Niklas Gordy vom TSV Gersthofen konnte bisher seinen Kasten sauber halten und ist nach zwei Spielen noch ohne Gegentreffer.
Niklas Gordy vom TSV Gersthofen konnte bisher seinen Kasten sauber halten und ist nach zwei Spielen noch ohne Gegentreffer. – Foto: Oliver Reiser

Damit hatte selbst Gersthofens Trainer nicht gerechnet

Der Aufsteiger geht als Spitzenreiter in den dritten Spieltag +++ Mering muss auf seinen Trainer verzichten +++ Sonthofen ist auf Wiedergutmachung aus

Kann der TSV Gersthofen seinen Lauf fortsetzen? Der Aufsteiger steht nach zwei Spielen an der Tabellenspitze der Landesliga Südwest und will die Serie auch gegen den TuS Geretsried fortsetzen. Ganz anders ist die Lage beim SV Mering, der ohne seinen Trainer Ajet Abazi zum SV Bad Heilbrunn reist, um dort die ersten Punkte einzufahren. Auch sonst bietet der dritte Spieltag reichlich brisante Partien.

Gersthofen
1:0
Geretsried

Gerhard Hildmann ist ehrlich. „Das glaube ich nicht“, antwortet der Trainer des TSV Gersthofen auf die Frage, was er denn gesagt hätte, wenn man ihm einen Saisonstart mit zwei Siegen und ohne einen einzigen Gegentreffer vorausgesagt hätte. Doch es ist so: Nach den beiden Auftakterfolgen gegen den SV Mering (1:0) und beim SC Olching (2:0) steht der Aufsteiger als einzige Mannschaft mit der vollen Punktzahl an der Tabellenspitze. „Das ist nur eine Momentaufnahme“, wiegelt Hildmann vor dem Heimspiel gegen TuS Geretsried ab. Und schiebt im selben Atemzug hinterher: „Wir wollen natürlich möglichst lange auf dieser Welle reiten.“
In der momentanen Situation sieht der Gersthofer Trainer keine Veranlassung, irgendetwas zu ändern. Gut möglich, dass also zum dritten Mal hintereinander die gleiche Startformation aufläuft. Auch die Auswechselbank erfährt Zuwachs, denn Rudi Kine ist aus dem Urlaub zurück. Manuel Rosner hat nach einer überstandenen Erkrankung diese Woche wieder mit dem Training begonnen. „Auf ihn freue ich mich schon“, so Hildmann über den Nachwuchsspieler, den er als Neuzugang bezeichnet. (oli) Lokalsport Labo

Garmisch-P.
0:3
FC Memmingen II

Drei Tage nach der aus Vereinssicht unnötigen und torreichen Niederlage bei Cosmos Aystetten steht für die U21 des FC Memmingen bereits die nächste Auswärtspartie an. Diesmal geht es zum 1. FC Garmisch-Partenkirchen. Dort dürften die Jungs von Trainer Serdar Kul heiß darauf sein, die Scharte vom verpatzten Auftritt in Aystetten (4:5) wieder auszuwetzen. „Wir haben uns dabei selbst geschlagen“, sagte der Coach des FCM II. Er war ziemlich verärgert, ist nun aber optimistisch: „Gerade im Spiel nach vorne hat es gut geklappt. Vor allem aber die Moral gibt uns Hoffnung, dass wir aus Garmisch Zählbares mitnehmen.“ In personeller Hinsicht sieht es beim FCM II gut aus. Coach Kul kann in Garmisch auf der Grundlage des großen Gesamtkaders des FC Memmingen nahezu aus dem Vollen schöpfen. (ass)

Gilching-A.
3:1
SV Egg/Günz

Drei Punkte stehen für den SV Egg an der Günz aus den ersten beiden Saisonspielen zubuche. Ob es nun ein gelungener oder eher durchwachsener Start wird, zeigt sich zum Abschluss der englischen Woche beim TSV Gilching. Gilching spielte zum Auftakt gegen Olching und Geretsried jeweils unentschieden und gilt als sehr unangenehm zu bespielende Mannschaft. Doch der SV Egg hat allemal die Qualität, um was Zählbares mit nach Hause zu nehmen. (ms)

