
Im Duell zweier Aufsteiger steht für den TSC Neuendettelsau und den TSV Windeck Burgebrach am 15. Spieltag der Landesliga Nordost viel auf dem Spiel. Die Gastgeber rangieren mit 15 Punkten auf Platz 14, Burgebrach folgt mit 11 Zählern auf Rang 15 – ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel im Kampf um den Klassenerhalt.
Neuendettelsau musste zuletzt beim 0:3 in Nürnberg-Buch eine bittere Niederlage hinnehmen. Dabei fiel das Ergebnis klarer aus, als es der Spielverlauf hergab. Trainer Dieter Kreiselmeier ordnet die Situation seines Teams mit viel Weitblick ein: „Man muss schon auch wissen, wo wir herkommen. Der TSC Neuendettelsau war bis zum Aufstieg in die Bezirksliga zwölf Jahre in der Kreisliga oder Kreisklasse. Unsere Spieler haben kaum höher gespielt – keiner bekommt Geld, das sind alles Einheimische.“
Kreiselmeier will trotz der jüngsten Negativserie Ruhe bewahren. „Wir lassen uns da jetzt nicht beirren oder unterkriegen. Es ist eine neue Situation, weil die Jungs die letzten Jahre kaum Spiele verloren haben und jetzt lernen müssen, mit Rückschlägen umzugehen“, sagt der Coach. „Nichtsdestotrotz wollen wir mit aller Macht versuchen, die Liga zu halten und möglichst schnell wieder Erfolgserlebnisse sammeln. Das ist wichtig, auch für die Psyche und das Selbstbewusstsein.“
Auch der TSV Burgebrach geht angeschlagen in die Partie. Nach dem 1:7 gegen Schwabach fordert die Mannschaft von Trainer Bernd Baier eine Reaktion. Der sportliche Leiter Christian Trunk blickt optimistisch nach vorn: „Ich sehe das Spiel in Neuendettelsau als sehr richtungsweisend. Wir waren zuletzt in guter Form, das 1:7 gegen eine sehr starke Schwabacher Mannschaft war ein Ausrutscher. Das einzig Negative an diesem Tag war, dass sich die Jungs nach dem 4:1 etwas aufgegeben haben.“
Für Trunk ist klar, worum es am Wochenende geht: „Neuendettelsau steht nach sechs sieglosen Spielen unter Druck, aber auch für uns ist es enorm wichtig, zu punkten. Wir werden mit voller Konzentration nach Neuendettelsau fahren und wollen drei Punkte mitnehmen. Wenn uns das gelingt, wären wir wieder voll im Rennen um die Nichtabstiegsplätze.“
Beide Mannschaften treten mit unterschiedlichen Voraussetzungen, aber ähnlichen Zielen an: Während Neuendettelsau nach einem starken Saisonstart in der Tabelle abrutschte, kämpft Burgebrach darum, den Anschluss nicht zu verlieren. Der Druck ist auf beiden Seiten spürbar – und genau das dürfte für ein umkämpftes, intensives Kellerduell sorgen.
