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Baller League in Deutschland vor dem Aus

In der Tat sprechen die Organistoren der Baller League wohl nur von einer Pause, doch es scheint so, als sei das Thema Baller League in Deutschland ad acta gelegt. Das glaubt auch Kevin Weggen, einer der Protagonisten auf dem Platz.

von Sascha Köppen · 29.01.2026, 11:55 Uhr · 0 Leser
Kevin Weggen hatte zur Baller League eine Vorahnung, die Bestätigung bekam auch er erst jetzt.
Kevin Weggen hatte zur Baller League eine Vorahnung, die Bestätigung bekam auch er erst jetzt. – Foto: IMAGO / Kirchner-Media

Schon seit einer ganzen Weile warten die Fans der Baller League darauf, wann denn endlich die neue Season des Hallenfußball-Formats beginnen möge. Im Oktober wurde die Rückkehr des Spielbetriebs nach Köln verkündet, um dann wenig später mitzuteilen, dass sich der Beginn erst einmal ins Jahr 2026 verschiebt (wir berichteten hier). Die Homepage der Baller League kündigte die Season 4 zwar immer noch an, doch passiert war bislang nichts.

Offiziell nur eine Pause

Jetzt ist klar: Die Season 4 wird es, zumindest vorerst, nicht geben. Das berichtet das Medienmagazin DWDL.de, das bei der Baller League angefragt und offenbar am Mittwochabend eine Antwort bekommen hat. Dort heißt es zwar, die Baller League in Deutschland, werde "vorerst pausieren", doch es ist fraglich, ob es wirklich bei einer Pause bleiben wird. Die Organisatoren um Lukas Podolski wollen offenbar erst einmal den Markt in England und künftig auch in den USA im Auge behalten.

>>> Kevin Weggen bei FuPa

In der englischen Ausgabe der Baller League spielte zuletzt auch eines der bekanntesten Gesichter des Formats in Deutschland. Kevin Weggen, im Winter vom FC Büderich zum 1. FC Viersen gewechselt, hat die offizielle Bestätigung nicht früher erhalten als die Öffentlichkeit. "Das habe ich heute offiziell erst erfahren, so wie ihr es auch erfahren habt. Aber wenn man über Monate immer wieder nachfragt, wann es denn nun losgeht, und man nie eine konkrete Antwort bekommt, müsste ich lügen, wenn ich sagen würde, dass es für mich völlig überraschend kommt", erklärt Weggen auf Nachfrage. "Ich bin ja einer von acht oder neun Repräsentanten der Baller League. Da würde man sich schon wünschen, dass man darüber vorher informiert worden wäre", erklärt Weggen, der mit Calcio Berlin immer wieder für Furore gesorgt hatte.

Kritiker fühlen sich bestätigt

Das ist natürlich Wasser auf die Mühlen derjenigen, die schon immer gesagt haben, dass es bei den neuen Hallenformaten, zu denen ja auch die Icon League und die Kings League gehören, vorrangig um Geld und Influencer und wenig um den Fußball geht. Am Markt, der leicht übersättigt schien, scheint nun eine Konsolidierung einzutreten. Nur dass es gerade das Format erwischt, mit dem der Hype begonnen hat, vermag doch schon etwas zu überraschen. Der eine oder andere klassische Fußballverein, der sich darum kümmern musste, wie er mit den Abstellungen seiner Spieler für den Hallenkick verfährt oder ob er diese überhaupt gestattet, hat nun womöglich ein Problem weniger. Spieler, die sich indes über einen weiteren Geldsegen aus den vollen Töpfen der Baller League gefreut hatten, stehen derweil nun im Regen.

Für Kevin Weggen, der in den Übertragungen bei Twitch und Joyn zum "Wegginator" wurde, ist noch offen, ob und wie es weitergeht. "Es gibt das eine oder andere Angebot aus England, und auch von den anderen Hallenformaten würde ich mir natürlich alles anhören, aber das muss auch mit der Familie passen", stellt er klar. An eine Fortsetzung der Baller League in Deutschland glaubt er nicht. "Ich denke eher nicht, dass es hier noch einmal weitergehen wird."