FC Sonthofen
1:0
Illertissen II

Den optimalen Saisonbeginn kann es nicht mehr geben. Nach der 0:2-Niederlage beim SV Egg an der Günz läuft der 1. FC Sonthofen schon vor dem dritten Spiel der noch jungen Saison den eigenen Erwartungen hinterher. Wenn es noch ein akzeptabler Start werden soll, darf die Partie gegen den FV Illertissen II nicht zum Stolperstein werden.
Für einen positiven Verlauf der Punkterunde wäre es aus Sonthofer Sicht enorm wichtig, dass alle Akteure so schnell wie möglich ihr Leistungsvermögen abrufen können. An der individuellen Klasse kann es zumindest nicht liegen – bei allen Verletzungssorgen, die den Sonthofer Trainer Benjamin Müller in der frühen Phase der Saison plagen. Hilfreich wäre es auf dem Weg zum zweiten Saisonsieg sicher, wenn die Mannschaft mehr Tempo und Genauigkeit in ihre Aktionen bringt. Coach Müller bemängelte zuletzt bei einigen seiner Spieler das Durchsetzungsvermögen und die fehlende Entschlossenheit, um jeden Zähler zu kämpfen. Siegermentalität sei nun gefragt.
Markus Notz hat sich nach seiner Verletzung zurückgemeldet. Der 24-jährige Mittelfeldmotor des 1. FC Sonthofen findet im Hinblick auf den Saisonstart seines Teams deutliche Worte: „Wir wollen und müssen gegen Illertissen natürlich besser auftreten als vor drei Tagen in Egg. Und wir müssen die drei verlorenen Punkte mit einer deutlichen Leistungssteigerung wieder reinholen“, sagt Notz. „So wie wir uns zuletzt präsentiert haben, gibt es viel wiedergutzumachen. Einstellung und Einsatz müssen stimmen. Auch spielerisch sollten wir zulegen.“ In der abgebrochenen vergangenen Saison fand zwischen den Kontrahenten nur eine Begegnung statt: Die endete mit einem Sonthofer 4:1-Auswärtssieg. (dl)

SC Ichenhsn.
0:0
Ehekirchen

Beim FC Ehekirchen war am Tag darauf das 2:2 im Lokalderby gegen den VfR Neuburg noch „das“ Gesprächsthema. Erst die Führung, dann der Rückstand und am Ende noch der Ausgleich. Zwischendrin jede Menge vergebener erstklassiger Torchancen. „Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass wir eine richtig gute Leistung gezeigt beziehungsweise die Zuschauer ein tolles Landesliga-Spiel gesehen haben. Doch beim Fußball geht es am Ende des Tages vor allem um Effektivität – und das haben die Neuburger besser gemacht“, resümiert Ehekirchens Spielertrainer Michael Panknin. Eine Einschätzung, mit der der 32-Jährige sowohl am Spieltag selbst als auch in der Nachbetrachtung sicherlich nicht alleine stand.
Verbesserungspotenzial sieht der ehemalige Regionalliga-Kicker des VfB Eichstätt neben der fehlenden Effizienz vor dem gegnerischen Kasten noch in einem ganz bestimmten anderen Bereich: Bei Standardsituationen vor dem eigenen Gehäuse! „Drei unserer insgesamt vier Gegentreffer haben wir nach Standards bekommen – das ist einfach zu viel“, weiß Panknin und fordert: „Wir müssen künftig hier noch konzentrierter und konsequenter zu Werke gehen, da wir uns ansonsten immer wieder um den verdienten Lohn unserer Arbeit bringen.“
Apropos „Verdienter Lohn“: Diesen möchten die Ehekirchener nun unbedingt einfahren, wenn es zum SC Ichenhausen geht. Dort muss Panknin erneut auf einige verletzte und angeschlagene Kicker (Robin Spieler, Pascal Schittler, Luca Jurida, Maxi Schmidt) verzichten. (disi) Lokalsport NR

VfR Neuburg
0:4
VfB Durach

Nein, an chronischen Schlafstörungen leidet Alexander Egen eigentlich nicht. Doch die Nacht nach dem 2:2 im Derby beim FC Ehekirchen war für den Spielertrainer des VfR Neuburg ziemlich kurz. „Ich habe in der Tat sehr wenig geschlafen“, berichtet Egen. Der Grund für seine mehr oder minder freiwillig verkürzte Nachtruhe war indes zweischichtig. Zum einen habe sich der 30-Jährige die vorangegangenen 90 Minuten gegen den FCE nochmals komplett im Video zu Gemüte geführt. Zum anderen sei ihm der insgesamt unbefriedigende Auftritt seiner Schützlinge nicht aus dem Kopf gegangen.
„Man muss ganz ehrlich sagen, dass unser Auftritt einfach schlecht und es am Ende trotz der Tatsache, dass wir das Ding sogar noch hätten gewinnen können, ein glücklicher Punktgewinn für uns war“, bilanziert Egen. Nachdem gegen den VfB Durach bereits das nächste Punktspiel auf dem Programm steht, blieb Egen in der einzigen Trainingseinheit am Donnerstag kaum Zeit, tiefgründig in die Fehleranalyse einzusteigen beziehungsweise konzentriert an den Abläufen auf dem Feld zu arbeiten. „Da wir zudem einige angeschlagene Spieler aus dem Derby zu beklagen hatten, stand in erster Linie Regeneration auf dem Programm“, erklärt Egen, der wohl erst am Spieltag selbst weiß, welches Personal ihm letztlich zur Verfügung stehen wird. Während Fabian Heckel, Michael Belousow, Semih Caglar (alle verletzt) und „Urlauber“ Maximilian Edenhofer definitiv fehlen werden, stehen hinter dem Mitwirken von Sebastian Habermeyer, Maximilian Eberwein und Stefan Klink, die allesamt am Donnerstag nicht mittrainieren konnten, noch Fragezeichen. (disi) Lokalsport NR

