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Ausgerechnet ein Ex-Biebricher: Hasenstab schießt Walluf zum Derbysieg

Doppelpacker ist Wegbereiter für den 3:0-Derbysieg der SG Walluf in Biebrich +++ Dworschak sieht Rote Karte

von Lauris Ommert · 12.11.2025, 23:30 Uhr · 0 Leser
Max Hasenstab (rechts) - hier im Zweikampf gegen Biebrichs Jonas Nürnberg (links) - war mit seinen zwei Treffern der Matchwinner.
Max Hasenstab (rechts) - hier im Zweikampf gegen Biebrichs Jonas Nürnberg (links) - war mit seinen zwei Treffern der Matchwinner. – Foto: Jörg Halisch

Wiesbaden. Ausgerechnet gegen den Ex-Verein zu treffen – und das in einem Derby gleich doppelt: Max Hasenstab avancierte beim 3:0 (2:0)-Sieg der SG Walluf im Verbandsliga-Mittwochabendspiel beim FV Biebrich 02 zum Matchwinner (der Wiesbadener Kurier zeigte das Spiel im Livestream).

Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt vom Wiesbadener Kurier.

Walluf-Coach Dworschak sieht beim 2:0 glatt Rot

Schon früh stand Hasenstab goldrichtig: Nach einem Kopfball von Maurice Schulz, den 02-Keeper Paul Reichold an den Pfosten lenkte, staubte er zum 1:0 ab (4.). Rund 30 Minuten später reagierte er erneut am schnellsten, als Reichold einen strammen Abschluss von Monther Alahmed abprallen ließ (35.). Zum Jubeln durfte er erst 30 Sekunden später ansetzen: Der Linienrichter hob zunächst die Fahne, entschied auf Abseits. Wallufs Trainer „Adi“ Dworschak protestierte lautstark und sah dafür die Rote Karte (36.). Nach kurzer Beratung gab Schiedsrichter Matti Terlinden (SV Darmstadt 98) den Treffer jedoch doch. „Ich habe gerufen: ‘Der nicht, der nicht’. Das war ihm offenbar zu laut und forsch“, schilderte Dworschak später, der den Rest der Partie von außerhalb verfolgen musste.

ZUM RE-LIVE!

„Wir haben als Kollektiv unfassbar gut funktioniert – das war der Schlüssel zum Sieg“, lobte Dworschak auch die zweite Halbzeit. Kurz vor dem Seitenwechsel hätten die 02er, nachdem Niclas Siefert zu Boden ging, einen Elfmeter hätten bekommen können. Zu Beginn des zweiten Durchgangs hätte Tim Emmel (50.) verkürzen können. Der eingewechselte Ben Zornhagen (72.) verpasste die beste Biebricher Gelegenheit des Abends. Den Schlusspunkt setzte schließlich Maurice Schulz, der nach gewonnenem Zweikampf gegen Marco Waldraff frei vor Reichold cool zum 3:0 einschob.

Saridogan: Walluf war "bissiger, galliger, heißer, intensiver"

„Der Gegner war bissiger, galliger, heißer, intensiver. Das, was ich von Walluf gesehen habe, hätte ich von meiner Mannschaft erwartet“, sagte 02-Trainer Nazir Saridogan. Zwar hatte sein Team mehr Ballbesitz, gefährlich wurde es aber zu selten: „Wir hatten nicht die falsche Einstellung, aber die falsche Herangehensweise.“ Die erhoffte Konstanz fehlt Biebrich weiterhin – auch bei der Premiere auf dem frisch sanierten Jürgen-Grabowski-Sportfeld stellte sie sich nicht ein.


Am Samstag (17 Uhr) kann 02 gegen Juno Burg dabei einen neuen Anlauf starten . Für die SG Walluf, die sich mit Rang drei in der Spitzengruppe festgesetzt hat, steht dagegen ein spielfreies Wochenende an. „Am Wochenende haben die Jungs komplett frei und sollen ihre Füße hochlegen“, schmunzelte Dworschak – wohl wissend, dass es am 22. November in Breidenbach wieder ernst wird.

Biebrich: Reichold, Amoako, Koch (80. Stegmaier), Siefert (59. Offermann), Waldraff, Nürnberg, Emmel, Pinger, Reith, Tahiri, Puchalla (59. Zornhagen)

Walluf: Burghold, Bsullak, Dalbert, Dimter, Hernandez (74. Prasser), Nagayoshi, Alahmed, Buff, Monteiro-Carvalho, Schulz, Hasenstab (68. Aboubakari)

Tore: 0:1 Hasenstab (4.), 0:2 Hasenstab (35.), 0:3 Schulz (90.+4) / Rot: Dworschak (36.) - Zuschauer: 200