2026-05-15T09:36:57.455Z

Allgemeines

Aufstiegstrainer im ersten Anlauf

SV Oberwürzbach - SV Bexbach: St. Ingberter setzen sich in Erbach durch

von Horst Fried · Heute, 08:46 Uhr · 0 Leser
Der SV Oberwürzbach jubelt nach dem 3:1-Erfolg gegen den SV Bexbach über den Bezirksliga-Aufstieg
Der SV Oberwürzbach jubelt nach dem 3:1-Erfolg gegen den SV Bexbach über den Bezirksliga-Aufstieg – Foto: Horst Fried

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Der SV Oberwürzbach hat den Bezirksliga-Aufstieg im zweiten Anlauf gepackt. Nachdem man nach der vorletzten Runde noch in der Aufstiegsrunde scheiterte, setzte sich das Team aus dem St. Ingberter Stadtteil nun in Erbach gegen den SV Bexbach durch.

Der SV Oberwürzbach ist Bezirksligist. Was vor zwei Jahren noch auf eher kuriose Weise scheiterte, wurde nun vollendet. 2024 hatten die St. Ingberter schon nicht mehr mit der Teilnahme an der Dreier-Aufstiegsrunde gerechnet und waren sofort nach Rundenende zur Mannschaftsfahrt nach Mallorca aufgebrochen, woraufhin die Entscheidungsspiele verlegt wurden.

Auch diesmal entschied sich erst in der allerletzter Sekunde der Saison, ob das Aufstiegsspiel (nach der Klassenreform gibt es nur noch zwei Kreisligen A) packen würde. Aufstiegs-Trainer Hans-Werner Schawaller klärt auf: "Bei uns erzielte Walsheim II in der Schlussminute den Treffer zum 6:5-Endstand. Wir wussten ja nicht, wie das Spiel der SG Blickweiler-Breitfurt II bei der Reinheimer Reserve enden würde, die haben in der letzten Minute zum 3:3 ausgeglichen. Ein mögliches Remis bei und und ein weiterer Breitfurter Treffer hätte alles geändert, da es in Reinheim aber beim Unentschieden blieb, hätte uns nun auch ein Punkt gereicht".

Etwas einfacher hatte es der SV Bexbach. Beim eigenen 9:0 über die DJK Elversberg konnte man Körner sparen, der unmittelbare Konkurrent SV Kohlhof lag beim Meister und Direktaufsteiger FSV Jägersburg II 2:3 hinten und wäre auch bei einem Remis nicht gleich gezogen.

Dementsprechend schienen die Bexbacher am Mittwoch auf dem Rasenplatz der SG Erbach auch frischer ins Spiel zu gehen, erzielten aber keinen Treffer. Die restliche Spielzeit ging an die Ingobertusstädter. Kevin Joshua Hoffmann (13.) und Julian Martin (24.) erzielten schnell eine 2:0-Führung, die bis zur Pause Bestand hatte. Zu beiden Treffern gab Routinier Tumaj Talimi die Vorlage.

Bexbach schwächte sich dann noch selbst, weil Yannic Wiesner einen Ball wegschlug und sich daraufhin zehn Minuten besinnen musste (51.). Oberwürzbach nutzte die Überzahl nicht aus, Christopher Schmidt brachte die Bexbacher dann in der 71. Minute noch mal heran. Der SVO traf dann aber in eigener Unterzahl. Während Castellito Anjara eine Zeitstrafe verbüßte (81.), konnte Kevin Hoffmann auf 3:1 erhöhen (83.) Kurz vor Schluss schäumten dann die Emotionen über, Tobias Pirker sah zwei Minuten nachdem er eine Zehn-Minuten-Strafe kassierte auch noch Rot, weil er eine Trinkflasche weggetreten hatte. Das aber keinen Einfluss mehr.

SVO-Trainer Schawaller ergänzte: "Als ich die Mannschaft übernommen habe, waren wir Letzter, nachdem zwölf Monate zuvor noch die Aufstiegsrunde bestritten wurde. Ich bin mit dem Ziel nach Oberwürzbach, dass wir aufsteigen wollen. Das hat im letzten Moment mit dem Erreichen des zweiten Platzes und dem Sieg heute ja geklappt. Wir waren diesmal besser vorbereitet ohne Abschlussfahrt. Wir hatten am Sonntag, als wir bis zum Schluss alles geben mussten, eine gute Generalprobe. Wir haben da ja auch zurückgelegen, sind heute schlecht gestartet und mussten nach der Zeitstrafe für Bexbach die wir nicht nutzen konnten, doch noch den Anschluss hinnehmen. Es war mein erstes Jahr hier, das Ziel Aufstieg stand von Anfang an im Raum. Wir haben gute Leute dazu bekommen, das Team mitgezogen haben. Tumaj Talimi hilft uns mit seiner Routine auch als Co-Trainer. Er war das Bindeglied zur Mannschaft. Wir haben nach der schwachen Startphase gute Moral bewiesen, weil wir es unbedingt wollten. Es war verdient. Es kommen einige Neue, aber da alle bleiben, brauchen wir nicht viel zu machen. Wir wollen mit diesem Kader die Bezirksliga halten".