FC Kempten
2:1
Aystetten

Für die Zuschauer war es ein Spektakel, für die Nerven des Trainers eine Zerreißprobe. Die Rede ist vom 5:4-Sieg des SV Cosmos Aystetten gegen den FC Memmingen II unter der Woche. „Normalerweise sollte man nach einem 5:1-Vorsprung eigentlich meinen, die Sache wäre erledigt“, blickt Marco Löring zurück. Doch die starken Memminger gaben sich nicht geschlagen und ließen die Cosmos-Anhänger noch einmal richtig zittern. Ob es so ein Auf und Ab auch im Auswärtsspiel beim FC Kempten geben wird?
Dass seine Mannschaft nochmals so in Bedrängnis geriet, dafür hat Marco Löring mehrere Erklärungen: „Zum einen hat man schon gesehen, dass wir in Garmisch einen Kraftakt zu bewältigen hatten, um einem 0:2-Rückstand aufzuholen, zum anderen muss man bedenken, dass wir teilweise eine sehr junge Mannschaft haben.“ In der Tat: Auf der rechten Seite standen mit Adnan Muminovic und David Djajic zwei 18-Jährige, die vergangenes Jahr noch in der A-Jugend des TSV Schwabmünchen spielten.
„Wir haben jetzt vier Punkte aus zwei Spielen“, zieht Löring eine positive Bilanz. „Jetzt heißt es Kräfte sammeln. Dann fahren wir nach Kempten. Dort können wir nur über Kampf und Einstellung etwas holen.“ Mit leeren Händen will man jedoch nicht nach Hause kommen. (oli) Lokalsport Labo

Heilbrunn
1:3
SV Mering

Die Enttäuschung war den Meringer Spielern ins Gesicht geschrieben. Neuzugang Dominik Krachtus legte sich auf den Rasen und schlug die Hände über dem Gesicht zusammen. Es passte zur deutlichen 0:4-Niederlage beim Heimauftakt gegen den TSV Nördlingen. Nach der zweiten Pleite im zweiten Spiel stehen die Fußballer des SV Mering ohne Punkt und ohne Tor als Tabellenletzter da.
Schon direkt nach dem Spiel gegen Nördlingen versuchte Trainer Ajet Abazi seine Spieler aufzubauen. Er klatschte ab, redete ihnen gut zu. „Kopf hoch“, schon während der 90 Minuten blieb der frühe Profi positiv. Schließlich mühte sich der MSV vor allem in den zweiten 45 Minuten, alleine ein Tor wollte nicht gelingen. Dennoch steht der MSV beim SV Bad Heilbrunn bereits unter Druck. Der Übungsleiter wird dann allerdings nicht vor Ort sein. Abazi reist in Heimat Nordmazedonien, wo seine Tochter heiratet. So übernimmt Co-Trainer Roland Pankratz die Verantwortung. Ebenfalls nicht mit dabei sein wird Trainersohn Jeton Abazi. Nach wie vor noch nicht fit nach einer Prellung ist Damjan Canovic. Besonders bitter ist der Ausfall von Manuel Utz. Der Stürmer erzielte in der vergangenen Saison vier Tore gegen Heilbrunn – alleine im Rückspiel war der Angreifer drei Mall erfolgreich. (sry) Lokalsport FA

Nördlingen
4:0
SC Olching

In der Landesliga Südwest standen sich der TSV Nördlingen und der SC Olching bisher viermal gegenüber: In der Saison 2016/2017 trennte man sich zweimal 1:1 und in der Spielzeit 2017/2018 gewann der TSV beide Spiele (2:1 und 5:0). Die positive Bilanz gegen den Gegner und ein eigener gelungener Auftritt beim SV Mering schüren die Hoffnungen auf einen doch noch gelungen Saisonstart der Rieser.
Wie von Trainer Daniel Kerscher angekündigt, bekam in Mering der Nachwuchs eine Chance: Die eingewechselten Tim Reule und Simon Lösch sind jeweils 21 Jahre alt, Jonas Sandmeyer und Maximilian Beck sind beide erst 19. Sandmeyer kam für Etienne Perfetto ins Spiel, der kurz vor Seitenwechsel wegen einer Platzwunde auf der Stirn ausgewechselt werden musste.
„Hinter dem Einsatz von Perfetto steht noch ein Fragezeichen. Die zuletzt verletzten Felix Käser und Alexander Schröter sind auf einem guten Weg. Ob ein Einsatz gegen Olching schon möglich ist, müssen wir kurzfristig entscheiden“, sagt TSV-Trainer Kerscher zu den Personalien. (jais) Lokalsport RN

Aufrufe: 031.7.2021, 06:17 Uhr
Walter BruggerAutor

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