Die lange Winterpause stellte das Trainerteam des SV Atlas Delmenhorst vor besondere Herausforderungen. Witterungsbedingte Ausfälle und verschobene Spiele erschwerten einen kontinuierlichen Rhythmus. „Zum Ende hin war es natürlich schwieriger, weil alle darauf gewartet haben, dass es wieder auf den Platz geht“, sagt Marcel Stegemann. Gleichzeitig betont er, dass die Zeit sinnvoll genutzt worden sei, um die Mannschaft bestmöglich auf die Rückrunde vorzubereiten.
Im Fokus stand dabei weniger die körperliche Belastung als vielmehr die spielerische und taktische Weiterentwicklung. „Der Fokus lag klar darauf, den nächsten Schritt im Spiel zu gehen“, so Stegemann. Mit Marco Stefandl kehrte im Winter ein vertrautes Gesicht zurück. Der Mittelfeldspieler habe sich schnell wieder integriert, benötige jedoch noch Zeit, um sich vollständig an die Abläufe anzupassen. Stegemann sieht in ihm dennoch eine wichtige Verstärkung: „Er wird uns mit seinen Qualitäten weiterhelfen.“
Der Start ins Jahr 2026 verlief entsprechend erfolgreich. Ein deutlicher Sieg gegen USI Lupo Martini Wolfsburg sowie ein weiterer Erfolg beim SC Spelle-Venhaus unterstreichen die stabile Form. Ausschlaggebend sei laut Stegemann vor allem die Reaktion auf eine Testspielniederlage gewesen. „Wir haben Dinge klar angesprochen und die Mannschaft hat das sehr gut angenommen.“
Klare Rollen im Trainerteam
Auch intern zeigt sich der SV Atlas Delmenhorst strukturiert. Während Cheftrainer Key Riebau den Schwerpunkt auf taktische Inhalte legt, kümmern sich Marcel Stegemann und Lasse Otremba im Trainingsalltag verstärkt um Grundlagenarbeit wie Aufwärmprogramme und Spielformen.
Stegemann selbst verantwortet zudem die Standardsituationen und arbeitet dabei eng mit dem Trainerteam zusammen. „Am Ende wird alles gemeinsam abgestimmt, bevor der Matchplan steht“, erklärt er.
In der Tabelle liegt der SV Atlas Delmenhorst punktgleich mit dem 1. FC Germania Egestorf-Langreder an der Spitze. Intern bleibt der Fokus dennoch bewusst eng gefasst. „Wir tun gut daran, von Spiel zu Spiel zu denken“, sagt Stegemann, betont aber zugleich das übergeordnete Ziel: den Aufstieg in die Regionalliga.
Mit Blick auf das kommende Spiel gegen den Lüneburger Sport-Klub Hansa erwartet das Trainerteam eine intensive Partie. „Wir müssen wieder an unsere Leistungsgrenzen gehen“, so Stegemann. Gleichzeitig richtet er einen klaren Appell an das Umfeld: „Es ist wichtig, dass unser Stadion in der Rückrunde eine Festung bleibt.“