– Foto: Simon Tschannerl

Hoffnungsschimmer für den Amateurfußball

Einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 vorausgesetzt, soll Sport im Freien mit bis zu zehn Personen aber nächster Woche wieder erlaubt sein.

Keine Frage: Die weiterhin extrem hohen Inzidenz-Werte in der Nordoberpfalz und generell wieder leicht steigende Coronazahlen geben in der Region wenig Grund zur Annahme, dass sich an dem Stillstand im Amateurfußball so schnell etwas ändert. Zwar sollen die ersehnten Lockerungen im Sportbereich step by step kommen und dann Ländersache sein, regional ist aber kaum mit raschen Lockerungen zu rechnen. Der Re-Start scheint noch in weiter Ferne. Einen kleinen Hoffnungsschimmer aber gibt es, schenkt man verschiedenen Medienberichten Glauben.

So ist eine Beschlussvorlage der für Mittwoch angesetzten Bund-Länder-Konferenz schon im Vorhinein durchgesickert. Zwar soll der Lockdown um zwei Wochen bis zum 28. März verlängert werden, in dieser heißt es aber auch, dass weitere Lockerungen bereits ab kommendem Montag in Kraft treten sollen. Diese würden vor allem private Kontakte und Einzelhandel betreffen – aber auch den Amateursport.

Die schlechte Nachricht: Eben jene Lockerungen, die sich an die Fußballer richten, sind nur für diejenigen Regionen und Bundesländer angedacht, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz auf unter 35 fällt. Dann soll Sport im Außenbereich mit bis zu zehn Personen wieder möglich sein. Sollte der Inzidenzwert auch während den anschließenden 14 Tagen unter 35 liegen, erst dann wird Kontaktsport im Außenbereich wieder erlaubt sein. Und erst dann könnte also wieder ein geregeltes Mannschaftstraining stattfinden. Allerdings kann man in großen Teilen der Oberpfalz von solchen Zahlen gegenwärtig nur träumen. Allein die Stadt Weiden belegt mit einem Inzidenzwert von 248 (Stand Dienstag) bundesweit Rang vier. Und auch in Regensburg, das hervorragend dastand, sind die Zahlen zuletzt wieder gestiegen. Die gestrige Nachricht aus dem Lager des SSV Jahn, bei dem sich mehrere Spieler mit dem Coronavirus infiziert hatten, gibt auch nicht unbedingt Grund für Optimismus.

Stellt sich die Frage, wie der Bayerische Fußball-Verband mit den regional völlig unterschiedlichen Fallzahlen umgehen will. Denn dass alle Ligen zeitgleich starten werden können, scheint kaum realisierbar. Hinzu kommt, dass Landesliga-aufwärts die Mannschaften überregional zusammenkommen. Völlig offen, wie der Verband diese Problematik handhaben möchte. Von einem Saisonabbruch und einer möglichen Wertung per Quotienten-Regel bis zu einem doch noch erfolgenden Re-Start Ende April oder Anfang Mai scheint im Moment alles denkbar.

3747 Aufrufe2.3.2021, 13:25 Uhr
Florian WürtheleAutor

Verlinkte Inhalte