
Was ein echtes Spitzenspiel werden sollte, wurde nach rund einer halben Stunde durch zwei Aktionen zu einer einseitigen Angelegenheit. Auch wenn das Ergebnis gegen Verbandsliga-Spitzenreiter TuS Mechtersheim mit 1:2 (0:1) knapp ausgefallen ist – da war nichts drin für den aufstiegsambitionierten FC Basara Mainz.
Unglücksrabe war Ibrahim Katende. Der Basara-Verteidiger, dessen gute Entwicklung in den letzten Jahren, wie an der Seitenlinie durchsickerte, zu einer Unterschrift bei Wormatia Worms führte (die dessen Sportlicher Leiter Aydin Ay prompt dementierte: "Wir haben keine Unterschrift verkündet"), verursachte erst den Freistoß, den Leander Helbig zum 0:1 über die Linie drückte (28.). Und sah, seither verwarnt, fünf Minuten später für ein vergleichbares Vergehen die Ampelkarte.
Damit wurde eine ausgeglichene Partie, bei der unterschiedliche Beobachter unterschiedliche Teams leicht im Vorteil sahen, zu einer einseitigen Angelegenheit. Alexander Biedermann staubte nach einer Flanke zum 0:2 ab (57.), zwei, drei weitere Tore der Vorderpfälzer verhinderte Basara-Keeper Felix Pohlenz mit starken Reflexen.
Spannend wurde es, weil Taisei Okamoto im Strafraum gefoult wurde und Gianni Auletta den fälligen Elfer versenkte (70.) – aber nur auf dem Papier. Bis auf ein unübersichtliches Gewühl und Shelby Printemps Distanzschuss, der deutlich daneben ging, brachten die „Diamanten“ im Schlussspurt nach langer Unterzahl nichts mehr zustande.
Die Abgezocktheit des Spitzenreiters
„Für ein Spitzenspiel war es von uns ein bisschen zu wenig“, sagt der Sportliche Leiter der Mainzer Japaner, Andreas Mayer. „Wir waren schon in den ersten Minuten nicht richtig konzentriert. Mitentscheidend waren die beiden unnötigen, berechtigten Gelben Karten. Da muss ich als Innenverteidiger cleverer sein. Genau das, die Abgezocktheit, merkt man Mechtersheim an.“
Die Hoffnung auf diese eine, entscheidende Aktion zum 2:2 war da, weil die Platzherren vor 300 Zuschauern nicht aufsteckten. „Doch es war ein klar verdientes Ergebnis“, betont Mayer. „An einem guten Tag, an dem alles stimmt, haben wir uns etwas ausgerechnet. Aber den hatten wir nicht.“
FC Basara: Pohlenz – Katende, Seib, Wakeshima – Sakatsume (46. Kimura), Papela (75. Utsugi), Dillitz, Osaka (81. Printemps) – Saeki (46. Nagao), Auletta, Oshima (64. Okamoto).