
Hatten nach dem 10. Spieltag noch drei Mannschaften die Kreisliga Süd punktgleich angeführt, reduziert sich die Spitzengruppe nach Runde 11 nun noch auf zwei Mannschaften. Ein Team dieses Duos ist der unverändert beeindruckend auftrumpfende Liganeuling DJK Ursensollen (1./25), welcher nach dem knappen 3:2-Sieg im Topduell gegen den TSV Königstein (4./22) den Ligathron wieder besteigt, punktgleich allerdings mit dem SV Raigering (2./25), der mit dem gleichen Ergebnis drei Punkte aus dem Vilstal vom SV Schmidmühlen entführte. Das Trio der schärfsten Verfolger der beiden Führenden führt der TuS Rosenberg (3./23 - 4:1 gegen Luhe-Wildenau) an vor dem TSV Königstein und dem SV Freudenberg (5./22 - 3:0 gegen Hirschau).
Schwenken wir noch hinab im Klassement und schauen auf die sorgenbehafteten, um den Ligaerhalt buhlenden Mannschaften: Da konnte das Schlußlicht ASV Haselmühl (14./3) nichts für eine Verbesserung der prekären Lage tun, wurde sein Heimspiel gegen den 1. FC Rieden (6./18) doch wegen schlechter Platzverhältnisse abgesetzt. Die zwei Teams, die aktuell die beiden Schleudersitze belegen, blieben am Wochenende ohne Zählbares: Für den SV Köfering (13./6) setzte es eine 0:7-Packung beim FV Vilseck (7./16), der TuS WE Hirschau (12./8) musste beim SV Freudenberg (5./22) mit 0:3 kleinbei geben.
Im Überblick die Ansetzungen des 11. Spieltags mit Stimmen:
Den frühen Rückstand - bereits nach sechzig Sekunden zappelte die Kugel im SC-Netz - steckte der Aufsteiger weg und hielt eine Halbzeit gegen den favorisierten Gastgeber gut mit. Das 0:2 aus Sicht der Gäste fiel dann allerdings zu einem psychologisch ungünstigen Zeitpunkt. Nach dem Pausentee und dem frühen, vorentscheidenden dritten Rosenberger Treffer ließ die Kramer-Elf keinen Zweifel mehr aufkommen, wer als Sieger den Platz verlassen würde. Während die Hüttenstädter ihre beeindruckende Serie fortsetzten - seit Mitte August ist man ungeschlagen - und damit weiterhin in der Spitzengruppe kräftig mitmischen, ist der SC nach nur einem Zähler aus den letzten drei Partien in eine unangenehme Nähe zur Abstiegszone abgerutscht.
"Das Spiel ging sehr gut los für uns und wir gingen früh in Führung. Dann war die erste Halbzeit allerdings nicht unbedingt ein Leckerbissen. Die Witterungsverhältnisse trugen ihren Teil dazu bei, streckenweise fehlte uns die nötige Konsequenz in unseren Offensivaktionen und Luhe-Wildenau hielt sehr gut dagegen. Zu einem denkbar günstigen Zeitpunkt, kurz vor dem Seitenwechsel, erhöhen wir dann aber durch eine tolle Aktion auf 2:0. Nachdem 3:0 war das Spiel dann, denke ich, entschieden. Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit einem erneut klaren Sieg. Wieder großes Lob an das Team", so TuS-Spielertrainer Dennis Kramer.
"Verdienter Sieg des TuS Rosenberg. Wir bekommen aktuell zu leicht Gegentore, sind im letzten Drittel zu unsauber mit dem Abspiel und es reichen halt nicht immer nur 25 Minuten, um gut dabei zu sein. Wir sollten schnellstmöglich den Bock wieder umstoßen", sagte Gästetrainer Georg Ramsauer.
