2026-05-29T11:52:36.002Z

Ligabericht

Aus abgewendet: FC Kosova Regensburg vor ungewisser Zukunft

Der Landesliga-Absteiger sucht einen neuen Vorsitzenden und muss sich angesichts einen bevorstehenden Umbruchs auch sportlich neu aufstellen

von Florian Würthele · Heute, 10:40 Uhr · 0 Leser
Viel zu Feiern gab es in den vergangenen Monaten nicht beim FC Kosova Regensburg.
Viel zu Feiern gab es in den vergangenen Monaten nicht beim FC Kosova Regensburg. – Foto: Thomas Schneider

Viele Fragezeichen schweben über dem Weinweg: Der FC Kosova Regensburg steht vor einer ungewissen Zukunft. Sogar die komplette Auflösung des 2007 gegründeten Vereins drohte. Sie konnte nochmal abgewendet werden. Gegenwärtig steht man ohne Vorsitzenden da. Zeitnah sind Neuwahlen anberaumt. Anschließend können sich die Verantwortlichen an die Trainersuche sowie an die Kaderplanung für die kommende Saison machen. Letzteres dürfte einer Mammutaufgabe gleichkommen, verlassen diesen Sommer doch zahlreiche Spieler aus dem Bestandskader den Landesliga-Absteiger.

Wie kritisch es um den FC Kosova, der innerhalb von zehn Jahren aus der A-Klasse in die Landesliga marschiert war, bestellt ist, geht aus einem jüngsten Beitrag des Klubs in den sozialen Medien hervor. „Der FC Kosova Regensburg durchlebt derzeit eine der schwierigsten Phasen seiner Vereinsgeschichte. Nach vielen erfolgreichen Jahren voller Opferbereitschaft und Stolz für unsere Gemeinschaft steht unser Verein leider kurz vor der Insolvenz und Auflösung“, heißt es in der auf albanisch verfassten Meldung sinngemäß. Die Auflösung des Vereins sei eigentlich für vergangenen Donnerstag, 28. Mai, anberaumt gewesen. „Doch dank der Hilfe zweier Investoren – die anonym bleiben möchten – ist es uns gelungen, dieses schmerzhafte Szenario noch einmal abzuwenden und dem Verein eine neue Chance zu geben, seine Existenz fortzusetzen.“

Im Moment steht der FC Kosova ohne Vorsitzenden da. Es ist die erste „Baustelle“, die es zu beheben gilt. Hierfür hat der Verein für die kommenden Tage Neuwahlen für das Amt des Vorsitzenden anberaumt. „Zu diesen Wahlen ist jeder herzlich eingeladen, um zur Zukunft des Vereins beizutragen“, heißt es. Es gebe bereits Interessenten, die bereit seien, die Vereinsführung zu übernehmen. „Doch gerade in dieser kritischen Situation brauchen wir die Unterstützung und den Zusammenhalt aller.“ Abschließend schreibt der FC Kosova sinngemäß: „Nur gemeinsam können wir unseren Verein retten und den FC Kosova Regensburg auf einen soliden Weg zurückführen. Und dorthin, wo er herkommt: zu jenen sportlichen Erfolgen, die er über die Jahre gefeiert hat.“

In der Tat war der Regensburger Stadtklub in der jüngeren Vergangenheit sehr erfolgreich unterwegs. Zunächst von der A-Klasse in die Kreisliga durchmarschiert, gelang im Jahr 2018 der Aufstieg in die Bezirksliga Süd. Dort klopfte Kosova mehrfach oben an, um am Ende der Saison 23/24 als Bezirksliga-Meister den Sprung in die Landesliga zu schaffen. Großen Verdienst an der sportlichen Entwicklung hatte Dauer-Trainer Enkel Alikaj. Er räumte schließlich im vergangenen Winter seinen Posten. Nach einem beachtlichen zwölften Platz im ersten Landesliga-Jahr, konnte der FC Kosova in dieser Saison nicht mehr daran anknöpfen. Nur zehn Punkte fuhren Zeciri, Shyti & Co. ein, stiegen als abgeschlagener Tabellenletzter ab. Somit endete das „Abenteuer“ Landesliga nach zwei Jahren.

Wie es nun weitergeht – völlig offen. Zunächst gilt es, einen neuen Vereinsvorsitzenden zu finden. Im Kader wird es zwangsläufig einen größeren Umbruch geben. Viele Spieler haben den Verein verlassen. Darunter Leistungsträger wie Keeper Ardit Hashani, Offensivmann und Kosova-„Dauerbrenner“ Lavdrim Zeciri, Imran Krasniqi oder Samet Dugolli. Auch die Winter-Zugänge David Ezeibe und Aaron Scheuerer sind schon wieder weg. Es bleibt spannend rund um den Weinweg.