2025-12-03T05:51:34.672Z

Spieltagstipp
– Foto: SV Vorwärts Nordhorn II

Bad Bentheim schlägt den Tabellenführer

Bad Bentheim schlägt den Tabellenführer

– Foto: SV Vorwärts Nordhorn II

Endlich also auch Zuhause. Nach dem ersten Saisonsieg in der Vorwoche legte Bad Bentheims Erste nun gegen den Tabellenführer nach und das mit dem denkbar knappsten aller Ergebnisse. Die erste Hälfte: viel Ball, viel Raum, wenig Tore. Bentheim überlegen, aber ohne den entscheidenden Stecker.

Nach der Pause änderte sich die Statik. Nordhorn II kam besser ins Rollen, während die Gastgeber mit vereinzelten Vorstößen eher an harmlose Stiche erinnerten als an Nadelattacken. Es roch nach einem klassischen „0:0, das niemand so richtig verdient hat“.

Doch dann, die Schlussminuten. Felix Roggmann lauerte, die Nordhorner Defensive patzte und Roggmann bedankte sich mit seinem vierten Saisontor. Das Stadion jubelte, Nordhorn haderte, und auf Instagram hieß es später schlicht: „Unglückliches 0:1 in der 89. Minute. Ende.“ Dass es eigentlich die 92. war, sei hier nicht unerwähnt.

Für Bad Bentheim war es egal: der erste Heimsieg, der Knoten geplatzt und ein Ergebnis, das sich lesen lässt wie ein kleiner Befreiungsschlag.

__________

Topspiel mit Top-Verpflegung, Punkte gehen nach Lohne

Manchmal erzählt schon die Anzeigetafel die Geschichte eines Spiels. 1:4 stand dort am Ende und viel deutlicher hätte es nicht sein können. Union Lohne war an diesem Sonntag einfach eine Spur konsequenter, wacher und williger als die Sportfreunde Schwefingen, die nach guten Wochen diesmal einen gebrauchten Nachmittag erwischten.

Die Tore fielen wie kleine Kapitel: Dennis Tengen köpfte nach einer Ecke zum 0:1 (25.), Mirco Strohecker zog aus 16 Metern ab und erhöhte (36.). Nach dem Seitenwechsel durfte Jan-Alexander Koops unbedrängt einschieben (63.), ehe ein kurzer Moment der Hoffnung durchs Dorf wehte, Konstantin Burs traf vom Punkt zum 1:3 (67.). Doch fast im Gegenzug verwandelte auch Rendi Kildau einen Strafstoß sicher zum 1:4 (70.) und setzte den Schlusspunkt.

Während Schwefingen um Zugriff rang, spielte Lohne die Partie nüchtern und effizient herunter. Dass Schiedsrichter Maximilian Ziolkowski samt Assistenten Frank und Albers dabei unauffällig, also gut, blieb, passte ins Bild eines Spiels ohne große Nebengeräusche.

Abseits des Rasens hatte Schwefingen immerhin den besseren Auftritt: Die Halbzeitbratwurst überzeugte wie gewohnt, und dank stabilem WLAN schafften es sämtliche Treffer in Echtzeit hinaus in die große Fußballwelt.

So bleibt: Schwefingen wird wieder bessere Tage haben. Union Lohne hingegen hat gezeigt, dass sie im Bezirksliga-Spitzenspiel nicht nur dabei sein, sondern auch gewinnen wollen.

➡️ Zusammenfassung von EmsTV ⬅️

__________

Mehr Flanken als Fakten - Wer überrascht am 8. Spieltag

Kellerduell mit Laternenwechsel?

Achter Spieltag, acht Spiele am Sonntag, mehr Fußballromantik passt kaum in einen Nachmittag. Vorausgesetzt natürlich, dass auch wirklich alle Spiele stattfinden. Letzten Freitag mussten der SV Veldhausen 07 und der ASV Altenlingen schon zusehen, wie die rote Laterne kampflos den Besitzer wechselte. Leidtragender: Veldhausen. Profiteur: der SV Bad Bentheim, der das ungeliebte Stück kurzerhand abgeben durfte.

Am Sonntag nun die Chance zur Wiedergutmachung. Und wo ließe sich das besser anstellen als beim direkten Konkurrenten aus Salzbergen? Letzter gegen Vorletzter, ein Spiel, das selten durch Schönheit glänzt, aber fast immer durch Spannung. Denn wer zieht sein Ding durch, wer hält die Nerven?

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 19 Gegentore für Salzbergen, 18 für Veldhausen, bei einem Spiel weniger. Defensivfestung geht anders. Und doch wirkt es fast wie ein Naturgesetz, dass einer von beiden irgendwann jubeln darf.

Die Prognose für Sonntag ist schlicht: eng, zäh, nervös. Aber einer muss die Laterne tragen. Und wenn man das Bauchgefühl bemüht, bleibt sie nicht in Veldhausen hängen. Ein 0:1, auswärts, unspektakulär und schon darf Salzbergen leuchten. Wenn auch nicht aus Freude.