Tore: 1:0 und 2:0 Christoph Bäumler (1./41.), 3:0 Antonio La Pegna (50.), 4:0 Christoph Bäumler (71.), 4:1 Daniel Spitzer (77.), 5:1 Dennis Kramer (84.) - Schiedsrichter: Moritz Fischer - Zuschauer: 60
Nach zwei deftigen Niederlagen zuletzt kehrte der SVF mit dem am Ende verdienten Dreier gegen die abstiegsgefährdeten Kaolinstädter in die Erfolgsspur zurück und behält die Tabellenspitze damit in Reichweite. Nach einem ersten Spielabschnitt, in dem es Chancen hüben wie drüben gab, ohne dass die Kugel den Weg ins Netz fand, ging es torlos in die Kabinen. Nach Wiederbeginn übernahm die Heimelf deutlich die Initiative, markierte den Führungstreffer, hatte dann aber Glück, nicht prompt den Gleichstand zu kassieren. Der Doppelschlag von Spielertrainer Basti Bauer innerhalb von drei Minuten stellte dann die Zeichen für den Gastgeber endgültig auf Sieg, womit er bei nur drei Punkten Rückstand zu den Plätzen 1 und 2 im Rennen um die Aufstiegsränge bleibt. Über dem TuS WE hingegen ziehen weiterhin dunkle Wolken.
"In der ersten Halbzeit war es eine sehr zerfahrene Partie, trotzdem hatten wir zwei bis drei richtig gute Torchancen, dir wir nicht nutzen konnten. Nach der Halbzeit haben wir das Spiel dominiert und den verdienten Führungstreffer erzielt. Mit einem Doppelschlag nach etwa einer Stunde war das Spiel dann gelaufen. Eine gute Reaktion der Jungs und ein verdienter Heimsieg", sagte SVF-Spielercoach Basti Bauer.
"In der ersten Halbzeit gab es Chancen auf beiden Seiten mit leichten Vorteilen für uns. Allerdings haben wir hier - wie leider des öfteren während der Saison - verpasst, aus unseren herausgespielten Torchancen ein Tor zu erzielen. In der 49. Minute fiel dann das 0:1. Im Gegenzug hatten wir noch die riesen Chance zum Ausgleich, welche wir nicht genutzt haben. Ab dann war Freudenberg die bessere Mannschaft und hat aufgrund der zweiten Halbzeit den Sieg dann auch verdient", so Gästespielertrainer Andi Meyer.
Tore: 1:0 Michael Bischof (49.), 2:0 und 3:0 Sebastian Bauer (62./65.) - Schiedsrichter: Erdogan Sahinbay - Zuschauer: 100
Ein später "Lucky Punch" in der "Overtime" entschied dieses Spitzenspiel - am Ende nicht unverdient - für den Aufsteiger, der sich damit die "Pole" zurückholte, während der TSV Königstein auf Platz 4 zurückfällt und nun in die Rolle des "Herausforderers" schlüpft. Die Führung der Gäste nach einem Doppelschlag innerhalb von sechs Minuten in der Schlußphase des ersten Abschnitts war nicht unverdient. Nach dem Seitenwechsel drückte die Heimelf dann aufs Gaspedal, während die Winkler-Elf auf tiefem Geläuf doch nachließ. Nach dem Ausgleich drängte die DJK auf einen dritten Treffer, der ihr schließlich eine Minute vor dem Abpfiff zum umjubelten 3:2-Sieg auch noch gelingen sollte.
"Ein intensives Spiel unter schwierigen Platzverhältnissen. In der ersten Halbzeit hatte Königstein leichte Vorteile, setzte immer wieder Nadelstiche nach vorne und ging nicht unverdient mit der Führung in die Pause. Nach dem Seitenwechsel konnten wir eine Schippe drauflegen, kamen besser in die Partie und erspielten uns mehrere gute Chancen, um den Sack früher zuzumachen. Am Ende brauchten wir zwar etwas Glück, aber belohnten uns kurz vor Schluss mit dem späten Siegtreffer. Großen Respekt an meine Jungs für die starke zweite Halbzeit", so ein natürlich sehr zufriedener DJK-Spielertrainer Thomas Kotzbauer.
