2026-03-13T07:45:35.464Z

Ligabericht

B-Klasse KH I: SG Fürfeld siegt durch drei Tore in irrer Schlussphase

Fürfelder liegen bis zur 88. Minute mit 2:4 hinten +++ Auch der TuS Roxheim feiert einen Comeback-Dreier +++ Zwei Top-Duelle enden 1:1

von Max Schäfer · Heute, 17:30 Uhr · 0 Leser
Die SG Fürfeld/Neu-Bamberg/Wöllstein II (hier im Bild: Abdul Malek Senucci) kam in den Schlussminuten gar nicht mehr aus dem Jubeln heraus.
Die SG Fürfeld/Neu-Bamberg/Wöllstein II (hier im Bild: Abdul Malek Senucci) kam in den Schlussminuten gar nicht mehr aus dem Jubeln heraus. – Foto: Belana Hall - Archiv

Bad Kreuznach. Die SG Fürfeld/Neu-Bamberg/Wöllstein II hat in der B-Klasse Bad Kreuznach einen spektakulären 5:4-Auswärtssieg bei der TSG Planig II gefeiert – die Entscheidung fiel erst tief in der Nachspielzeit durch einen verwandelten Foulelfmeter. In den Topduellen vom Spieltag trennten sich der SV Winterbach II und die SG Spabrücken sowie der VfL Rüdesheim II und Primus SG Weinsheim II jeweils mit 1:1.

Der TuS Waldböckelheim II machte es gegen die SG Kirn II deutlich (5:0). Außerdem fuhren auch der SV Oberhausen II beim 2:0 gegen den TSV Bockenau und die SG Hochstetten/Nußbaum gegen die SG Guldenbachtal II mit 4:3 Heimsiege ein.

Bereits am Freitagabend krönte der TuS Roxheim bei der SG Merxheim/Monzingen/Meddersheim II nach 0:2-Pausenrückstand seine famose Aufholjagd und gewann noch mit 4:2, wodurch der Ex-A-Klassist nun den zweiten Tabellenrang belegt.

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Die Gäste erwischten einen formidablen Start und gingen bereits in der 5. Minute durch ein Eigentor von Luke Meisenheimer mit 1:0 in Führung. Die Antwort der Gastgeber folgte jedoch schnell: Mourad Bouchnafa erzielte in der 9. Minute den Ausgleich. „Direkt vor dem Ausgleichstreffer bekommen wir einen hundertprozentigen Foulelfmeter nicht gepfiffen, im Gegenzug erzielen die Planiger mit einem Sonntagsschuss das 1:1“, schilderte Fürfelds sportlicher Leiter Jörn Zillmann.

Dominik Gerhardt brachte die Gäste in der 33. Minute erneut in Führung. Kurz vor der Pause nutzte die TSG Planig II jedoch einen individuellen Fehler der SG und kam durch Eike Broszukat zum 2:2 (45.). Nach dem Seitenwechsel erwischten die Hausherren den besseren Start. Justin-Thomas Schmitt traf direkt mit dem ersten Angriff nach Wiederbeginn zum 3:2 (46.). In der Folge verloren die Gäste zunehmend den Zugriff auf die Partie. „Nach dem nächsten Nackenschlag - unmittelbar nach Wiederbginn - haben wir das Spiel aus der Hand gegeben und unsere Positionen nicht mehr gehalten“, erklärte Zillmann. Planig nutzte dies und erhöhte durch Broszukat nach einem Konter auf 4:2 (70.).

„Ehrlicherweise hat sich bis zur 88. Minute nicht angedeutet, dass wir nochmal zurückkommen“, erläuterte Zillmann. Stattdessen seien die Gastgeber näher am entscheidenden fünften Treffer gewesen. In der Schlussphase entwickelte sich jedoch eine dramatische Wendung. Dominik Gerhardt verkürzte nach einem Freistoß aus dem Gewühl heraus auf 4:3 (88.). Kurz darauf gelang den Gästen der Ausgleich: Der nominelle A-Junior Joshua Steeg zog von der linken Seite nach innen und schloss ab, der Ball wurde von TSG-Akteur Lars Horn unhaltbar zum 4:4 abgefälscht (90.).

Jonas Galinski mit dem Lucky Punch in der Nachspielzeit

Doch damit nicht genug: In der Nachspielzeit eroberte SG-Spieltrainer Stephan Klein im Mittelfeld den Ball und spielte ihn lang auf Gerhardt, der sehenswert in den Lauf von Joker Abdul Malek Senouci steckte. Dieser wurde auf Höhe der Strafraumkante per Foul gestoppt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Jonas Galinski in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum 5:4. Anschließend wurde die Partie nicht mehr angepfiffen.

„Ein Remis wäre aufgrund der beiden unterschiedlichen Halbzeiten sicher das gerechte Ergebnis gewesen“, resümierte Zillmann. Während der erste Durchgang an seine Mannschaft gegangen sei, habe Planig im zweiten Abschnitt deutliche Vorteile gehabt. Angesichts der aktuellen Tabellensituation nehme man die drei Punkte jedoch gerne mit. „Der Sieg tut der Moral der Truppe mehr als gut“, sagte Zillmann und verwies zugleich auf weiterhin vorhandenes Verbesserungspotenzial. Die Schlussphase habe jedoch gezeigt, dass die Mannschaft trotz der schwierigen Lage im Tabellenkeller absolut intakt sei.

Der Spielfilm: 0:1 Meisenheimer (5. Eigentor), 1:1 Berk Dastan (9.), 1:2 Gerhardt (34.), 2:2 Broszukat (45.), 3:2 Schmitt (46.), 4:2 Broszukat (70.), 4:3 Steeg (88.), 4:4 Gerhardt (90.), 4:5 Galinski (90.+2 Foulelfmeter)

Die weiteren Partien im Steno:

Tore: 1:0 Fries (14.), 2:0 Buch (25. Foulelfmeter), 2:1 Zengerling (51.), 2:2 Rust (56.), 2:3 Reimann (63.), 2:4 Baumgärtner (84.)

Tore: 1:0 Lenhart (37.), 1:1 Lang (74.)

Tore: 0:1 Schmalz (64.), 1:1 Gomes (81.)

Tore: 1:0 Gräf (2.), 2:0 Niebergall (28.), 3:0 Fey (50.), 4:0 Kron (56.), 5:0 Schneider (80.)

Tore: 1:0 Bernhardt (51.), 2:0 Bernhardt (66.)

Tore: 1:0 Özdemir (3. Foulelfmeter), 2:0 Dahdouh (34.), 3:0 Grießhaber (48.), 3:1 Hildebrandt (55. Foulelfmeter), 3:2 Dehmer (70.), 4:2 Grießhaber (86.), 4:3 Hildebrandt (90. Foulelfmeter)