Offensivkraft trifft Wackelabwehr

Wenn eine der besten Offensiven der Liga auf eine der anfälligsten Abwehrreihen trifft, dann ist der Ausgang meistens vorhersehbar. Die SG Freren hat in dieser Saison schon 19 Tore auf dem Konto und steht auf Platz 3 der Tabelle, nur drei Punkte hinter Rang 1, dazu noch mit einem Spiel weniger.

Der VfL Emslage dagegen reist mit schwerem Gepäck an: zwei 3:2-Niederlagen in Serie, Platz 13 und nur einen Zähler vom Abstiegsplatz entfernt. Trainer Oliver Peters wird also vor allem auf Stabilität hoffen, doch die Statistik spricht eine andere Sprache. Mit 19 Gegentoren stellt seine Mannschaft fast die schlechteste Defensive der Liga.

Besonders im Blick: Frerens Jan-Hendrik Wecks, der in sechs Spielen schon siebenmal getroffen hat. Auf Emslager Seite hält Timo Lüken dagegen: Fünf Tore und vier Vorlagen, er weiß also ebenfalls, wo das Tor steht. Ob das reicht, um Freren die Punkte zu klauen?

Vermutlich nicht. Zu viel spricht für die Hausherren, die derzeit mit breiter Brust auftreten. Mein Tipp: Freren macht’s klar - 3:1. Und Emslage muss weiter kämpfen.

Neuer Anfang gesucht

114 Tage lang hat der SV Bad Bentheim auf einen Sieg gewartet. Letzten Sonntag in Emslage war es dann endlich soweit, Jubel nach einer gefühlten Ewigkeit. Und während die Burgstädter erleichtert durchschnauften, durfte sich Vorwärts Nordhorn II für eine Woche von ganz oben in der Tabelle grüßen.

Nun treffen beide aufeinander: der Landesliga-Absteiger, der den Befreiungsschlag geschafft hat, gegen die Mannschaft der ersten sieben Spieltage. Klingt nach einer echten Standortbestimmung.

Und wenn wir schon beim Zählen sind: Sieben Spieltage sind vorbei. Die „7“ gilt als Zahl der Vollendung, die „8“ als Symbol für den Neuanfang. Bad Bentheim wird das gern so deuten, doch Nordhorn hat mit Lukas Rakers einen Stürmer in Topform, der mit sechs Toren auf Rang drei der Torjägerliste steht.

Ein neuer Anfang für die Burgstädter? Möglich. Aber ganz nach oben ist der Tabellenführer noch eine Nummer zu groß. Ein 1:1 scheint realistisch und die Burg bleibt vorerst verteidigt.

Wenn zwei Serien aufeinandertreffen

Am 8. Spieltag der Bezirksliga Weser-Ems 3 begegnen sich zwei Mannschaften, die in etwa auf Augenhöhe stehen. Beide haben zehn Punkte, beide wollen den Blick lieber nach oben als nach unten richten. Nur die Tordifferenz verrät die Unterschiede: Laxten hat bislang 10:16 Treffer zu Buche stehen, Spelle 18:14.

Die Gastgeber kommen gerade von einem kleinen Realitätsschock zurück: 0:4 beim Tabellenführer, das kann passieren. Davor aber sammelte Laxten sieben Punkte aus drei Spielen, inklusive einem Achtungszeichen gegen Union Lohne. Kurzum: so schlecht sieht es gar nicht aus.

Spelle hingegen stolpert ein wenig. Nach starkem Start in die Saison gab es aus den letzten drei Partien nur einen Punkt. Immerhin: Der kam mit großem Drama, als Jonas Strücker in Neuenhaus in der 97. Minute noch einnetzte. Solche Tore fühlen sich fast wie Siege an, ändern aber nichts daran, dass es zuletzt hakte.

Und so treffen hier zwei Trends aufeinander: Laxten zeigt sich gefestigt, Spelle wirkt leicht aus dem Tritt. Klingt nach einem engen Spiel, das keiner so richtig hergeben will. Mein Tipp: Laxten gewinnt knapp 2:1 - nicht schön, aber effektiv.

Ausgeglichen bis ins Detail

Sonntag, 14 Uhr: Borussia Neuenhaus gegen Concordia Emsbüren. Ein Duell mit Geschichte. Ganze 16 Mal standen sich die beiden zuletzt gegenüber und die Bilanz könnte kaum ausgeglichener sein: je sechs Siege, dazu vier Remis. Fast so, als hätten sie sich stillschweigend auf Gleichstand geeinigt.

Auch in der Tabelle passt das Bild: Neuenhaus auf Rang zehn mit zehn Punkten, Emsbüren direkt dahinter mit acht Zählern. Keine Welten, die beide trennen.

Ein Blick in die Statistik: Emsbüren verteidigt etwas stabiler (12 Gegentore), Neuenhaus ist da anfälliger (17). Dafür haben die Concorden vorn öfter getroffen, 13 Mal gegenüber 10 Treffern der Borussia. Letzte Woche fühlte sich Neuenhaus nach einem späten Ausgleich in der 97. Minute eher wie ein Verlierer, während Emsbüren spielfrei war. Dafür hatten beide ihr letztes Vergnügen mit der Spelle-Venhaus-Reserve.

