
Die SG Blaues Wunder Hannover steht vor einer schwierigen Aufgabe bei der SG 74 Hannover. Trainer Leon Erlersieht sein Team dennoch nicht chancenlos – und spricht von einer besonderen Ausgangslage.
Wenn die SG Blaues Wunder Hannover am Dienstagabend bei der SG 74 Hannover antritt, sind die Rollen klar verteilt. Der Tabellenführer, der am vergangenen Spieltag die Spitze übernommen hat, empfängt den Dreizehnten.
Trainer Leon Erler blickt dennoch optimistisch auf die Aufgabe: „Wir haben in so einem Spiel eher nichts zu verlieren, was vielleicht auch gut sein kann.“ Gegen Spitzenteams habe seine Mannschaft zuletzt gute Erfahrungen gemacht: „Gegen solche Teams haben wir eine ganz gute Serie hingelegt, haben gegen Stelingen einen Punkt geholt, gegen Krähenwinkel gewonnen, gegen Ramlingen gewonnen.“
Die Ausgangslage unterscheidet sich deutlich von den direkten Duellen im Tabellenumfeld: „Da weiß man, wir können eigentlich nur Punkte gewinnen. Wenn der Gegner gewinnt, tut uns das nicht so weh, weil es kein direkter Konkurrent ist, der drei Punkte mehr holt.“
Dennoch wirkt die Niederlage vom Wochenende nach. Nach dem 1:2 gegen TuS Kleefeld gehe es vor allem darum, „mental wieder aufzustehen“. Erler beschreibt den Spielverlauf als besonders schmerzhaft: „Mit zehn Mann geführt, kaum Chancen zugelassen und dann noch den Lucky Punch kassiert. Das tat doppelt weh, gerade im Derby und in der Tabellensituation.“
Die Vorbereitung auf das Nachholspiel war entsprechend kurz. „Wir hatten einen Tag Pause, der Gegner einen mehr, das kann ein Vorteil sein“, sagt Erler. Personell bleibt die Lage angespannt: „Viele Spieler aus der zweiten sind dabei, dazu die rote Karte vom letzten Spiel.“
Trotzdem formuliert der Trainer ein klares Ziel: „Wir wollen das Beste daraus machen und versuchen, mindestens einen Punkt mitzunehmen.“
Dass enge Spiele möglich sind, zeigt der Blick auf die Vergangenheit: „Gegen den Gegner waren es in den letzten Jahren immer knappe Spiele, meist mit einem Tor Unterschied.“ Genau daran will Blaues Wunder anknüpfen – und im Idealfall erneut überraschen.