"Bitter war die Niederlage in Ursensollen, aufgrund der zweiten Halbzeit aber letztendlich verdient. Bitter, weil das Siegtor nach einem Standard in der zweiten Minute der Nachspielzeit fiel, verdient, weil wir in der zweiten Halbzeit auf dem schweren Boden den Faden verloren haben. Jetzt ist hoffentlich der Hype für meine junge Mannschaft mal vorbei und wir können wieder mal ohne großen Erwartungsdruck einfach Fußball spielen. Jetzt werden wir zum Jäger, haben die Flinte in der Hand und sind nicht das Reh, das gejagt wird. Letztlich war die Taktik der Ursensollener, nur mit langen Bällen zu agieren, auf dem Platz wohl das richtige Mittel", so Gästetrainer Roland Winkler.
Tore: 1:0 Pascal Gurdan (23.), 1:1 Benedikt Guttenberger (39.), 1:2 Simon Lederer (45.), 2:2 und 3:2 Fabian Meier (50./90.+2) - Schiedsrichter: Daniel Wild - Zuschauer: 158
Siebter Dreier in Folge für den SV Raigering, bis dieser allerdings eingetütet war, bedurfte es eines schweren Stücks an Arbeit. Vor allem im ersten Spielabschnitt kamen die Gäste überhaupt nicht in Fahrt, konnten nie ihr gewohntes Spiel aufziehen und brauchten gleich mehrfach den Beistand von Glücksgöttin "Fortuna", um nicht einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen. Nach dem Pausentee bekam der SVR dann Zugriff und setzte diesen auch gleich in zwei Treffer innerhalb von vier Zeigerumdrehungen um. Nach dem 0:3 in Minute 72 schien die Messe gelesen, doch arbeitete die Heimelf unverdrossen an einer Ergebniskorrektur. Nach dem späten 2:3 wurde es in den verbleibenden vier Minuten der Nachspielzeit noch einmal spannend, am Ende behielt der favorisierte Gast schließlich doch die Oberhand.
"Leider eine sehr bittere Niederlage für uns. Wir spielen eine gute erste Halbzeit, wo wir alles, was was wir uns vorgenommen hatten umsetzten. Wir stellten den Gegner vor Probleme, aber verpassen es halt einfach mal wieder, in Führung zu gehen. In der zweiten Halbzeit dann typisch, wenn Pech noch dazukommt, da kassierst du ein komisches Gegentor, das du auch nur bekommst, wenn es nicht läuft. Danach spielt natürlich der Kopf eine Rolle und wir müssen nochmal zwei Gegentore hinnehmen. Normalerweise fällst du dann gegen eine Spitzenmannschaft auseinander, aber das zeigt den Charakter und die Moral dieser Truppe. Wir geben nicht auf und kommen nochmal auf ein Tor ran, aber Fussball ist Ergebnissport und der Gegner schoss am Ende eben ein Tor mehr", so ein doch ein wenig geknickter SVS-Spielertrainer Alex Greger.
"Wir hatten in der ersten Halbzeit große Probleme mit dem System des Gegners. Schmidmühlen spielte ein 1-5-3-2 und wir hatten Glück, nicht in Rückstand zu geraten bei drei Großchancen unseres Gastgebers. In der zweiten Halbzeit waren wir besser darauf eingestellt und gingen schnell in Führung, was uns schon Vorteile einbrachte. Danach waren wir die bessere Mannschaft und erzielten zwei schön herausgespielte Tore. Dass es am Ende nochmal eng wurde, ist halt so im Fußball. Ein Elfmeter, ein langer Ball von der Mittellinie und der Gegner kommt zurück. Ein schwerer und wichtiger Auswärtssieg für uns", sagte Martin Kratzer, der Trainer der Panduren.
