2026-03-25T14:09:28.761Z

Allgemeines

Auletta-Show in Hüffelsheim

Der Top-Stürmer der Verbandsliga überragt beim 4:0 (1:0)-Sieg von Basara +++Die Gastgeber können die Vielzahl an Ausfällen nicht kompensieren und sind letztlich chancenlos.

von Mario Luge · Heute, 19:10 Uhr · 0 Leser
Strahlemann Gianni Auletta jubelt mit seinen Teamkollegen.	Foto: Mario Luge
Strahlemann Gianni Auletta jubelt mit seinen Teamkollegen. Foto: Mario Luge

HÜFFELHEIM. Die SG Hüffelsheim hat das Verbandsliga-Verfolgerduell gegen den FC Basara Mainz 0:4 (0:1) verloren. Der Neuling von der Nahe hatte es eigentlich besser machen wollen als bei der 2:7-Pleite in der Hinrunde. Dieses Vorhaben war komplett nach hinten losgegangen.

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Was sich letztlich zur Fußballdemonstration der bärenstarken Gäste entwickelte, bedurfte allerdings einer Einordnung. So geht es für die SG Hüffelsheim, die mit ihren Verletzten oder Angeschlagenen eine verbandsliga-taugliche Kleinfeldtruppe hätten aufbieten können, in den verbleibenden Meisterschaftsspielen nur noch um die Goldene Ananas. Derweil haben die Gäste zumindest noch Platz zwei der Verbandsliga im Visier. Und diese Aussicht auf Aufstieg merkte man den Mainzern in jeder Minute der Partie an.

Gerade 20 Sekunden waren vergangen, da nutzte Makoto Saeki Tim Müllers Aussetzer zur 1:0-Führung. In der Folge präsentierte sich der Aufstiegsanwärter fast über die gesamten Zeit wacher und spielerisch besser. Nur ab der 15. Minute hatte die SGH den Finger mal für eine Viertelsunde am Abzug, als Tim Krafft den Pfosten traf (15.), Malik Yerima bei seinem Abschluss knapp im Abseits stand (25.) und Christian Hahn frei vor Felix Pohlenz verzog (27.). „Ich fand, dass wir es in der ersten Halbzeit noch ganz gut gemacht haben, aber spätestens nach dem Wechsel ging das Ergebnis absolut in Ordnung“, bilanzierte David Holste, der den nach seiner Roten Karte von Mechtersheim für zwei Spiele gesperrten André Weingärtner als SGH-Coach vertrat.

In der Tat: Die Mainzer bestimmten das Geschehen, allen voran der fleißige Gianni Auletta, für den es eigentlich einen eigenen Ball im Spiel gebraucht hätte, denn er ließ sich fast nicht vom Spielgerät trennen. Der Ex-Eintracht-Angreifer war an fast jeder Basara-Offensiv-Aktion maßgeblich beteiligt, leitete das sehenswerte 2:0 von Kiyoshi Oshima (63., Volleyabnahme aus 18 Metern) ein und traf per spektakulärem Seitfallzieher von der Strafraumkannte selbst zum 3:0 (73.). Beim abschließenden 4:0 (Niko Neal, 85.) unterstützte der Top-Torjäger der Verbandsliga (21 Treffer) wenigstens noch in der Jubeltraube.

Auletta war der „Spieler des Tages“ am Palmenstein, gab sich nach dem Auswärtssieg aber bescheiden: „Ich habe mein Ding gemacht und wie immer Gas gegeben.“ Dass es so deutlich werden würde, hätte Auletta indes nicht erwartet. „Aber es war eine starke Vorstellung. Und ich war überzeugt, dass etwas geht, wenn wir hungrig bleiben.“ Mit Appetit auch auf einen möglichen Aufstiegsplatz? „Auf jeden Fall, da ist noch alles offen“, sagt der Top-Stürmer, der zumindest bei einem Oberliga-Aufstieg auf jeden Fall bei Basara bleiben will.

Für David Holste ist die dritte Hüffelsheimer Heimpleite, gleichzeitig zweithöchste Saisonniederlage, kein Beinbruch – zumal das Ergebnis gegen einen solchen Gegner eben auch erklärbar ist. „Da mussten einige auf ungewohnten Positionen spielen, und das Umschaltspiel hat auch nicht wirklich funktioniert. Da kann so etwas passieren, auch wenn wir aus einer guten Phase mit 13 Punkten aus fünf Spielen kommen. Und am Ende gehen eben die Köpfe runter.“

An Ostern haben die Hüffelsheimer spielfrei, müssen erst in zwei Wochen bei der abstiegsgefährdeten TSG Bretzenheim wieder an den Ball.

SG Hüffelsheim: König – Najda, Hermann, Dayton (58. Ludwig), Reidenbach, Müller (79. Lind), Frisch, Keita (58. Baier), Yerima, Krafft, Hahn (79. Klein).