
Wiesbaden. Martin Fraund rang nach Superlativen. „Die Jungs sind einfach der Wahnsinn“, strahlte der B-Juniorencoach und Jugendleiter von Germania Wiesbaden nach Platz zwei bei den Süddeutschen Futsal-Meisterschaften in Ehningen (Baden-Württemberg). In der südamerikanischen Hallenfußballvariante mit sprungreduziertem Ball auf einem Handballfeld haben es seine Jungs mit Können, Technik und Leidenschaft damit zur Endrunde um den deutschen Titel von Freitag bis Sonntag in Duisburg-Wedau geschafft. So weit, weiß der Wiesbadener Kreis-Jugendwart Dieter Pfauth, hat es noch kein Futsal-Nachwuchsteam aus der hessischen Landeshauptstadt geschafft.
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Im ersten Spiel der Gruppe B gewannen die jungen Germanen um Kapitän Leo Eickhoff mit 7:3 gegen die JF Langenau und waren somit bereits für das Halbfinale qualifiziert. Im zweiten Gruppenspiel ging es dann zum ersten Mal gegen die sehr starken Jungs vom FC Memmingen. Die Partie ging mit 0:3 verloren. Eine Niederlage, die aber weggesteckt wurde. Im Halbfinale kam die Geschlossenheit des Teams zum Tragen.
Gegen Eintracht Freiburg hieß es nach regulärer Zeit 1:1, wobei die Wiesbadener Siegtor-Chancen ausgelassen hatten. Das Siebenmeter-Schießen musste die Entscheidung bringen. In diesem wuchs Germania-Keeper Moritz Kreutzer über sich hinaus, parierte zweimal, während sich seine Teamgefährten von der Siebenmeter-Marke keinen einzigen Fehlschuss erlaubten.
Entsprechend war der Jubel im Lager des Hessenmeisters riesig. Denn bereits vor dem Finale war klar, dass beide Endspielteilnehmer das Ticket für Duisburg lösen würden. Die erneute 0:3-Niederlage gegen Memmingen im Finale war daher zu verkraften. Für die elf Germania-Spieler geht es damit am Freitag auf eine dreitägige Reise. Mickey Gross, Unterstützer der Nachwuchsabteilung des Waldstraßen-Clubs, wird dafür einmal mehr einen Neun-Sitzer-Bus zur Verfügung stellen.