2025-12-03T05:51:34.672Z

Spielbericht
– Foto: Rüther

Auswärts und abgeklärt: Weiße Elf siegt in Emslage

Auswärts und abgeklärt: Weiße Elf siegt in Emslage

Der Mittwochabend in Emslage begann mit einem lauen Spätsommersonnenschein und endete mit einem klaren 0:3 aus Sicht der Gastgeber. Die Weiße Elf Nordhorn zeigte genau die Reaktion, die Trainer Frank Westerink nach der Niederlage gegen Sparta Werlte eingefordert hatte und ließ dabei nie den Verdacht aufkommen, dass man hier mit leeren Händen nach Hause fahren würde.

Schon nach 13 Minuten stellte Simon Többen die Weichen: 0:1, frühe Führung, Trainerwunsch erfüllt. Nordhorn blieb dran, ließ Chancen liegen, wurde aber selbst hinten einmal vom eigenen Keeper Philip Steinbach gerettet, das klassische „einmal tief durchatmen, bitte“.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Emslage mit langen Bällen in Richtung Briegert und Völlering das Spiel zu kippen. Doch genau in diese Phase hinein traf Sven Vennegerts (67.) und nahm den Gastgebern die letzte Hoffnung. Kurz vor Schluss durfte auch noch Ramon Beld ran und setzte mit dem 0:3 den Deckel drauf.

Ein verdienter Sieg, aber auch ein Abend des Abschieds: Jonathan Rudi und Sascha Cymbal streiften zum letzten Mal das Trikot der Weißen Elf über, bevor sie sich studien- und berufsbedingt verabschieden. Die Mannschaft verabschiedete die beiden mit dem besten Geschenk, das es im Fußball gibt: drei Auswärtstore und drei Auswärtspunkte.

Emslage dagegen taumelt nach der vierten Niederlage in Folge am Tabellenende entlang und wird sich wünschen, dass die Saison bald eine andere Richtung einschlägt.

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Union Lohne schießt sich an die Spitze

– Foto: SV Union Lohne

Große Kulisse am Wallkamp: Rund 800 Zuschauer hatten sich am Donnerstagabend eingefunden, um das Bezirksliga-Topspiel zwischen dem ASV Altenlingen und Union Lohne zu verfolgen. Die Gäste reisten mit lautstarker Unterstützung von gut 300 Anhängern an und durften am Ende den Sprung an die Tabellenspitze bejubeln.

Die Partie begann mit einem kleinen Paukenschlag: Altenlingen nutzte einen Lohner Ballverlust, Kaufhold fand Lingers, und der ASV führte nach 14 Minuten. Doch Lohne antwortete prompt, Rendi Kildau glich drei Minuten später eiskalt aus. Defensiv waren die Gäste da aber noch nicht so sattelfest: Nach einer Ecke köpfte Thomas zum 2:1 für den ASV ein. Kurz vor der Pause stellte erneut Kildau auf 2:2.

Nach dem Seitenwechsel trat Lohne dann auf, als hätten sie die Pause für eine Dopingkontrolle im Koffeinlabor genutzt. Brode wurde im Strafraum gelegt, Kildau verwandelte den Elfer zur Führung, sein drittes Tor des Abends. Niehof legte nach einem schnellen Angriff über rechts das 2:4 nach. Altenlingen kämpfte sich mit einem Kopfball von Veer noch einmal ran, doch wieder war es Kildau, der das letzte Wort hatte: Sein vierter Treffer stellte den 3:5-Endstand her.

Danach verteidigte Lohne kompromisslos, brachte den Sieg nach Hause und darf nun zumindest für eine Nacht ganz oben von der Bezirksliga Weser/Ems grüßen.

Nächster Halt für die Rot-Weißen: Am 10. Oktober empfängt man den SV Veldhausen. Altenlingen dagegen wird sich ärgern, nicht nur über die Niederlage, sondern auch darüber, dass ein ehemaliger ASV-Spieler den Unterschied gemacht hat.

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SV Bad Bentheim erlebt einen schwarzen Mittwoch in Spelle

Archivbild
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Schon nach neun Minuten hatte die U23 des SC Spelle-Venhaus die Sache praktisch entschieden. 2:0 stand es da bereits, nach 35 Minuten 4:0, die mitgereisten Bad Bentheimer Fans rieben sich verwundert die Augen. Markus Egbers traf gleich doppelt, Maurice Thier und später Lukas Mersch sorgten für den Rest.

