2026-03-05T07:49:35.839Z

Spielvorbericht

Aufwind gegen Absturzgefahr

Wenn am Wochenende die BSG Wismut Gera auf den FSV Wacker 90 Nordhausen trifft, steht in der Thüringenliga ein Duell zweier Traditionsvereine auf dem Programm – und ein Spiel mit großer Bedeutung. Beide Teams kämpfen weiterhin um den Klassenerhalt.

von André Hofmann · Heute, 08:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Sebastian Harbke

Mit deutlich mehr Rückenwind reisen jedoch die Gäste aus Nordhausen an. Die Mannschaft von Trainer Stefan Wilke ist ordentlich ins Fußballjahr 2026 gestartet und holte zwei Siege aus drei Spielen...

Besonders die Erfolge gegen die spielstarken Teams vom FC An der Fahner Höhe und FC Eichsfeld zeigen, dass Wacker auch gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel bestehen kann. „Gegen Fahner Höhe und Eichsfeld haben wir es mit Mannschaften aus dem oberen Drittel zu tun gehabt, die fußballerisch stark sind und selbst versuchen, Lösungen mit dem Ball zu finden. Dadurch entstehen oft andere Räume und Spielsituationen, die uns ein Stück mehr entgegenkommen“, erklärt Wilke.

Der einzige Dämpfer war die 1:2-Niederlage im Heimspiel gegen SpVgg Geratal, einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Für Wilke spiegelt das Ergebnis den Spielverlauf jedoch nur bedingt wider: „Gegen Geratal war die Partie deutlich kampfbetonter, der Gegner stand tiefer und hatte wenig Interesse Fußball zu spielen. Wir hatten etwas Abschlusspech sowie zumindest diskussionswürdige Schiedsrichterentscheidungen. Wenn das Spiel einen normalen Verlauf nimmt, hätten wir diese Begegnung gewinnen können – vielleicht sogar müssen.“

Personal fruchtet

Unabhängig davon sieht der Trainer sein Team nach der Winterpause auf einem guten Weg. Die Trainingsbeteiligung ist hoch, der Konkurrenzkampf im Kader groß und auch die Winterzugänge fügen sich ein. Zudem drängen junge Spieler nach. „In allen Spielen 2026 standen immer mindestens zwei U19-Spieler in der Startelf. Dazu kommt eine sehr gute Stimmung in der Mannschaft und phasenweise spielen wir wirklich attraktiven Fußball.“ Neu im Kader ist zudem Lennard Emmermann, der nach seiner Spielberechtigung erstmals eine Option werden könnte. „Ihn hat bislang noch niemand so richtig auf dem Zettel“, sagt Wilke.

Während sich Nordhausen langsam nach oben orientiert, steckt die BSG Wismut Gera aktuell in einer schwierigeren Phase. Die Mannschaft um Spielertrainer Rico Heuschkel holte nur einen Punkt aus drei Spielen im Jahr 2026. Vor allem das 1:4 in Saalfeld hinterließ Spuren. Im Derby am letzten Freitag gegen Weida zeigte die Wismut zwar eine verbesserte Leistung, musste sich am Ende aber dennoch mit 0:2 geschlagen geben.

Für Wilke ist klar: Genau diese Situation macht den kommenden Gegner gefährlich: „Wismut Gera ist aktuell in einer schwierigen Situation – und genau das macht sie besonders gefährlich. Wir kennen diese Gefühlslage aus eigener Erfahrung. Deshalb erwarte ich einen sehr bissigen und entschlossenen Gegner, der alles investieren wird.“

Für sein Team kommt es daher vor allem darauf an, Ruhe zu bewahren und den positiven Trend fortzusetzen. „Es wird sicherlich ein emotionales Spiel. Entscheidend wird sein, dass wir ruhig bleiben und uns bewusst machen, dass wir aktuell Tore schießen und punkten.“