2026-04-20T12:45:22.080Z

Spielbericht

Ausrutscher auf heimischem Terrain

4. Liga, Gruppe 3: Oetwil-Geroldswil II - Hellas

von Janic Stähelin · Gestern, 19:19 Uhr · 0 Leser

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Die zweite Mannschaft des FC Oetwil-Geroldswil kommt zuhause gegen den FC Hellas nicht über ein 1:1 hinaus. In einem schwierigen Spiel will der Lucky Punch nicht gelingen.

Im heimischen Werd war das Ziel gegen die Gäste aus der Stadt Zürich klar: Gegen den FC Hellas, momentan Tabellenachter, muss ein Sieg her. Der Start ins Spiel verlief dann jedoch harzig, auf dem etwas trockenen Rasen und mit relativ starkem Gegenwind hatten die Hausherren Mühe, ihr Kurzpassspiel aufzuziehen. In der Defensive stand der FCOG etwas zu weit weg von seinen Gegenspielern und sah sich so in der 9. Minute mit einem Eckball konfrontiert. Die Zuordnung in der Mitte passte nicht, prompt ging ein Gegenspieler am zweiten Pfosten vergessen, das 0:1 war Tatsache.

Wie bereits in der letzten Woche geriet das Team von Coach Markus Imhof früh in Rückstand. Ebenfalls wie vor sieben Tagen konnte schnell reagiert werden. In der 17. Minute gelang zum ersten Mal ein sauberer Aufbau übers Mittelfeld, der Ball landete auf der linken Seite bei Aimen Zouaoui. Dieser spielte seine Schnelligkeit aus und brachte den Ball zur Mitte, wo Burhan Demiri den Ausgleich erzielen konnte.

Trotzdem wollte das sonst so gepflegte Aufbauspiel des FCOG weiterhin nicht so wirklich funktionieren. Das Mittelfeld konnte nicht ins Spiel gebracht werden, entsprechend lief offensiv wenig. Die beste Chance der ersten Hälfte gehörte dennoch dem Heimteam: Über die rechte Seite konnte Burhan Demiri freigespielt werden, seine Hereingabe fand Kai Hummer, der den Ball aus kurzer Distanz und schwierigem Winkel über das Tor setzte.

Weg nach vorne bleibt schwierig

Natürlich waren die Schwierigkeiten der ersten Halbzeit auch auf den Gegner zurückzuführen. Der FC Hellas überzeugte mit grosser Laufbereitschaft, führte die Zweikämpfe intensiv, stand gut und kombinierte sich immer wieder schön nach vorne. Kein Vergleich zu der Mannschaft, die der FCOG in der Hinrunde gleich mit 7:0 besiegen konnte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte und mit dem Wind im Rücken konnte der Gastgeber das Spieldiktat übernehmen. Mehrere Chancen konnten kreiert, jedoch nicht genutzt werden. Die Probleme im Spielaufbau blieben auffällig, die Mannen in Blau brachten sich mit teils haarsträubenden Ballverlusten selbst in Bedrängnis. Glücklicherweise nahmen die Gäste diese Einladungen nicht an.

Den Hausherren mangelte es ebenfalls nicht an Möglichkeiten. Immer wieder machte Burhan Demiri über die linke Seite Dampf, gleich zweimal wurde eine gefährliche Aktion, die einmal sogar in einem Tor von Kai Hummer mündete, wegen Abseits abgepfiffen.

Knapp zehn Minuten vor Schluss war es dann endlich soweit: Der eingewechselte Gianluca Mergola traf nur den Pfosten, Flavio Tosto setzte nach, brachte den Ball nochmals in die Mitte, dort stand Severin Jurt goldrichtig, 2:1! Doch der Blick zum Schiedsrichter liess den Jubel im Keim ersticken. Arm in der Luft, Pfeife im Mund, er entschied zum dritten Mal auf Abseits.

Wundenlecken ist angesagt

In den letzten Minuten warf das Heimteam noch einmal alles nach vorne, doch das gegnerische Bollwerk konnte nicht geknackt werden. Der FCOG muss mit einem Punkt Vorlieb nehmen, mehr hat er aufgrund der schwachen Leistung am Sonntag auch nicht verdient. Hoffentlich ist dies ein Weckruf dafür, dass das selbsternannte Ziel Aufstieg kein Selbstläufer wird. Es braucht weiterhin harte Arbeit und vollen Einsatz, will man am Schluss zuoberst stehen. Die Qualität dazu hat diese Mannschaft definitiv.

Die gute Nachricht: Der FCOG bleibt vorerst an der Tabellenspitze und hat weiterhin alles in den eigenen Füssen. Weiter geht es am 3. Mai auswärts gegen den FC Mezopotamya, am kommenden spielfreien Wochenende kann man den Kopf ein wenig lüften.

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