Vor allem die erste Halbzeit glich für die Bentheimer eher einer Lehrstunde. Spelle spielte mit Tempo und Präzision, während unsere Erste hinterherlief. Nach der Pause ließen die Gastgeber es ruhiger angehen, ohne jedoch die Kontrolle zu verlieren. Das 5:0 durch Mersch war dann endgültig der Deckel drauf.

Für den SV Bad Bentheim heißt es: schnell abhaken, Mund abputzen, weitermachen. Nach den zuletzt positiven Wochen ist dieses Ergebnis ein Dämpfer, aber einer, aus dem man lernen kann. Denn das nächste Spiel kommt, und dann braucht es eine andere Einstellung, um wieder zu zeigen, dass man auch anders auftreten kann.

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Altstadtfest, drei Punkte und ein bisschen Drama

– Foto: ASV Altenlingen

Die Altenlingener Festtage sind um einen Programmpunkt reicher: Die Erste besiegt den SV Langen mit 4:2 und macht es dabei so unterhaltsam wie die Blaskapelle auf dem Marktplatz. Schon wieder vier Tore, schon wieder ein Heimspiel mit viel Jubel, Niklas Lingers und Marvin Krämer hatten ihren Doppelpack-Tag, aber eigentlich war es eine Sache des gesamten Ensembles.

Schiedsrichter Robin Alexander Vogel leitete die Partie ruhig und unaufgeregt, musste kurz vor Schluss allerdings doch in seine Tasche greifen: Rot für Langens Stefan Rother nach 85 Minuten, eine Szene, die den Gästen die Aufholhoffnungen endgültig kappte. Zuvor hatten sie sich durch ein Eigentor von Andre Schnettberg noch einmal ins Spiel gewuchtet, mehr als Ergebniskosmetik wurde es aber nicht.

Der SV Langen rückt mit der Niederlage unangenehm nah an die Abstiegsplätze. Altenlingen hingegen sammelt nicht nur Punkte, sondern auch Selbstvertrauen für das Derby am Donnerstag gegen Union Lohne. Man darf also ein heißes Spitzenspiel erwarten, die Jungs sind bereit.

Und das Wichtigste: Die drei Zähler gehen gedanklich an Verteidiger Marcel Hofschröer, der krank fehlte. Komm bald wieder, Marcel - die Mannschaft hat Platz auf der Bank und Jubel auf dem Rasen für dich freigehalten.

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Emslage knapst am Punkt vorbei

– Foto: Rüther

Ein Punkt war möglich, blieb aber liegen

Sonntag in Freren: 23. Minute, Christian Braininger trifft zum 1:0 und dabei blieb’s. Emslage hatte Chancen, Freren auch, doch am Ende stand nur Hendrik Jakobs im Mittelpunkt, der im Emslager Tor wieder ein paar Hochkaräter entschärfte.

So nimmt Freren die Punkte mit und schiebt sich oben ran, während Emslage unten weiter wartet. Mittwoch geht’s für den VfL daheim gegen die Weiße Elf aus Nordhorn weiter, Freren reist zum punktgleichen Spitzenreiter Vorwärts Nordhorn II.

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Salzbergen gegen Veldhausen: Drei Tore in 20 Minuten

Es gibt Sonntage, da ist ein Fußballspiel nach einer halben Stunde praktisch erledigt. Der Auftritt von Veldhausen in Salzbergen war so einer. Nach gerade einmal 20 Minuten stand es 3:0 für die Gastgeber – und das sollte bis zum Abpfiff reichen.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Ecke von rechts, Kevin Drees steigt hoch, 1:0. Wenig später nimmt Nick Schulten Fahrt auf, Levin Leifeling schiebt trocken ein, 2:0. Wieder nur Augenblicke danach: Flanke Leifeling, Kopfball Drees, 3:0. Veldhausen wirkte überrumpelt, Salzbergen wirkte zufrieden.

Der Rest des Spiels war ein Kontrastprogramm. Veldhausen rappelte sich auf, kam nach der Pause sogar zu einigen ordentlichen Chancen, scheiterte aber wiederholt am gut aufgelegten SVA-Keeper Fockers – oder an sich selbst. Salzbergen ließ das Tempo der Anfangsphase vermissen, verteidigte das Ergebnis aber clever runter.

So blieb es beim 3:0, einem Ergebnis, das für beide Seiten symbolisch wirkt: Salzbergen gelingt der kleine Befreiungsschlag im Tabellenkeller, Veldhausen muss weiter auf den ersten Auswärtsdreier warten. Immerhin: Der kämpferische Auftritt in Hälfte zwei macht Mut.

