Intensive Zweikämpfe, wie hier in der Begegnung zwischen dem SV Neubäu und der DJK Arnschwang wird es wohl so schnell nicht geben.
Intensive Zweikämpfe, wie hier in der Begegnung zwischen dem SV Neubäu und der DJK Arnschwang wird es wohl so schnell nicht geben. – Foto: Simon Tschannerl

Lockerungen nicht für Cham

Die Fußballer dürfen erst ab einer Inzidenz von 50 und weniger in Gruppen wieder trainieren. Das scheint in naher Zukunft gerade für Cham mehr als unrealistisch zu sein.

Der ganze Amateursport schaute am Mittwoch gebannt nach Berlin, denn dort wurde in der Bund-Länder-Konferenz über Lockerungen auch im Breitensport gesprochen bzw. ein Stufenplan erarbeitet. Noch nie mussten die Fußballer so lange ohne ihren Sport auskommen und Besserung scheint fast nicht in Sicht zu sein.

Vom Bayerischen Fußballverband wurde in den letzten Wochen vehement darauf gedrängt, den Fußballern Perspektiven zu bieten. Die Politik wurde aufgefordert, Stufenpläne vorzulegen, um wieder auf den Platz zurückkehren zu können. Diese sind nun da, dürften aber gleichzeitig bei vielen große Ernüchterung ausgelöst haben. Denn gerade im Kreis Cham, wo die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch auf 156,3 kletterte ist man weit weg von der magischen 50-er Inzidenzmarke, die als Richtwert für diese Lockerungen gilt.

Denn mit diesem Stand der Infektionen liegt der Landkreis mittlerweile auf Platz 17 in der gesamten Bundesrepublik. Lockerungen, die sich an die Fußballer richten, sind nur für diejenigen Regionen und Bundesländer angedacht, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz auf unter 50 fällt. Dann soll Sport im Außenbereich mit bis zu zehn Personen wieder möglich sein. Sollte der Inzidenzwert auch während der anschließenden 14 Tagen unter 50 liegen, erst dann wird Kontaktsport im Außenbereich wieder erlaubt sein. Und erst dann könnte also wieder ein geregeltes Mannschaftstraining stattfinden.

Allerdings kann man im Landkreis Cham aktuell von solchen Zahlen gegenwärtig nur träumen. Und erst in dieser Woche wurde allen vor Augen geführt, wie schnell das Virus selbst eine Profimannschaft lahmlegen kann. Dies alles gibt nicht gerade Grund zum Optimismus. Auch vonseiten des Verbandes, der immer vehement auf diese Lockerungen gedrängt hatte, ist es aktuell still geworden - wohl wissend, dass je länger die Unterbrechung anhält, es schier unmöglich sein dürfte, in der verbleibenden Zeit teilweise noch acht Ligaspiele (Landesliga, 1. FC Bad Kötzting) durchzubringen. Da wäre es für die Verbandsoberen schon bald eine Überlegung wert, einen Abbruch ins Auge zu fassen. Doch erst kürzlich vermeldete der BFV, dass man sich mit den Relegationsmodalitäten beschäftigt.

Aufrufe: 4.3.2021, 04:52 Uhr
Thomas MühlbauerAutor

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