
Rückblick 2025/26: In der Landesliga Rhein-Neckar haben wir vergangene Saison am schlechtesten getippt. Dossenheim und Neuenheim haben uns Lügen gestraft, wir dachten die beiden Klubs würden absteigen. An der Tabellenspitze haben wir die richtigen Mannschaften eingeordnet, allerdings in der falschen Reihenfolge.
Also bitte nicht alles auf die Goldwaage legen, schließlich heißt das auch, dass wir einige Klubs auf Abstiegsplätze tippen. Seht es einfach als zusätzliche Motivation und gebt euer Bestes, unsere Einschätzungen ins Gegenteil zu kehren.
Heute ist die Landesliga Rhein-Neckar im Fokus.
FC Bammental
Der FCB ist wieder dran. Im vergangenen Jahr hat sich die Mannschaft konsolidiert – jetzt wird angegriffen. So bitter die Trainerentlassung von Uli Brecht am Ende der vergangenen Saison auch war: Sie zeigt, dass man sich mit Platz fünf nicht zufriedengibt und davon überzeugt ist, mehr herausholen zu können. Wir glauben, dass dies gelingt.
FK Srbija Mannheim
Die Serben sind auf dem Papier der große Favorit. Im vergangenen Jahr wurde man Dritter, nun hat man personell noch einmal kräftig nachgelegt. Aber genau darin liegt auch die Schwierigkeit: Mannheim wird von Beginn an gejagt werden. Gepaart mit dem hohen Altersdurchschnitt könnte das im Saisonverlauf Körner kosten. Srbija muss den Umweg über die Relegation gehen, steigt darüber aber auf.
FV Brühl
Neuer Trainer – alte Probleme. Mit Patrick Münkel wurde ein junger, hungriger Trainer verpflichtet, der zahlreiche Neuzugänge im Kader begrüßen kann. Diese bringen Qualität mit, müssen sich aber erst finden. Zudem muss der Abgang von Torjäger Philipp Onos verkraftet werden. Für mehr als Rang drei reicht es nicht.
VfB St. Leon
„Sankt Leee“ machte bereits in der Rückrunde auf sich aufmerksam. Mit den „neuen“ Trainern Timo Weber und Daniel Bender ging es sowohl spielerisch als auch punktemäßig bergauf. Dieser Trend wird sich fortsetzen und die Gelb-Schwarzen wieder dorthin führen, wo sie sich selbst sehen.
FC Türkspor Mannheim
Wie St. Leon wird auch Türkspor einen großen Schritt nach vorne machen. Bis 2024 gehörte der Klub über Jahre hinweg zur Spitzengruppe, die vergangene Saison ist daher als Ausrutscher zu werten. Zudem hat man sich zahlreich verstärkt – allen voran mit Aimen Kurt vom Fast-Aufsteiger Srbija Mannheim. Für Türkspor geht es wieder bergauf.
FV Nußloch
Obwohl der FV Nußloch in der vergangenen Saison viele schwierige Phasen durchlebte, stärkte der Verein seinen Trainern stets den Rücken. Das zeugt von Wertschätzung, aber auch von Kompetenz im Team rund um Cheftrainer Steffen Kochendörfer. Sergen Sertdemir rückt auf den Co-Trainer-Posten von Daniel Herm. Gemeinsam wird man die Mannschaft weiterentwickeln können. Der FVN spielt eine gute Saison.
SpVgg 06 Ketsch
Ketsch ist seit Jahren im Tabellenmittelfeld beheimatet und das wird auch in dieser Saison so sein. Abgänge wie der von Routinier Daniel Marzoll wurden durch gute Neuzugänge aufgefangen. Das wird erneut eine entspannte Runde.
VfB Leimen
Leimen hatte bereits in der Kreisliga viele Spieler mit höherem Potenzial. Teilweise könnte es den technisch versierten Kickern in der Landesliga sogar leichter fallen, weil die Gegner gegen den VfB nicht ausschließlich tief stehen werden. Mit dem Abstieg wird der VfB nichts zu tun haben. Dafür ist die Qualität zu hoch.
ASC Neuenheim
Jedes Jahr, in dem der ASC unter den aktuellen Umständen den Klassenerhalt schafft, ist ein Erfolg. Das gerät nach Platz sechs in der vergangenen Saison leicht in Vergessenheit. Ihr primäres Saisonziel werden die Anatomen erneut erreichen. Eine Wiederholung der Vorsaison wäre allerdings eine große Überraschung.
FC Zuzenhausen II
Gastspiel Nummer drei in der Landesliga für die Zuze-Reserve. Dieses Mal wird es zum Klassenerhalt reichen. Die Double-Sieger haben sich nochmals verstärkt und die Motivation ist riesig im Häuselgrund. Christoph Münster und seine Kicker werden ihre Aufstiegssaison mit einer starken Platzierung krönen.
TSV Amicitia Viernheim
Mit Boris Busalt und Benjamin Waldecker kam im vergangenen Jahr der Aufschwung. Gegen Ende der Saison spielte „Ferne“ bereits auf dem Niveau einer Mannschaft aus dem gehobenen Mittelfeld. Weil auch der gesamte Verein sowie die Infrastruktur gut aufgestellt sind, kann sich der Traditionsklub wieder in höhere Sphären bewegen.
FC Dossenheim
Der Aderlass beim FCD war groß. Immerhin konnte man mit Dirk Hormuth sowie den profierfahrenen Jüllich-Brüdern ein Trainerteam zusammenhalten, das Mannschaft und Verein bestens kennt. Dennoch wird der Neuaufbau Zeit brauchen. Absteigen muss man aber nicht.
VfB Gartenstadt
Wie im letzten Jahr wird Gartenstadt in diesem Jahr dreizehnter. Nur, dass man in diesem Jahr damit in die Relegation muss. Der Kader wurde überwiegend zusammengehalten, aber bis auf Fabio Hechler und Julien Marquardt auch nicht nennenswert verstärkt. Aufgrund der Leistungssteigerung anderer Vereine muss Gartenstadt in die Relegation. Da schafft man aber den Klassenerhalt.
TSG Lützelsachsen
Der Aufsteiger stellte sein Können in der Kreisliga Mannheim eindrucksvoll unter Beweis. Mit diesen Leistungen muss man sich auch in der Landesliga nicht verstecken. Die TSG trifft jedoch auf starke Kontrahenten und wird bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen müssen.
SG-SV Lobbach
Mit den Mitteln der SG Lobbach die Landesliga zu halten, erfordert Jahr für Jahr außergewöhnliche Leistungen. Diese haben Ex-Trainer Patrick Münkel und die Mannschaft in den vergangenen Jahren regelmäßig erbracht. Nun sind jedoch viele dieser Leistungsträger nicht mehr da. Das wird nicht zu kompensieren sein. Schade, aber Lobbach muss den Gang in die Kreisliga antreten.