2026-04-16T10:11:10.190Z

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Aus für Dirk Lehmann: Borussia Freialdenhoven zieht die Reißleine

Nach sechs Pflichtspielniederlagen in Folge muss der 54-Jährige seinen Posten beim A-Ligisten räumen.

von Andreas Santner · Heute, 19:22 Uhr · 0 Leser
Dirk Lehmann ist nicht mehr Trainer bei Borussia Freialdenhoven.
Dirk Lehmann ist nicht mehr Trainer bei Borussia Freialdenhoven. – Foto: Juline Mittag

Borussia Freialdenhoven hat die Reißleine gezogen und sich mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Dirk Lehmann getrennt. Der 54-jährige Ex-Profi, der zur Saison 2024/25 angetreten war, um den Neustart nach dem freiwilligen Rückzug aus der Mittelrheinliga zu moderieren, ist nicht mehr Chefanweiser beim A-Ligisten. Zuletzt kassierte die Borussia sechs Niederlagen in Serie – zu viel für den Klub aus dem Kreis Düren.

Es sollte ein Neuanfang werden, als Dirk Lehmann im Sommer 2024 übernahm. Der einstige Angreifer, der in seiner aktiven Zeit für Klubs wie den 1. FC Köln, Energie Cottbus, den FC Fulham oder Yokohama FC weltweit Tore jagte, sollte der Borussia in der Kreisliga A ein neues Gesicht geben. Doch das Projekt „Neustart“ ist vorerst ins Stocken geraten. Fünf Niederlagen in der Meisterschaft und das bittere Aus im Kreispokal sorgten für eine Situation, die aus Sicht der Verantwortlichen nur noch durch einen Trainerwechsel zu lösen war.

Verein hofft auf neue Impulse

In der offiziellen Mitteilung betont der Verein die Schwere der Entscheidung: "Die Borussia trennt sich mit sofortiger Wirkung von ihrem Trainer Dirk Lehmann. Diese Entscheidung ist den Verantwortlichen alles andere als leichtgefallen. Nach zuletzt sechs sieglosen Spielen in Folge sah sich der Verein jedoch gezwungen zu handeln, um sportlich neue Impulse zu setzen und die laufende Saison so erfolgreich wie möglich zu Ende zu bringen. Dirk Lehmann hatte das Traineramt zur Saison 2024/2025 an der Ederener Straße übernommen und war maßgeblich am Neustart der Borussia in der Kreisliga A beteiligt. Unter seiner Leitung wurde eine wichtige Grundlage für die sportliche Entwicklung der Mannschaft geschaffen."

Die Trennung erfolgt laut Vereinsangaben in gegenseitigem Respekt. Man bedankt sich ausdrücklich für das geleistete Engagement des erfahrenen Übungsleiters, der bis zuletzt versucht hatte, das Ruder herumzureißen.

Lehmann blickt auf Personalsorgen zurück

Besonders bitter für Lehmann: Er hatte seinen Vertrag bereits verlängert und war bereits dabei, die Planungen für die kommende Spielzeit voranzutreiben. In seinem Abschiedsstatement macht er unter anderem die angespannte Personallage und fehlendes Spielglück für den Negativtrend verantwortlich.

"Die Verletzungen von Ben Zimmermann und Sam Küppers haben dem Team und mir sehr wehgetan. Trotzdem war meine Mannschaft immer noch stark genug, um oben mitzuspielen. Wir haben uns einfach viel zu viele einfache Tore in letzter Zeit gefangen, obwohl wir defensiver gestanden haben", so Lehmann, der hinzufügt: "Gegen Winden hatten wir zum Beispiel ein sehr ordentliches Spiel gemacht, aber dann leider am Ende verloren. Das kostet Kraft und Selbstvertrauen. Fußball ist halt manchmal brutal."

Den Haputgrund für die Talfahrt könne er aber nicht sagen. "Ich war bereits dabei eine starke Truppe für die neue Saison zu formen. Leider hat die Niederlagenserie schon sehr viel Kraft für alle Beteiligten gekostet und ich bin sehr traurig. Ich wünsche dem Team auf jeden Fall viel Erfolg für die letzten Spiele und dem Verein alles Gute für die Zukunft", so Dirk Lehmann zu seinem Aus.

Wer das Erbe des Ex-Profis antritt und die Mannschaft durch die restlichen Spiele der Saison führt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.