
Die Top-Teams 1860 München II und Erlbach lassen im Titelrennen federn, aus unterschiedlichen Gründen, wie Felix Hirschnagl und Lukas Lechner erklären. Kirchanschöring belohnt sich für eine Energieleistung gegen den TSV Grünwald, die sich um eine starke erste Halbzeit bringen. Landsberg stoppt mit Berwein und Stroh-Engel den Negativtrend. SVH-Coach Langer hadert mit der zweiten Halbzeit. Die Stimmen zum 30. Spieltag der Bayernliga Süd.
Lukas Lechner, Trainer des SV Erlbach: »Eine bittere Niederlage heute! Wir fanden gut ins Spiel und gehen in dieser Phase durch ein wunderschönes Tor von Hager Sebastian in Führung. Dann bekommen wir nach einem unberechtigten Freistoß das 1:1. Die beiden weiteren Gegentore fallen aus unserer Sicht aus stark abseitsverdächtiger Position. Nichtsdestotrotz müssen wir uns heute auch an die eigene Nase fassen, da wir nicht die Intensität wie in den letzten Spielen auf den Platz gebracht haben. Auch Kompliment an Sonthofen, die ein starkes Spiel gezeigt haben.«
Alexander Schmidt, Trainer des TSV Landsberg: »Wir sind relativ schnell 2:0 in Führung gegangen und hätten noch auf 3:0 oder 4:0 nachlegen können. So gehen wir nur mit 2:0 in die Pause. Nach der Halbzeit war es sehr schwierig, weil der Anschluss direkt fiel. Da kam der Gegner auf. Das war unsere schwierigste Phase, die wir überstehen mussten. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Ruhe erwartet. Der Ausgleich wäre im Bereich des Möglichen gewesen, aber dann kontern wir, bekommen den Elfer und erhöhen auf 3:1. Insgesamt, in meinen Augen, ein verdienter und wichtiger Sieg, um den Negativ-Trend zu stoppen. Man hat den Unterschied bemerkt, Maxi Berwein war wieder dabei, und Dominik Stroh-Engel hat hinten raus für Ruhe gesorgt. Jetzt können wir uns gut auf Deisenhofen vorbereiten und wollen dort nachlegen.«
Thomas Leberfinger, Trainer des SV Kirchanschöring: »Das war ein wichtiger Heimsieg für uns. Wir kamen brutal gut in die Spiel, mit dem frühen 1:0, kriegen aber postwendend durch einen individuellen Fehler das 1:1. Ansonsten war die erste Halbzeit wie in Rain sehr fehlerbehaftet. Wir haben wichtige Zeitkämpfe verloren, deshalb dreht Grünwald verdient das Spiel. Nach der Halbzeit haben wir umgestellt, dann waren wir auch die bessere Mannschaft und haben uns den Heimsieg verdient. Trotzdem: Grünwald war immer gefährlich, die spielen echt sehr ordentlich. Unser Lucky Punch war aber auch verdient, weil wir davor schon viele Chancen gehabt haben. Wir sind sehr glücklich über den Heimsieg.«
Florian De Prato, Trainer des TSV Grünwald: »Schade, die erste Halbzeit haben wir ein sehr starkes Auswärtsspiel gemacht und waren total griffig, hatten eine sehr gute Spielanlage und haben völlig zu Recht 2:1 geführt. Wenn wir da sauberer spielen, hätten wir noch höher führen können. Nach der Pause haben wir leider aufgehört, Fußball zu spielen. Wir hatten zwar den Willen, aber haben aus irgendeinem Grund nur noch weite Bälle gespielt und dadurch die Spielkontrolle verloren. Das macht gegen Kirchanschöring keinen Sinn.
Nach dem 2:2 hatten wir Glück und einen starken Torwart, aber selbst in ihrer Drangphase hatten wir noch richtig gute Möglichkeiten. Die beste von Boubacar haben wir leider inkonsequent liegen lassen. Beim 2:3 lag meiner Meinung nach ein Foulspiel in der Entstehung vor, da war sich auch der Schiedsrichter unsicher. Aber: Das können wir nicht beeinflussen. Es ist bitter, weil das richtig wichtige Punkte gewesen wären. Aufgrund der Energieleistung von Kirchanschöring geht das Ergebnis aber in Ordnung. Nun kommen die beiden Spiele gegen Rain. Das wird ein Brett und danach wissen wir, wohin es für uns geht.«
Felix Hirschnagl, Trainer des TSV 1860 München II: »Wir hätten heute die erste Viertelstunde ohne Gegentor überstehen müssen. Wenn die Mannschaft dann aufgrund der Personalsituation etwas durcheinander gewürfelt ist, braucht man einfach etwas Zeit, bis ein paar Abläufe greifen. Deshalb war das Tor nach 120 Sekunden heute schwerwiegend. Nach besagter Viertelstunde hab ich meine Truppe immer besser Fußball spielen sehen. Sie haben viel versucht. Oft eine Art Powerplay aufgezogen. In der Box waren wir aber nicht so heiß wie sonst. Und dann müssen wir uns leider mit einem Punkt begnügen. Jetzt liegt der Matchball bei Erlbach und wir können uns hoffentlich wieder alle auf unsere Aufgaben fokussieren.«
Roman Langer, Trainer des SV Heimstetten: »Nach einer starken ersten Halbzeit, in der wir mutig aufgetreten sind, gute Chancen herausgespielt haben und in zwei Situationen auch durchaus einen Elfmeter hätten bekommen können, gehen wir verdient mit 1:0 in die Pause. Leider verpassen wir es, in dieser Phase, das zweite Tor nachzulegen.
Die zweite Halbzeit war dann das komplette Gegenteil. Wir verlieren zu früh den Zugriff, leisten uns einfache Fehler und laden den Gegner damit regelrecht ein. Pipinsried nutzt das eiskalt aus – auch mit zwei Traumtoren, bei denen man einfach anerkennen muss, dass da viel Qualität auf dem Platz steht. Am Ende steht ein sehr bitteres 1:6, das in der Höhe sicherlich wehtut.«