➡️ Bericht von EmsTV ⬅️

Und die Veldhauser Fans? Sie glauben trotz der Niederlage weiter an ihre Mannschaft - lautstark, zahlreich und treu.

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Sparta bringt drei Punkte aus Nordhorn mit

Archivbild
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Der Kunstrasenplatz an der Wehrmaate hat schon so manche Mannschaft in dieser Saison ins Straucheln gebracht. Zuletzt erwischte es den SV Langen, der hier mit 7:1 unterging. Sparta Werlte aber zeigte sich unbeeindruckt und gewann mit 1:0.

Das Tor fiel früh: Als sich Nordhorns Keeper und sein Verteidiger uneins waren, nutzte Bernhard Kleymann die Situation und schob den Ball über die Linie. Saisontreffer Nummer vier, Vorlage von Alexander Kenning. Danach stellte Sparta den Laden hinten zu und verteidigte die Führung mit Geduld, Schweiß und einem Torwart, der an diesem Nachmittag nichts anbrennen ließ.

Jannik Rolfes, der Mann im Kasten, freute sich hinterher über die solide Abwehrarbeit: „Die Schüsse, die aufs Tor kamen, das waren eher so Schüsschen. Da hat die Viererkette mir vorher schon viel Arbeit abgenommen.“ Und doch, bei den Bällen, die durchkamen, war Rolfes hellwach. „So lässt sich das Wochenende gut ausleben“, grinste er im Interview.

Nordhorn versuchte es nach der Pause mit mehr Druck, doch Sparta hielt dagegen. Maurice Matic hätte in der Schlussphase alles klar machen können, scheiterte aber knapp - pzweimal. Am Ende blieb es beim 1:0, das Werlte nach acht Spielen auf zehn Punkte und Platz neun klettern lässt. Die Weiße Elf rangiert mit elf Punkten knapp davor.

Und weil Fußball nie nur Fußball ist, wurde in der Kabine schon der Blick nach vorn geworfen: Nächste Woche Herbstmarkt in Werlte, dazu das Heimspiel gegen Schwefingen. Ein Gegner, mit dem noch eine kleine Rechnung offen ist, schließlich war es Schwefingen, das Sparta vor zwei Jahren am letzten Spieltag in die Emslandliga schickte.

Das Wiedersehen verspricht also nicht nur sportlich Spannung. Und wenn Rolfes wieder die Null hält, dürfte die Feier auf dem Markt gleich doppelt so ausgelassen werden.

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SV Concordia Emsbüren dreht Rückstand und siegt in Neuenhaus

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Archivbild – Foto: Diebel

Es war einer dieser Sonntage, an denen der Fußball ein kleines Augenzwinkern bereithält. Trotz zahlreicher Ausfälle drehte der SV Concordia Emsbüren einen 0:1-Pausenrückstand in Neuenhaus noch in einen 3:1-Sieg und kletterte damit in der Tabelle an Borussia vorbei.

Zunächst lief alles nach Plan für die Gastgeber: Emsbüren hatte zwar den Ball, ließ ihn auch gefällig laufen, doch zwingende Chancen blieben aus. Neuenhaus lauerte auf den Fehler und fand ihn in der 34. Minute. Nach einer Ecke nutzte Pascal Helmold die Verwirrung in der Concordia-Abwehr zum 1:0. Halbzeit. Ernüchterung auf der einen, gute Laune auf der anderen Seite.

Nach dem Seitenwechsel aber trat Emsbüren entschlossener auf. In der 55. Minute glich Simon Seltier aus, und nur fünf Minuten später kippte die Partie vollends: Schiedsrichter Ben Thade Balsen zeigte Helmold Gelb-Rot. Mit einem Mann mehr drehte Concordia sofort auf, Jonas Egbers traf in der 63. Minute per Distanzschuss sehenswert zum 2:1.

Auch in der Schlussphase blieb Emsbüren konzentriert. Bernhard Haarmann sorgte in der 83. Minute nach einem schnell ausgeführten Freistoß für den 3:1-Endstand. Danach brannte nichts mehr an.

Am Ende stand ein verdienter Sieg für Concordia, der Mannschaft trotz personeller Sorgen ein breites Grinsen ins Gesicht zauberte. Drei Punkte, eine geschlossene Leistung und die Vorfreude auf das Heimspiel gegen den SV Veldhausen am Freitag.

Aufrufe: 022.9.2025, 14:01 Uhr
P. M. Autor