Tore: 0:1 Timo Rubenbauer (53.), 0:2 und 0:3 Elias Segerer (57./72.), 1:3 Joel Lichtenfeld (79.), 2:3 Ondrej Pechacek (90.) - Schiedsrichter: 100
Nach dem Heimsieg im Kellerduell gegen Haselmühl würde der SV Köfering mit gesteigertem Selbstbewußtsein nach Vilseck reisen - dachte man. Am Ende stand eine hohe 0:7-Auswärtsklatsche gegen einen über weite Strecken klar überlegenen Gastgeber, der die Unzulänglichkeiten der Gästedefensive humorlos bestrafte. Beide Seiten fassen die Geschehnisse in unterschiedlich großem Umfang zusammen:
"Wir waren heute von der ersten Minute an voll da und gingen bereits nach zehn Minuten durch zwei schön herausgespielte Treffer mit 2:0 in Führung. Danach folgte eine kleine Schwächephase, in der wir den Gegner durch einfache Fehler und Unkonzentriertheiten wieder ins Spiel kommen ließen. Unser Keeper Stefan Pröls musste bei einem Freistoß sein ganzes Können aufbieten - das war allerdings auch die einzige echte Torchance der Gäste. Anschließend übernahmen wir wieder das Kommando und hätten das Spiel bereits vor der Halbzeit entscheiden müssen. Nach dem Seitenwechsel waren wir sofort wieder am Drücker und stellten schnell auf 3:0. In der Folge spielten wir die Partie souverän herunter und belohnten uns mit weiteren Treffern zum 4:0, 5:0, 6:0 und 7:0. Ein auch in der Höhe völlig verdienter Sieg, zumal noch einige hochkarätige Chancen ungenutzt blieben. Ein starker Auftritt von meinen Jungs", so das Resümee von FVV-Coach Tobias Graßler.
Anders die Stimmungslage eines total enttäuschten Gästetrainers Oliver Lassmann: "Ich bin schon fast sprachlos nach so einem Debakel. Ich übernehme dafür die volle Verantwortung und kann mich nur bei allen Zuschauern entschuldigen. Toreschiessen leicht gemacht, unglaublich. Klar ist auch, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Freitag ist das nächste Spiel."
Tore: 1:0 Dominik Rudlof (3.), 2:0 Lukas Madl (11.), 3:0 Jona Lang (47.), 4:0 Lukas Madl (59.), 5:0 Samuel Schmidt (75.), 6:0 Niklas Hummer (89.), 7:0 Lukas Federer (90.) - Schiedsrichter: Bastian Pfanzelt - Zuschauer: 130
Die Partie wurde wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt.
Nach zwei Niederlagen bei Spitzenteams der Liga blieb die junge Ostler-Elf auch gegen den Mitstreiter aus der hinteren Tabellenregion ohne Zählbares. Die Gäste hingegen landeten mit dem zweiten 3:2-Auswärtssieg in Folge einen weiteren Befreiungsschlag und zogen nun mit ihrem samstäglichen Gastgeber nach Punkten gleich. Obwohl der FCE schon vor dem Pausentee ein Chancenplus verzeichnete, lag die Heimelf nach fünfundvierzig Minuten mit 2:0 in Front. Der frühe Anschlußtreffer unmittelbar nach Wiederbeginn gab der Dehling-Elf dann noch mehr Auftrieb, um die drohende Niederlage noch abzuwenden. Es dauerte allerdings bis hinein in die "Crunchtime" des Matches, bis sich Edelsfeld für eine herausragende Mannschaftsleistung belohnte und das Blatt mit zwei Treffern tatsächlich noch wendete.
"Sehr bittere Niederlage - wir machen weiter und werden trotz der aktuell schwierigen Lage die Köpfe oben halten", so das kurze Statement von Ostler-Coach Tim Schlesinger.
"Wie zu erwarten, ein hart umkämpftes Spiel mit engem Ausgang. Wir waren schon in der ersten Halbzeit das agilere Team mit mehr Einschussmöglichkeiten, daher war das Ergebnis für Weiden schmeichelhaft. Im zweiten Durchgang kamen wir mit der ersten Chance zum Anschlusstreffer, steckten gegen den starken Gastgeber nie auf und so konnten wir mit einer tollen Mannschaftsleistung das Spiel noch drehen", sagte Gästecoach Martin Dehling.
Tore: 1:0 Thomas Listl (11.), 2:0 Bastian Schießl (38.), 2:1 Andreas Spies (48.), 2:2 Patrick Kohl (77.), 2:3 Alexander Traeger (88.) - Schiedsrichter: Lukas Kreuzer - Zuschauer: 70 - Platzverweis: Rot für Thomas Listl (82./Weiden)
