
Der SC Baldham-Vaterstetten II hat nach dem 5:0-Sieg plötzlich Aufstiegschancen. Kirchseeon II droht dagegen der Gang in die B-Klasse.
Urplötzlich hat sich für den SC Baldham-Vaterstetten II nach dem souveränen Erfolg bei der SG Moosach/Bruck die Aufstiegstür zur Kreisklasse einen kleinen Spalt weit geöffnet. Denn Rivale Kirchheim II unterlag gegen Waldtrudering II. Um diese Tür nicht wieder zu verschließen, muss für die Truppe von Trainer Ralf Rensch in der Nachholpartie heute beim TSV Egmating (19.30 Uhr) wieder ein Dreier her, dann wäre der Abstand auf den Relegationsrang auf einen Zähler verkürzt.
„Wir haben es nicht in der eigenen Hand. Aber wir wollen oben dranbleiben, dazu müssen wir unsere Spiele gewinnen“, fordert Rensch weitere Hochkonzentration von seiner Truppe. Diese zeigte der SCBV II in Moosach und brachte den Sieg, ohne voll ins Risiko zu gehen, klar nach Hause. Malte Marquardt (19.), Tim Rethmann (33.) und Hakon Hild (45.) trafen zum 0:3-Pausenstand, den Sieg rundete Einwechselspieler David Pace per Doppelpack (87./88.) zum 0:5-Endstand ab.
Moosachs Abteilungsleiter Jürgen Werner bemängelte den eigenen Abschluss: „Wir hatten einige gute Chancen, aber nichts reingebracht.“
Besser als erwartet schlug sich der TSV Egmating in Ismaning. „Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir sogar gewinnen müssen“, urteilte Coach Thomas Brunner. Er lobte seine stark ersatzgeschwächte Elf für ihren „Wahnsinnscharakter“. Allen voran Lennart Erler, nicht nur wegen seines Treffers zum 1:0 (19.), und Alex Heiler, der erstmals als Mittelstürmer agierte und den 2:2-Ausgleich von Sebastian Moser einleitete (58.).
Selbst das Eigentor, das Johannes Moser zum 1:1 unterlief (26.), hätten seine Spieler „super weggesteckt“, so Egmatings Trainer: „Die Jungs sind danach zusammengerückt.“ Auch der 1:2-Rückstand (56.) habe seine Elf nicht aus dem Konzept bringen können. „Wir sind in einer brutalen Lernphase“, freute sich Brunner, der „den Altersdurchschnitt extrem gedrückt“ habe. Denn der 58-Jährige musste dieses Mal nicht selbst auf dem Feld ran.
„Was soll ich dazu sagen?“, fragte Isuf Shabani nach der fünften Niederlage des TSV Ebersberg II in Serie. „Wir haben eigentlich eine gute erste Halbzeit gespielt, kassieren aber wieder aus einem eigenen Fehler ein Tor“, beschreibt Shabani das 0:1 durch FCAP-Spielertrainer Pero Klepsch (35.). Benedikt Chirco glich unmittelbar mit dem Halbzeitpfiff aus (45.).
Nach dem 1:2 durch den eingewechselten Granit Lezi (55.) „sind wir nicht mehr ins Spiel reingekommen und haben verloren“, so Shabani, der sich entwaffnend ehrlich wunderte, wie es nach einem weiteren Tor von Lezi (77.) und Jonas Bellermann (81.) am Ende gegen wahrlich keine Übermannschaft 1:4 heißen konnte: „Wie soll ich sagen? Das ganze Spiel war Not gegen Elend.“
Ein Schützenfest musste die Kirchseeoner Zweite über sich ergehen lassen. Der Tabellenführer der A-Klasse 6 (München) tobte sich beim abgeschlagenen Träger der Roten Laterne heftig aus und machte es zweistellig. Die Schützlinge von Coach Daniel Kirchhof-Zuther bekamen gleich zehn Stück verpasst. Angesichts von zwölf Zählern Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz ist der Klassenerhalt bei ausstehenden vier Partien nur mehr eine mathematische Größe. Wenn kein Wunder geschieht, geht es für Kirchseeon II zurück in die B-Klasse.