2025-12-03T05:51:34.672Z

Spielbericht
Wallertheims Nils Arnold fängt Rheindürkheims Timo Widder ab. Links harrt Leon Becker der Dinge, die da kommen.	Foto: Axel Schmitz/pakalski-press
Wallertheims Nils Arnold fängt Rheindürkheims Timo Widder ab. Links harrt Leon Becker der Dinge, die da kommen. Foto: Axel Schmitz/pakalski-press

B-Klasse AZ/WO: Rhenania Rheindürkheim im Freudentaumel

Keller-Elf gewinnt in Weinheim das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft gegen SG Wallertheim/Sulzheim souverän

Alzey-Weinheim. Schöner hätte die Saison in der B-Klasse Alzey-Worms nicht enden können, als mit diesem Traumtor: Aus 20 Metern zirkelte Jonas Werle den Ball in den rechten oberen Winkel und markierte damit den Endstand in diesem Entscheidungsspiel um die Meisterschaft: Es war das 4:0 für Rhenania Rheindürkheim, die in dieser Bonus-Partie in Alzey-Weinheim die nach der Punktspielserie punktgleiche SG Wallertheim/Sulzheim endgültig auf den zweiten Platz verwies. Schon vor dieser Begegnung war klar, dass beide Mannschaften für kommende Runde einen Startplatz in der A-Klasse haben.

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Rhenania Rheindürkheim verfügt über einen großen Anhang. Der A-Klassen-Absteiger aus der zurückliegenden Saison stellte auch in Weinheim das Gros der über 125 Zuschauer. Und das hatte allen Grund, guter Stimmung zu sein. Jonas Werle (12.) köpfte frühzeitig das 1:0, Timo Widder legte per Freistoß rasch das 2:0 (16.) nach. Mit Werles zweitem Kopfball-Tor (36.) war die Begegnung schon vor Ablauf der ersten Hälfte entschieden. Die ersatzgeschwächte SG Wallertheim/Sulzheim mit ihrem wie immer herausragend engagierten Spielertrainer Levent Yalkin war weitgehend nur auf Schadenbegrenzung aus.

Krönendes Karriereende des Abwehrchefs

Die meisten SGler hasteten nach Schlusspfiff in die Katakomben und überließen dem überglücklichen Sieger die Bühne vor der Tribüne. Die Spieler versammelten sich zum Siegerfoto. Irgendjemand zauberte noch ein rotes Transparent mit den Worten „Zurück in der A-Klasse“ aus dem Off. Dann klickten die Smartphones, eins sogar, um die Impressionen via Videofilm ins Reich der Unvergänglichkeit zu holen.

Rheindürkheims Abwehrchef Fabien Kunze genoss die Minuten besonders. Er beendete mit dieser Begegnung seine Fußball-Laufbahn - einen besseren Zeitpunkt hätte er nicht wählen können. Auch Steffen Keller strahlte übers ganze Gesicht. Ein Jahr nach der Niederlage von Framersheim, die den Verein aus der A- in die B-Klasse führte, dem treuen Anhang in Weinheim dieses Erfolgserlebnis zu bereiten, machte dem Trainer ebenso viel Freude wie die Leistung seiner Mannschaft über die 90-minütige Spielzeit.

Mannschaft bleibt zusammen

Das nimmt Rhenania in die neue Runde, in der sie sich in der A-Klasse behaupten will. Keller: „Solange die Mannschaft zusammenbleibt und wir unsere Chancenverwertung noch etwas verbessern, sehe ich da keine Schwierigkeiten.“ Eine Einschätzung, die Jonas Werle, der dreifache Torschütze des Abends, teilt. Und er avisierte, dass dieser eingeschworene Haufen tatsächlich gemeinsam in der A-Klasse auflaufen möchte.

21 Tore hat Werle in dieser Saison insgesamt für die Rheindürkheimer erzielt. Trotz dieser stolzen Bilanz wehrt der 24-Jährige Komplimente ab und lobt stattdessen die Teamleistung, die über die gesamte Saison erbracht worden sei: „Bei uns kämpft jeder für jeden“, charakterisiert er: „Und jeder gönnt dem anderen, dass er spielt. Aus dieser Mannschaft kann man niemanden herausheben, da sind alle gleich wichtig. Über die gesamte Runde gesehen, haben wir gezeigt, dass wir die beste Mannschaft der B-Klasse sind“.

Ein wichtiger, wenn nicht sogar der wesentliche, Faktor, würdigt Werle, sei der „Trainerfuchs Steffen Keller. Er beobachtet jeden Gegner und stellt uns unheimlich gut auf ihn ein. Das ist in der B-Klasse zweifellos keine Selbstverständlichkeit“. Sagt er, und ist zurück in der Traube der Feiernden.

Aufrufe: 04.6.2025, 11:30 Uhr
Claus RosenbergAutor