
Lorsch. Der SC Olympia Lorsch nimmt in der Kreisoberliga den Spielbetrieb nach der Winterpause mit einem neuen Trainer auf und hat sich einiges vorgenommen. Dylan Weijten soll die erfolgreiche Arbeit von Marius Döll, der sein Amt aus privaten Gründen niedergelegt hat, fortführen. Der Ligadritte will sich mindestens noch auf den zweiten Tabellenplatz vorarbeiten.
Anspruch und Wirklichkeit: Die Lorscher sind nach der Aufstiegs-Relegationsteilnahme ambitioniert und mit einem personell verstärkten Kader in die Runde gestartet. Es dauerte aber, bis sich die Mannschaft gefunden hatte, dazu gab es die studienbedingten Ausfälle von Torjäger Lars Palkovitsch und Ivan Pavlic. Vier Siege in Folge vor der Winterpause haben dafür gesorgt, dass der Sportclub auf dem dritten Tabellenplatz überwinterte. Er hat aber ein Spiel weniger ausgetragen als der Zweite Eintracht Bürstadt, und den würde Lorsch im Falle eines Sieges überholen.
Was war gut? Trotz des Auslandssemesters von Palkovitsch zählen die Lorscher zu den offensivstärksten Mannschaften der Liga. Nun ist der Mittelstürmer wieder zurück, was für noch mehr Torgefahr sorgen dürfte. Auch ist es gelungen, den unter Marius Döll eingeleiteten Umbruch fortzusetzen und dabei attraktiven Fußball zu spielen. „Wir konnten unseren Weg, auf junge Spieler aus der Region zu setzen und diese weiter zu entwickeln, fortführen. Das Ganze geschieht in einer offensiven Spielausrichtung, bei der auch die Fußballfans auf ihre Kosten kommen. Das war unser Hauptziel, und damit sind wir sehr zufrieden“, sagt Teammanager Bekir Ilhan.
Was geht besser? Bekir Ilhan weiß um den Schwachpunkt seines Teams: „Wir haben gegen die unmittelbaren Konkurrenten aus dem oberen Tabellendrittel zu wenig Punkte geholt. Die fehlen uns jetzt und sind am Ende auch dafür verantwortlich, dass wir nicht noch besser dastehen.“
Wie haben die Zugänge eingeschlagen? Die zahlreichen Neuen haben die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt. Sergej Pineker ist der erhoffte Stabilisator der Defensive, die Lucchese-Brüder Gianluca und Vincenzo haben das Offensivspiel belebt, Hasan Ali Serdar und Igor Grosu sorgten für Torgefahr; Max Hohnhäuser, Mika Kunert, Elias Söder oder Noel Brinkmann brachten jugendlichen Elan und frischen Wind mit. „Es ist kein einziger Spieler dabei, der nicht die erhoffte Verstärkung war.“, lobt Bekir Ilhan.
Wer kommt, wer geht? Leon Eichenauer (TSG Weinheim) hat sich den Lorschern angeschlossen, den Ilhan als „vielseitig einsetzbar“ beschreibt und der als junger Spieler hervorragend ins Lorscher Grundkonzept passe. Elias Krämer hat sich hingegen dem FV Biblis angeschlossen und möchte sich bei diesem den Stammplatz im Tor erkämpfen.
Wo landet Olympia Lorsch am Ende? Die Lorscher haben ein Spiel weniger als die Konkurrenz ausgetragen und können den zweiten Tabellenplatz somit aus eigener Kraft schaffen. Dieser ist auch das erklärte Ziel. Bekir Ilhan denkt da gerne an die Relegationsrunde im Sommer 2025 zurück. „Die Relegation ist zwar für uns nicht erfolgreich verlaufen, ich habe sie aber in angenehmer Erinnerung. Wenn wir es in den verbleibenden Spielen schaffen, auch gegen die unmittelbare Konkurrenz zu gewinnen, dann ist vielleicht sogar noch mehr drin.“ Mittelfristig sieht sich der SCO als Gruppenligisten, aber Ilhan betont: „Ws herrscht aber keinerlei Druck, jetzt schon aufsteigen zu müssen.“