
Es ist die letzte sportliche Entscheidung in der laufenden Saison im regionalen Seniorenfußball. Am Mittwoch ab 20 Uhr bestreiten der SV Trier-Irsch und die SG Grenzland-Winterspelt ihr jeweils zweites und entscheidendes Aufstiegsspiel zur Bezirksliga.
Den Irschern reicht bereits ein Remis, um den Sprung in den überkreislichen Fußball zu schaffen. Eventuell klappt es sogar bei einer Niederlage – je nachdem, wie die parallel stattfindenden Spiele zwischen Rot-Weiß Koblenz II und der SG Maifeld-Elztal (Gruppe Mitte) sowie der SG Guckheim und der SG Rennerod (Ost) laufen. Alle vier Mannschaften haben bereits jetzt drei Punkte auf dem Konto – und wären bei jeweiligen Unentschieden aufgestiegen, da der Zweite in der Westgruppe maximal lediglich auf drei Zähler kommen kann. Den Irscher Spielertrainer Sebastian Szimayer lassen die Rechenspiele kalt. Er geht extrem fokussiert in das abschließende Match: „Wir haben schon jetzt die beste Saison der jüngeren Vereinsgeschichte gespielt und wollen nun auch hoch. Zuletzt hat der Verein Mitte der Siebzigerjahre überkreislich gespielt. Wir gehen mit einer gewissen Euphorie, extrem motiviert und voll konzentriert in die Partie.“
Die Trainingseinheiten am vergangenen Samstag und Dienstag nutzte der Vizemeister der Kreisliga A7, um sich gezielt auf die Partie gegen die SG Grenzland einzustimmen und letzte Abläufe einzustudieren. Zudem beobachtete der frühere Drittligaprofi die Westeifeler am Samstag beim 1:1 in Üttfeld gegen den SV Dörbach, der sich damit aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet hat: „Grenzland hat eine sehr erfahrene Truppe, in der jeder genau weiß, was der andere macht. Die sind sehr unangenehm, robust und aggressiv im Zweikampfverhalten. Zudem verfügen sie mit ihrem Spielertrainer Manuel Mombach und Andreas Michels über zwei Offensivspieler, die sehr schnell umschalten. Wir brauchen die gleiche Leistung wie in Dörbach und müssen 120 Prozent abrufen.“
Gleichwohl warnt der 36-Jährige: „Trotz des 1:0 in Dörbach und einer guten Ausgangsposition haben wir noch gar nichts erreicht. Wir brauchen alle am Mittwoch, vor allem die Zuschauer.“ Der SVI hat den gleichen Kader zusammen wie in Dörbach. Mit dem früheren Salmroher Oberligaspieler Kader Touré und dem zuvor über Monate hinweg verletzten Szimayer selbst stehen beide Trainer auch im Kader.
Trotz ihrer spielerischen Unterlegenheit gegenüber Dörbach zeigten die Vereinigten aus Winterspelt, Habscheid, Großkampenberg, Lützkampen und Üttfeld Moral und Einsatzfreude. Dass eine Leistungssteigerung in der Partie im Trierer Höhenstadtteil vonnöten ist, wissen sie bei der Spielgemeinschaft. „Sie haben den für uns eher ungewohnten Kunstrasen, dazu sicher einige Hundert Zuschauer: Irsch geht sicher mit viel Rückenwind in das Spiel, zumal sie ja auch die erste Partie gewonnen haben“, meint Manuel Mombach. Den kommenden Gegner schätzt er „spielerisch noch stärker als Dörbach“ ein. Doch der Grenzland-Coach setzt auch auf den besonderen Charakter der Partie auf der Sandkaul: „Wir können mit breiter Brust nach Irsch fahren, haben jetzt unser vielzitiertes Endspiel – und alle Karten in der Hand.“
Personell entspannt sich die Lage bei der SG etwas: Daniel Schoden und Lukas André, die zuletzt als Trauzeugen im Einsatz waren und gegen Dörbach fehlten, sind wieder im Kader.