
Lampertheim. Mit dem 4:1 über den SV Kirschhausen hat der VfB Lampertheim im Nachholspiel am 7. Dezember die Tabellenführung in der Fußball-B-Liga zurückerobert. Das sind gute Voraussetzungen, um auch am Saisonende ganz weit oben zu stehen. „Klar wollen wir diesen Platz so lange verteidigen, wie es nur geht. Aber in der Winterpause ist noch keiner Meister geworden. Das Wort Meisterschaft nimmt bei uns auch keiner in den Mund“, rät VfB-Trainer Martin Göring trotz aller Erfolge zur Bescheidenheit und freut sich, dass seine Spieler demütig und „klar in der Birne“ sind.
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Anspruch und Wirklichkeit: Vor der Saison wollte der VfB in seinem zweiten Jahr in der Kreisliga B den vierten Platz des Vorjahres bestätigen und oben mitspielen. „Das ist uns mehr als gelungen“, stellt Martin Göring voller Zufriedenheit fest. Um den Ansprüchen auch nach der Winterpause gerecht werden zu können, hofft Göring, dass er bei seinem verhältnismäßig kleinen Kader keine (weiteren) Ausfälle hinnehmen muss. „Das ist auch der Grund, weswegen unsere erste Mannschaft kein Hallenturnier spielt. Die Verletzungsgefahr ist einfach zu groß“, bittet Göring um Verständnis.
Was war gut? Trotz so manchem schlechten Ergebnis hat sich der zum Teil neu formierte VfB Lampertheim in der Vorbereitung gut gefunden. „Die Mannschaft mosert nicht, wenn ich mal zu einer Trainingseinheit ohne Ball anleite“, freut sich Göring, dass seine Spieler so gut mitziehen. Auch wie sich die Spieler nach Rückschlägen wieder zusammenraufen würden, erachtet der Trainer als positiv. Das gelte sowohl nach Gegentreffern als auch nach Niederlagen. „Jedes Mal, wenn wir ein Spiel verloren haben, hat die Mannschaft gleich die Antwort gegeben und das nächste Spiel gewonnen“, lobt Göring den Charakter seiner Truppe. Auch die gute Zusammenarbeit mit Stefan Svrga, dem Trainer der Reserve, hebt er positiv hervor: „Die 1B hat eine Kaderstärke von mehr als 20 Spielern, die selten ein Training verpassen.“ Für Göring Grund genug, eins, zwei Spieler davon, für den Kader der ersten Mannschaft zu nominieren. „Mit Stefan habe ich mich schon gut verstanden, als er die erste Mannschaft des VfB trainiert hat und ich Trainer bei den Azzurri war.“
Was geht besser? „Die Serie von drei Auswärtsniederlagen in Folge hätten wir uns gerne sparen können“, blickt Martin Göring ungern auf die Pleiten beim SV Unter-Flockenbach III, dem VfR Bürstadt und dem TSV Gras-Ellenbach zurück. Gegen tief stehende Gegner taten sich die Lampertheimer zudem nicht immer leicht. „Da wünsche ich, dass meine Elf beim Knacken solcher Nüsse künftig kreativer ist“, fordert der Trainer.
Wer kommt? Wer geht? Der VfB Lampertheim hat in der Winterpause zwar keine personellen Änderungen zu vermelden, bedauert aber den Ausfall von Erhan Kurt. Dieser riss sich das Kreuzband, sodass er in dieser Saison wohl nicht mehr zum Einsatz kommen wird.
Wer steigt auf? Wer steigt ab? „Möglicherweise fünf Mannschaften werden bis kurz vor Saisonende um die Meisterschaft spielen“, rechnet Göring mit einem spannenden Titelkampf. Im Abstiegskampf sieht er noch Hoffnungen für den SV Kirschhausen: „Auch Elmshausen ist längst noch nicht abgestiegen.“
Wer wird Meister? „Hoffentlich wir“, sagt Martin Göring und hätte nichts dagegen, wenn seine Elf die Spitzenposition bis Ende Mai 2026 hält.