Alles deutet also auf ein enges, hart umkämpftes Spiel hin, Chancen rar, Tore noch seltener. Und sollte es am Ende wirklich 0:0 heißen, wäre es wohl das erste dieser Bezirksliga-Saison. Irgendwer muss schließlich anfangen.

Ein Nachbarschaftsvergleich mit Parallelen

Elf Punkte gegen zehn, Fünfter gegen Achter, das klingt erstmal nach Tabellen-Arithmetik. Doch beim Blick auf die jüngsten Wochen zeigt sich: Altenlingen läuft einen Spieltag hinterher. Das abgesagte Duell mit Veldhausen schwebt noch wie ein kleiner Joker in der Hinterhand. So wirkt die Bilanz gar nicht so schlecht, wie sie auf den ersten Blick aussieht.

Kurios: Altenlingen und Langen haben beide schon den SF Schwefingen bezwungen. Ein kleiner Stachel im Stolz des Gegners, der beiden wohl noch immer Freude bereitet. Auch Freren hat man bereits bespielt, da konnte nur Langen im berüchtigten Hexenkessel bestehen. Und selbst die Weiße Elf stand für beide schon auf dem Programm: Während Langen in einem 1:7 unterging, kratzte Altenlingen in der Schlussminute ein Unentschieden zusammen. Gegen Bad Bentheim reichte es ebenfalls für beide zu Zählbarem, Altenlingen siegte, Langen entführte einen Punkt aus der Burgstadt.

Unterm Strich deutet vieles darauf hin, dass es am Sonntag eng zugehen könnte. Doch während Langen daheim zuletzt durchaus stabil wirkte, tun sich die Schwarz-Gelben auswärts schwer. Genau deshalb tippt mancher schon darauf, dass die Anzeigetafel am Ende ein 3:1 für Altenlingen verkünden wird, ein Ergebnis, das nüchtern betrachtet gar nicht mal so unrealistisch klingt.

Das Spitzenspiel ruft

Fünf Siege, zwei Niederlagen, Schwefingen hat sich leise, aber bestimmt nach oben gearbeitet. Drei Siege und drei Unentschieden stehen Lohne gegenüber. Unentschieden, die in der Kabine wahrscheinlich unterschiedlich schmecken: Der Punkt gegen Vorwärts ist mit Blick auf die Tabelle in Ordnung, die geteilten Zähler gegen Laxten und die Weiße Elf dürften Trainer Dennis Brode dagegen eher grummeln lassen.

Schwefingen wiederum genießt die neue Rolle im Rampenlicht. Das Etikett „Topspiel“ klebt gerade an ihrem Vereinsheim wie ein frisch gestrichener Anstrich. Die alten Narben vergangener Jahre, sie wirken plötzlich blasser. Auf dem Papier ist alles angerichtet für ein Fußballfest, auf dem Platz müssen es beide Mannschaften nun liefern.

Historisch hat Schwefingen ein kleines Pfund: Das letzte Heimduell ging 1:0 an die Gastgeber, Torschütze damals Dominik Thale. Aber niemand hier hat Interesse daran, alte Wunden neu aufzureißen. Vielmehr zählt das Hier und Jetzt.

Und für alle, die nicht im Schwefingen dabei sein können: Der FuPa-Liveticker hält euch bei Laune. Tore, Chancen, Highlights - fast in Echtzeit. Kein Stream, aber die berühmten 20-Sekunden-Clips, die das Geschehen frisch aus der Steckdose liefern. Bleibt also dran und wer mag, darf auch ein Like dalassen.

Kein Tipp von mir, ich werde es einfach genießen!

➡️ ZUM LIVETICKER ⬅️

Wer stoppt den Lauf?

Sonntag um 14 Uhr trifft die Weiße Elf Nordhorn am 8. Spieltag der Bezirksliga Weser-Ems 3 auf Sparta Werlte. Auf dem Papier klingt das klar: Nordhorn hat nach einem wackligen Saisonstart den Faden gefunden und ist seit fünf Spielen ungeschlagen. 18 Tore sprechen für eine gefährliche Offensive, 16 Gegentore verraten aber auch: hinten ist nicht immer alles dicht.

Sparta Werlte dagegen sucht noch die Konstanz. Mal blitzt die Qualität auf, mal ärgert man sich über vergebene Chancen. In Nordhorn wird es darauf ankommen, kompakt zu stehen und die eigenen Umschaltmomente zu nutzen, Tugenden, die zuletzt zumindest phasenweise stimmten.

Die Bilanz spricht trotzdem eine deutliche Sprache: zwölf Siege für Nordhorn, nur vier für Sparta. Aber Papier ist bekanntlich geduldig. Auf dem Platz könnte Sparta mit Kampfgeist und Teamspirit mehr erreichen, als es die Statistik vermuten lässt.

Trotzdem: der Lauf der Weißen Elf wirkt stabil, und wenn alles so läuft wie zuletzt, dürfte der Heimvorteil den Ausschlag geben. Mein Tipp: Nordhorn siegt 3:1, verdient, aber ohne Glanz.

Aufrufe: 022.9.2025, 05:37 Uhr
René DiebelAutor