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Ligabericht

»Banda Quecka« beim Erlangen-Derby: »So etwas noch nie gesehen«

Eine überwiegend aus Jugendlichen bestehende Fangruppierung des SC Eltersdorf mit besonderer Derby-Choreo

von Helmut Weigerstorfer · 03.03.2026, 14:00 Uhr · 0 Leser
Bilder, die bleiben: Die Choreo der "Banda Quecka".
Bilder, die bleiben: Die Choreo der "Banda Quecka". – Foto: Timo Engelhardt

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Logisch, die Truppe von Bernd Eigner war der große Gewinner des Erlangen-Derbys am vergangenen Freitagabend. Die Quecken schlugen nicht nur den Lokalrivalen und revanchierten sich somit für die HInspiel-Niederlage. Eltersdorf glückte auch der Jahresauftakt - und übernahm die Tabellenführung. Und dennoch wurde Perera, Rippert & Co. die Show gestohlen: Von den eigenen Fans, die das Gastspiel in der Sportanlage an der Paul-Gossen-Straße zu einem Heimspiel gemacht haben...

"Das hat man schon vor dem Spiel gesehen, dass unsere Fans was Großes vor hatten und die Choreo dann zu Beginn der Partie war schon echt stark. So etwas habe ich noch nie gesehen", schwärmt Maximilian Göbhardt. Der Kapitän des SC Eltersdorf konnte sich also im Prestigeduell auf den berühmt-berüchtigen 12. Mann verlassen, obwohl man nicht im gewohntem Terrain, dem Elsner-Sportpark, kickte. "Auch während des Spiels hat das schon gepusht, weil du die Fans schon sehr stark wahrgenommen hast. Das macht dann natürlich noch mehr Lust. Großes Kompliment an die Kurve."

Fanunterstützung an sich ist ja nichts außergewöhnliches - selbst fernab der organisierten Gruppen der Proficlubs. Das, was allerdings am Freitagabend gezeigt wurde, ist in doppelter Hinsicht besonders. Die neutralen Zuschauer waren dieser Meinung. Und auch die Quecken selber. "Das war nicht die erste Choreo, aber sicher die beste. Ein überragender Auftritt", urteilt Holger Betzelt, SCE-Stadionsprecher und so etwas wie der Fanbeauftragte des mittelfränkischen Bayernligisten.

Besonders Erscheinungsbild zu einem besonderen Anlass - und besondere Menschen, die dahinter stehen. Ausführender Zusammenschluss war nämlich die "Banda Quecka", die es seit 2023 gibt. Eine Ultra-Gruppierung, die überwiegend aus Jugendliche besteht. "Die sind maximal 19 Jahre alt und echt gut drauf", stellt Betzelt fest. Sie sind mehr oder weniger die Folge davon, dass sich der SC Eltersdorf in den vergangenen Jahren verstärkt mit seinem Image beschäftigt hat. "Die Marke Quecken zieht", ist das SC-Stimmungsbarometer überzeugt.

Der Verein kommt an im Ballungszentrum Nürnberg-Fürth-Erlangen - über alle Generationen hinweg. Auch und vor allem bei den Jugendlichen. "Freilich hat da jeder seinen Proficlub, den er unterstützt - den Club oder das Kleeblatt. Spielt Eltersdorf, haben die Quecken jedoch Vorrang. Das liegt vor allem daran, dass der Großteil der Gruppe direkt aus dem Ort stammt." Unser Dorf heißt Eltersdorf - dieses Motto hat sich die "Banda Quecka" zu Herzen genommen.

Dass sie alle für das Duell mit dem ATSV Erlangen mehrere Tage und einen mittleren dreistelligen Bereich investiert haben, ist für die jungen Burschen nur eine Randnotiz. Zeit haben sie - und das Geld sammeln sie immer wieder während der Heimspiele. Ab und an gibt's auch eine Unterstützung von Vereinsseite. Die Gegenleistung kann sich mehr als nur sehen lassen...