
Der 25-jährige Mittelfeldspieler Ulrich Bapoh wechselte in der Wintertransferperiode von der Alemannia Aachen aus der 3 Liga in die Regionalliga West zum ambitionierten Aufsteiger Sportfreunde Lotte. Im Gespräch mit Fupa Westfalen spricht Bapoh über das unglückliche 3:3 gegen die Zweitvertretung der Düsseldorfer, sein Transfer nach Lotte, seine persönliches Ziel für die Rückrunde und er blickt auf seine Zeit bei der Alemannia Aachen zurück.
Zum unglücklichen 3:3 gegen Fortuna Düsseldorf U23:
"Wir kassieren in der ersten Halbzeit zwei unnötige Gegentore, die wir quasi Düsseldorf geschenkt haben. In der zweiten Halbzeit sind wir dann mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine gekommen. Natürlich haben in unserer dominanten Spielweise auch ein, zwei gute Kontergelegenheiten der Düsseldorfer zugelassen, wo wir dann auch etwas Glück auf unserer Seite hatten. Mit dem 2:2 haben wir uns für unseren hohen Aufwand in der zweiten Hälfte belohnen können, dann ziehen wir das Momentum auf unsere Seite und erzwingen das 3:2, was zu dem Zeitpunkt mehr als verdient war. Wir waren deutlich überlegener als Düsseldorf, nur unsere Chancenverwertung hätten wir konsequenter nutzen müssen. Hinten heraus müssen wir das besser verteidigen, dass wir das 3:3 in den letzten Minuten des Spiels bekommen ist umso bitterer."
Der Kontakt nach Lotte:
"Der Kontakt kam durch Fabian Lübbers zustande, er hatte mich im Winter kontaktiert. Für mich war direkt klar das Lotte eine gute Adresse ist. Ich kenne die Umgebung noch aus meiner Station beim VFL Osnabrück, daher war mir die Entscheidung auch nicht schwergefallen."
Seine Beweggründe nach Lotte zu wechseln:
"Der Konkurrenzkampf und die Qualität des Kaders gibt ein enormes Potenzial her. Sowohl in der Offensive, als auch in der Defensive haben wir in allen Mannschaftsteilen, auch in der Breite einen starken Kader. Das Niveau war einer der Gründe, warum ich für mich Lotte entschieden habe. Mit der Kaderqualität und den ambitionierten Zielen kann ich mich identifizieren. Wir werden versuchen das volle Potenzial aus dieser Mannschaft auszuschöpfen, denn hier ist noch viel mehr möglich".
Blick auf seine Zeit bei der Alemannia Aachen:
"Der Aufstieg war einer meiner emotionalsten Momente in meinem Leben. Es war ein wunderschönes Gefühl mit der Alemannia in die 3 Liga aufzusteigen. Wir haben mit dem Team historisches geschafft. Ich wünsche meinem ehemaligen Verein nur das beste für die Zukunft. Der nächste Schritt muss nun sein, sich in der 3-Liga zu etablieren. Für mich persönlich ist es am Ende etwas unglücklich gelaufen. Der Trainer hat dann auf andere Spieler, ein anderes System gesetzt, wo ich dann nicht mehr hineingepasst habe."
Seine Ziele für die Rückrunde:
"Da ich mit der Einsatzzeit in Aachen unzufrieden war, zog ich für mich den Entschluss den Weg in die Regionalliga zu gehen, um dort in Lotte auf mehr Spielpraxis zu kommen. Im besten Fußballeralter ist es enorm wichtig auf seine Minuten zu kommen. Deshalb versuche ich der Mannschaft natürlich bestmöglich zu helfen. Persönlich will ich einfach wieder mehr spielen. Das ist hier der beste Weg für mich gewesen, um mehr Spielzeit zu bekommen."
Die Gegebenheiten bei den Sportfreunden Lotte:
"Ich habe hier die gleichen Bedingungen wie in Aachen vorgefunden, natürlich noch etwas kleiner. Wir können auf ein großes Stadion, die zusätzlich auch eine Rasenheizung hat zurückgreifen. Mir fehlt es hier an nichts. Auch hier haben wir die Möglichkeit auch Vormittags zu trainieren."