2026-01-09T09:36:09.492Z

Transfers
Geht von der Bayernliga in die Kreisklasse: Enrico Sommer.
Geht von der Bayernliga in die Kreisklasse: Enrico Sommer. – Foto: Charly Becherer

Bayernliga-Keeper Sommer wird Spielertrainer in Aufhausen

Enrico Sommer wird nächste Saison erstmals eine Herrenmannschaft coachen – Sein Vorgänger Roland Nothhaft bleibt dem Verein erhalten

Von der Bayernliga Nord in die Regensburger Kreisklasse – diesen zunächst ungewöhnlich wirkenden Wechsel vollzieht Enrico Sommer. Der mittlerweile 34 Jahre alte Torhüter verlässt den SV Fortuna Regensburg und schließt sich als Spielertrainer dem heimischen TSV Aufhausen (Kreisklasse 1) an. Es gibt gute Gründe für den Schritt.

In Aufhausen tritt Sommer die Nachfolge von Roland Nothhaft an. Der 61-Jährige war im vergangenen August nach dem Rücktritt von Philipp Jann kurzfristig in die Bresche gesprungen. Ursprünglich wollte er nur bis zur Winterpause aushelfen. „Glücklicherweise sagte er schließlich bis zum Saisonende zu. Roland will nun nicht mehr als Haupttrainer fungieren, bleibt uns aber als zweiter Co-Trainer erhalten“, schildert TSV-Vorsitzender Rudi Arnold. Die Personalie Enrico Sommer als neuer hauptverantwortlicher Spielertrainer ist schon länger fix. Warum er der passende Mann ist? „Weil es menschlich sehr gut passt. Er ist ein super Typ und bringt uns durch seine – auch höherklassige – Erfahrung weiter. Außerdem wohnt er mit seiner Lebensgefährtin in Aufhausen, die Wege sind also kurz“, antwortet Arnold, der aktuell noch nach einem spielenden Co-Trainer Ausschau hält.

Enrico Sommer war einst Junioren-Bundesligaspieler des SSV Jahn und machte bei den Regensburgern auch seine ersten Gehversuche im Herrenbereich. Anschließend zog es den Keeper für mehrere Jahre zum TV Oberndorf, mit dem er von der Kreisklasse bis in die Bezirksliga aufstieg. Im Jahr 2016 folgte schließlich der Wechsel in die Landesliga zur Fortuna Regensburg, der er jetzt nach neun Jahren Lebewohl sagt.

„Natürlich verlasse ich Fortuna mit einem lachenden und weinenden Auge. Ich hatte bei Fortuna eine Riesen-Zeit“, sagt Sommer, in dessen Vita 140 Landesliga- und vier Bayernligaspiele stehen. Seine Beweggründe für die Zusage beim TSV Aufhausen skizziert er so: „Mein Körper spielt nicht mehr ganz so mit, mit bald 35 Jahren hat man seine Wehwehchen. Daher habe ich gesagt, dass ich ein wenig runterschraube. In der Kreisklasse ist das Pensum natürlich nicht so hoch wie in der Bayernliga. Zweiter Grund: Ich wohne in Aufhausen, habe ein kleines Kind. Durch den Wechsel bin ich einfach heimatnäher, bin öfter daheim und sehe mein Kind öfter. Der Wechsel war sicherlich zu 70 Prozent familiär bedingt. Was auch eine Rolle spielt ist, dass ich eigentlich schon immer ins Trainergeschäft reinschnuppern wollte. Ohne Fußball kann ich einfach auch nicht leben – so ist es halt, wenn man seit seinem dritten Lebensjahr Fußball spielt. In Aufhausen sehe ich die Chance, heimatnah einen guten Trainereinstieg zu finden“, führt Sommer aus. Erste Trainererfahrungen sammelte er früher als Jugendtrainer bei der JFG Donautal Bad Abbach sowie bei der Oberndorfer Frauenmannschaft. Sommer ist froh, dass im Aufhausener Spielerkader seit Jahren Konstanz herrscht. Grundsätzliche will er beim Kreisklassisten „etwas voranbringen und über die Jahre hinweg etwas Stabiles aufbauen, um so nicht immer schauen zu müssen, nicht abzusteigen“.

Aufrufe: 020.5.2025, 12:30 Uhr
Florian WürtheleAutor