
Zu Beginn erst einmal eine Frage an alle Vereinsvertreter aus der Kreisliga C: Wissen Sie eigentlich, in welchem Fall der Zweitplatzierte ihrer Klasse im Sommer aufsteigen darf? Ja? Nein?
Nach jetzigem Stand wäre nämlich genau das der Fall. Es sei denn, der CfR Links, aktuell Tabellen-15. in der Bezirksliga, fällt noch auf Platz 16 hinter dem VdS Nievenheim zurück. Wenn der CfR dagegen von Rhenania Hochdahl überholt wird, ändert sich wiederum nichts. Wenn die Heerdter aber in der Relegation gegen die anderen Bezirksliga-15. verlieren und doch absteigen sollten, ist es wieder schlecht für den C-Liga-Zweiten.
Bleibt der CfR Links aber drin, aber dafür steigt Fortuna Düsseldorf aus der Zweiten Bundesliga ab und die SSVg Velbert und der Wuppertaler SV werden in der Regionalliga West noch vom SC Wiedenbrück überholt, wäre das auch wieder schlecht. Hält Fortuna aber die Klasse und Velbert oder Wuppertal ziehen am SV Rödinghausen vorbei, könnte sogar der Drittplatzierte aus der C-Liga noch hoch.
So weit, so kompliziert. Am besten ist es vielleicht, Sie lesen sich die Auf- und Abstiegsregelungen selbst noch einmal durch oder warten einfach auf die Gruppeneinteilung im Sommer, denn der Autor des Textes ist sich selbst als langjähriger Amateurtrainer nicht ganz sicher, ob er wirklich alles verstanden und alle Szenarien in die Beantwortung der Frage einbezogen hat.
Ein Problem wird aber ganz grundlegend deutlich: Auf- und Abstieg sind viel zu kompliziert. Es gibt für die niedrigen Ligen viel zu viele Unwägbarkeiten und Abhängigkeiten. Die passenden Tabellen dazu helfen zwar, die Szenarien zu überblicken – auch wenn es alles andere als leicht ist, diese zu lesen –, es könnte aber alles viel einfacher sein.
Dafür müsste man aber von einer Sache abweichen: Die Oberliga und die Kreisliga A muss für eine Übergangsphase auch mal mehr als 18 Mannschaften haben dürfen. Diese beiden Ligen sind eingleisig und von ihnen hängt am meisten ab, was letztendlich darunter auf- und absteigen darf. Wenn der FVN es zulässt, dass diese Liga zumindest für ein Jahr mal mehr als 18 Mannschaften haben darf, fallen alle Abhängigkeiten in den Landes- und Bezirksligen weg. Und: Jedem Verein, der sich die Ambition erfüllt, in der höchstmöglichen Amateurliga zu spielen, ist es auch zuzumuten, zwei oder vier Spiele mehr zu absolvieren.
Ähnliches gilt für die Kreisliga, die immerhin die höchste Liga auf Kreisebene ist. In Düsseldorf besteht sie – im Normalfall mit ein, zwei, maximal drei Ausnahmen – hauptsächlich aus Ersten Mannschaften, in denen auch Prämien, Aufwandsentschädigungen und Fahrtgelder bezahlt werden. Auch hier sollte es möglich sein, für eine Übergangsphase mal mit mehr als 18 Teams zu spielen.
Nach dem vermehrten Aufstieg und dem fehlenden Abstieg nach der abgebrochenen Corona-Saison 19/20 ging das doch auch. Damals spielten übergangsweise 23 Teams in der Oberliga und 21 in der Kreisliga A. Das kann man mit vermehrtem Abstieg und verringertem Aufstieg aus der Liga darunter auch problemlos und schnell wieder abspielen.