
Dem FC Roj aus der "Fußball-Hauptstadt Dortmund" dürfte der Aufstieg in die Westfalenliga kaum noch zu nehmen sein. Der von kurdischen Immigranten gegründete Verein hat bei sechs ausstehenden Spielen in der Landesliga Staffel 3 zwölf Punkte Vorsprung auf den VfL Kamen. Daran änderte auch die 2:3-Derby-Niederlage beim TuS Eichlinghofen am vergangenen Wochenende nichts, da auch der VfL patzte. Nachdem kürzlich im Kreispokal das Finale erreicht wurde, war es erst die zweite Pflichtspiel-Pleite in der laufenden Spielzeit, so dass es sich fast von selbst versteht, dass Erfolgs-Coach Marcel Radke (40) weitermacht.
Die Vertragsverlängerung hat der Verein am vergangenen Wochenende bekanntgegeben.
Anfragen von anderen Vereinen hatte Radke natürlich vorliegen, aber der Weg in Roj, ausgesprochen übrigens "Rosch", ist für ihn noch nicht zu Ende. "Der Verein möchte auch hoch. Wir wollen uns nächste Saison erstmal in der Westfalenliga etablieren und dann auch mittelfristig versuchen, in die Oberliga zu kommen. Die Ziele des Vereins stimmen mit meinen Zielen überein. Das hat den Ausschlag gegeben – mit der erfolgreichen Saison, die hinter uns liegt. Für mich war von Anfang an klar: Wenn wir unser Ziel erreichen, dann ist das nicht das Ende der Fahnenstange, dann gehe ich den Weg weiter mit dem Verein", so Radke gegenüber dem "Reviersport".
Als Schalke-Fan kommt er aus dem Gelsenkirchener Fußball, wo er schon den SV Horst-Emscher und zuletzt YEG Hassel trainiert hat. Mit YEG verpasste er in der Spielzeit 2023/24 nur knapp den Aufstieg in die Westfalenliga. Den Wechsel nach Dortmund sieht er nur positiv: "Ich muss sagen, dass der Fußballkreis Gelsenkirchen überhaupt nicht mithalten kann. Die Qualität der Mannschaften ist hier höher, das Standing des Amateurfußballs ist groß, dazu die Hallenstadtmeisterschaft, bei der wir die Endrunde erreicht haben. Das hat Bock auf mehr gemacht."
Rojs Sportlicher Leiter Öcal Kaya sagt gegenüber der Lokalpresse "Ruhr Nachrichten" zur Vertragsverlängerung: „Es war eine Selbstverständlichkeit. Bei so einer erfolgreichen Saison hat er es sich verdient, dass er in der nächsten Saison mit uns in der Westfalenliga spielen darf. Es gibt keinen Grund, nicht mit ihm zu verlängern. Ich bin froh, dass er bleibt."