
Blau-Weiß-Trainer Jürgen Walther schwor sein Team beim Spiel um die goldene Ananas ein, daß man eine fast zweistündige Anreise nicht macht, um ohne Punkte nach Hause zu fahren. Wille war gefragt und der Ausgang des Spieles würde von Kleinigkeiten abhängen...
BERICHT von Adi Volbert // SV BW '90 Neustadt/Orla
Gleich mit der ersten Möglichkeit versuchten die Blau- Weißen wieder in das Spiel zurückzukehren. Robin- Lee Engler zieht den Ball in den Rücken der Abwehr, wo erst Felix Künzel den Ball an den rechten Pfosten setzt, der zurückprallt und dann von Tobias Grau der nächste Pfostentreffer auf der anderen Pfostenseite erzielt wird (47.). Ein sehr gute Gelegenheiten mit der Doppelchance das Spiel wieder offener zu gestalten war erneut dahin. Ein Diagonalpass auf die linke Seite findet Josia Walther der in aussichtsreicher Position der Ball weit über das Tor schaufelt (49.). Eichsfeld verlegte nun sein Spielglück auf schnelle Gegenstöße. Pichinot kann einen Fehler in der Neustädter Innenverteidigung nutzen und kann noch auf Sachs ablegen, dessen Schuss noch abgefälscht wird und damit unhaltbar für Torhüter Maximilian Paul im langen Eck einschlägt (3:0, 53.). Erneut fehlt der Neustädter Abwehr die Übersicht und erneut ist es Sachs, der den besser postierten Wallbraun freistehend findet, der mit dem Doppelschlag die Vorentscheidung herbeiführt (4:0, 57.). Zwar war noch mehr als eine halbe Stunde zu spielen, aber so wirklich glaubte keiner der Beteiligten mehr an eine Wende im Spiel. Eichsfeld machte die Räume eng und Neustadt fand keine geeigneten Mittel das Bollwerk zu knacken. Josia Walther zerrt an den Ketten und wird erneut in Szene gesetzt, setzt sich gegen 2 Gegenspieler durch, hat frei Bahn, schiesst dann den Ball aber wieder über den Querbalken (60.). Der nächste ruhende Ball bringt Elia Walther ins Zentrum auf den Kopf von Bernhard Grimm, der ihn aber knapp vorbei köpft (62.). Der eingewechselte Peter Wittwer dringt von der linken Seite in den Strafraum ein wird klar zu Fall gebracht, aber die Pfeife des gut postierten Schiedsrichter Geißler blieb stumm (77.). Im Gegenstoß taucht Dietrich auf der rechten Seite vor Maximilian Paul auf, der aber den scharfen Schuss ins kurze Eck abwehren kann (79.). Die Hausherren wollten die Partie ohne Gegentor zu Ende bringen, aber Neustadt hatte etwas dagegen. In der Nachspielzeit setzt sich Felix Künzel auf der linken Seite durch, flankt ins Zemtrum, wo der Ball am Ende zu Bernhard Grimm kommt, der den späten Ehrentreffer markiert (4:1, 92.).
Fazit: Am Ende sah das Spiel am Ende mit dem 1. FC Eichsfeld einen glücklichen und verdienten Gewinner. Auch wenn das Ergebnis es nicht aussagt, war es tatsächlich ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem die Anzahl der Neustädter Abwehrfehler den Unterschied ausmachten und die offensive Durchschlagskraft diesmal nicht wie gewohnt zum Zuge kam. Der 1. FC Eichsfeld hingegen spielt eben cleverer und effektiv. Adiv
Dennis Erkner (Trainer 1. FC Eichsfeld): „Tatsächlich war es ein zerfahrenes Spiel. Wieder gab es 2zweiElfmeter und hätte vielleicht noch einen weiteren Strafstoß für Neustadt geben können. Am Ende haben wir verdient gewonnen, aber auch mit dem Glück des Tüchtigen, wenn ich an die Situation zu Beginn der zweiten Halbzeit, wo die beiden Pfostenschüsse in einer Aktion sind. Heute hatten wir so ein bisschen Spielglück, was wir in den letzten Wochen nicht so hatten und haben es dann hinten raus den Sieg auch verdient, war aber jetzt nicht so klar, wie es das Ergebnis vermuten lässt.“
Jürgen Walther (Trainer SV Blau-Weiß’90 Neustadt/Orla): „Wir sind uns einig, es war ein brutaler Ausgang des Spiels. Wir erarbeiten uns gute Möglichkeiten mit Pech, wenn man nach dem 0:2 mit den Pfostentreffer wieder ins Spiel kommt, dann kann die Geschichte hier anders ausgehen. Wir haben uns Chancen erarbeitet und machen auch in der 1. Halbzeit ein gutes Spiel, bekommen den Strafstoß nicht und dann haben wir drei Aussetzer hinten drin und dann gehst du hier eben unter. Die Qualität der Eichsfelder ist dann einfach zu hoch. Kleinigkeiten kann man sich dann auch nicht erlauben, wenn wir es hinten nicht klären und vorne einfach auch nicht machen.“
