
Die Gastgeber waren mit acht Punkten aus den ersten sechs Spielen in die Liga gut gestartet und konnten somit als Neuling bereits erste Ausrufezeichen setzen.
BERICHT des FC Rot-Weiß Erfurt
In der Halbzeitpause lauschten alle Rot-Weißen der Pokalauslosung für das Achtelfinale des Thüringenpokals, welches RWE das Los des FSV 06 Ohratal bescherte.
Zurück aus der Pause und zurück im Regionalligageschehen kamen beide Teams mit vielen Ambitionen aus der Kabine, denn beide Mannschaften spürten, dass der Ausgang des Spiels offen ist. Nach Chancen auf beiden Seiten waren es diesmal die Gastgeber, die zum 2:2-Ausgleich treffen konnte. Der großgewachsene Stürmer Nikolas Frank köpfte zum Gleichstand aus. Anschließend blieb das Bild ähnlich: Der FC RWE bemühte sich, fand jedoch keine passende Lücke und Antwort, um wieder in Front zu gehen. Die Berliner spielten taktisch diszipliniert und versuchten mit Nadelstichen gefährlich zu werden. Nach dem Doppelwechsel in der 72. Spielminute: Rückkehrer Romarjo Hajrulla und Robbie Felßberg; Benjika Caciel und Pablo Soares ersetzen, foulte Torschütze Lenny Stein des BFC Preussen im Zentrum und bekam dafür die gelbe Karte. Nach lautstarkem Beschweren des Berliners zückte der Unparteiische Philipp Jacob die Gelb-Rot-Karte, und so waren die Rot-Weißen in der letzten Viertelstunde in Überzahl. Das Spielglück sollte an diesem Tag weiterhin bei den Blumenstädtern liegen. Ein langer hoher Ball kam an die Strafraumgrenze der Berliner, wo Kapitän Stephan Behrens ein Abwehrversuch mit dem Kopf missglückte und der Ball länger und länger für Torhüter Karl Albers wurde und schließlich im eigenen Netz landete: 3:2 für den FC RWE in der 78. Spielminute! Den Deckel auf die Partie machte kurz vor Schluss Obed Ugondu, als er freistehend im Strafraum den Ball vor die Füße bekam und goldrichtig stand, um den Ball über die Linie zu drücken. Danach durfte noch ein Debüt beim FC Rot-Weiß gefeiert werden, denn mit dem Dreierwechsel von Til Linus Schwarz, Obed Ugondu und Stanislav Fehler kamen auch Ayo Adesida, Sejdo Durakov und Raphael Assibey-Mensah zum Einsatz. Letzterer zum ersten Mal bei einem Pflichtspiel auf dem Feld.
Fazit: Mit dem Endstand von 2:4 aus Sicht des Gastgebers holen die Rot-Weißen die nächsten drei Punkte und stehen mit 18 Punkten und somit nur einen Punkt weniger als die beiden Erst- und Zweitplatzierten Halle und Lok Leipzig auf dem dritten Rang. Dennoch resümierte Trainer Fabian Gerber folgerichtig: „Das Quäntchen Glück war heute auf unserer Seite. Ich bin zufrieden, dass wir die drei Punkte geholt haben. Mit der Art und Weise war ich nur teilweise zufrieden.“
Direkt am Dienstag geht es auswärts bei der BSG Chemie Leipzig weiter, bevor der FC RWE am Weltkindertag zuhause den Chemnitzer FC empfängt!