel. Bis zur letzten Minute arbeitet man mit dem eigenen Jugend-forscht-Kader und verzichtet komplett auf Retter aus der Ersten Mannschaft. (nb)
SpVgg Unterhaching II: Martini, Böhnke, Martens, Schneider (Zimmerer), Zimmermann, Erlmann, Lautenbacher, Leitl, Markulin, Dorfner (Hannemann), Girtler.