2026-04-15T12:16:22.084Z

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Aufstieg ade: Der VfB verliert in letzter Sekunde gegen Rosenheim

Landesliga-Drama in Hallbergmoos

von Nico Bauer · Heute, 15:10 Uhr · 0 Leser
VfB Hallbergmoos gegen TSV 1860 Rosenheim
VfB Hallbergmoos gegen TSV 1860 Rosenheim – Foto: Christian Riedel / fotografie-
Das Nachholspiel gegen den TSV 1860 Rosenheim endet für Hallbergmoos mit einem bitteren 1:2. Ein Kopfballtor in der Nachspielzeit brachte die Entscheidung.

Eine letzte Ecke – und dann das Tor, das die Saison der Hallbergmooser quasi vorzeitig beendet hat. Mit dem Abpfiff verlor der VfB das Nachholspiel gegen den TSV 1860 Rosenheim mit 1:2 (1:1). Das Thema Aufstieg ist damit abgehakt. Auf ein Neues in der Landesliga-Saison 2026/27!

Bereits vor den 90 Minuten war klar, dass Hallbergmoos nur mit einem Sieg wieder in das Rennen um den Relegationsplatz wird eingreifen können. Und genau so startete das Heimteam auch. Der VfB gab richtig Gas. In der 12. Minute traf Jonas Mayr nach einer Ecke den Pfosten – die Rosenheimer Verteidigung konnte dem Ball nur noch hinterherschauen. Die Führung für die Gastgeber war überfällig. Für die sorgte nach 21 Minuten Simon Werner, der am Strafraum startete, einen feinen Doppelpass mit Moritz Sassmann spielte, und dann das Tor machte.

Doch die Freude währte nicht lange: Nach einer halben Stunde markierten die Rosenheimer durch Steven Khong-In den Ausgleich. Eine Strafe für die vergebenen Chancen der Hausherren. Denn: Hallbergmoos hätte nach einem bis dahin sehr starken Auftritt 2:0 oder 3:0 führen müssen.

Noch bitterer als der Ausgleich war allerdings eine Szene in der 35. Minute. Da wehrte ein Rosenheimer einen Meter vor der Torlinie einen Schuss mit ausgefahrener Hand für den bereits geschlagenen Torwart ab. Mehr Handspiel geht eigentlich nicht – und bis auf den Schiedsrichter hat es auch jeder im Stadion gesehen. Der Rosenheimer Spieler, dem somit Rot und Elfer erspart blieben, musste auf dem Weg in die Kabine selbst lachen. „Nach der starken ersten Halbzeit müssen wir 3:1 führen“, sagte später Trainer Andreas Giglberger. „Dann läuft das Spiel anders.“

So aber hatten die defensiven Rosenheimer die zweiten 45 Minuten ganz gut im Griff. Nach dem Seitenwechsel kam nicht mehr viel von den Hallbergmoosern, die nach vorn zu ungenau spielten und lediglich bei Standards in der Schlussphase noch für Gefahr sorgen konnten. Die meiste Zeit kreiste der Ball in den Reihen der Gäste, die clever an der Uhr drehten. 1860 Rosenheim hatte maximal halbgefährliche Abschlüsse – Hallbergmoos fast gar keine mehr. Die Begegnung plätscherte so dahin, die Aufstiegshoffnungen des VfB lösten sich schleichend in Luft auf.

In der Nachspielzeit gab es dann noch besagte Ecke für Rosenheim, nach deren Ausführung der VfB schlecht verteidigte. Die Folge: Ein Kopfball landete über Valentin Thalmeier hinweg unhaltbar in den Maschen. Während die Sechzger damit nicht nur neun Punkte Vorsprung auf den VfB haben, sondern auch voll auf Relegationskurs sind, kann beziehungsweise muss die Giglberger-Truppe die Runde entspannt zu Ende spielen.